Reduktion nicht-formeller Zwang in Wohn- und Pflegeheimen

Förderung eines selbstbestimmten Lebens von Menschen mit Behinderungen in Wohn- und Pflegeheimen durch die Reduktion von nicht-formellem Zwang

Steckbrief

Ausgangslage

Menschen mit Behinderungen, die in Wohn- und Pflegeheimen leben, sind häufig in ihrer Freiheit und Selbstbestimmung eingeschränkt. Neben rechtlich definierten Zwangsformen wie Bewegungseinschränkungen oder fürsorgerischen Unterbringungen wirken sich auch subtilere Formen von Zwang (z. B. starre Essenszeiten) auf ihre Grundrechte aus. Diese nicht-formellen Zwangsformen sind bisher wenig beschrieben und strukturierte Ansätze für dessen Reduktion fehlen.

Vorgehen

Gemeinsam mit Betroffenen, Angehörigen, Beistandspersonen, Wohn- und Pflegeheimen sowie national agierenden Verbänden wird untersucht, welche Formen nicht-formellen Zwangs auftreten und welche Handlungsmöglichkeiten die verschiedenen involvierten Personen zur Reduktion haben. Darauf aufbauend wird eine Tool-Box zum Erkennen, Thematisieren und Verändern nicht-formellen Zwangs für die Zielgruppen (Bewohnende, vertretungsberechtige Personen, Mitarbeitende von Wohn- und Pflegeheimen) entwickelt, die in der gesamten Schweiz einsetzbar ist.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • 10: Weniger Ungleichheiten
  • 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen