Rothirsch im Schweizer Mittelland

Die grösste einheimische Huftierart, der Rothirsch, erobert sich das Schweizer Mittelland zurück. Im Projekt werden Grundlagen für den Umgang mit dieser raumgreifenden Wildtierart in einer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft erarbeitet.

Steckbrief

  • Lead-Departement Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
  • Institut Multifunktionale Waldwirtschaft
  • Forschungseinheit Waldökosystem und Waldmanagement
  • Förderorganisation Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
  • Laufzeit (geplant) 01.01.2020 - 30.11.2020
  • Projektverantwortung Christian Willisch
  • Projektleitung Christian Willisch
  • Schlüsselwörter Rothirsch, Wildtiere, Management, Schweizer Mittelland, Lebensraum, Wildtierkorridore, GPS

Ausgangslage

Im Rahmen des Projekts «Rothirsch im Schweizer Mitteland» des Bundesamtes für Umwelt BAFU und der betroffenen Mittelland-Kantone sollen in den Jahren 2020-2022 Informationen zur Verbesserung des Rothirsch-Managements im dichtbesiedelten Mittelland erarbeitet werden. Konkret soll geklärt werden, welche Lebensräume von Rothirschen im Mittelland genutzt werden, wo sie durchgehen und von welchen Faktoren dies abhängt. Die Grundlagen sollen u.a. dazu beitragen, Massnahmen abzuleiten, wie die Lebensräume der Rothirsche inklusive verbindender Wanderkorridore im Mittelland erhalten oder gegebenenfalls aufgewertet/wiederhergestellt werden können.

Vorgehen

Das Projekt «Rothirsch im Schweizer Mitteland» wird in Kollaboration mit der Hepia und der ZHAW in mehreren Regionen der Schweiz durchgeführt. Die BFH/HAFL ist für das Gebiet des zentralen Schweizer Mittellands in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau verantwortlich. Hier werden ab 2020 bis 2021 freilebende Rothirsche eingefangen und mit GPS-Halsbändern ausgerüstet. Diese liefern während 1-2 Jahren präzise Angaben zum Aufenthaltsort der besenderten Tiere. In der Auswertungsphase werden diese Daten dazu verwendet, um die Raum- und Habitatnutzung der Rothirsche im Mittelland zu analysieren.