Klärungshilfe in Konflikten

Schwierige Gefühle klären, um aus emotionalen Konflikten auszusteigen: In dieser Weiterbildung lernen Sie, diesen Prozess mit Hilfe der Klärungshilfe nach den Prinzipien von Dr. Christoph Thomann zu moderieren.

Die Weiterbildung:

  • befähigt Sie, Zweierklärungen von der Auftragsklärung bis zur Nachsorge zu planen und durchzuführen sowie Elemente der Klärungshilfe in Teamprozesse zu integrieren, 

  • befähigt Sie zu einem kompetenten Umgang mit schwierigen Gefühlen wie Wut, Ärger, Enttäuschung und Kränkung im Mediations- und Beratungsprozess, 

  • beinhaltet 6 Präsenztage und ermöglicht intensives Üben,

  • richtet sich an Mediatorinnen und Mediatoren, Beraterinnen und Berater sowie Therapeutinnen und Therapeuten, welche die Klärungshilfe nach Dr. Christoph Thomann erlernen wollen, 

  • vermittelt Ihnen die Grundlagen der Klärungshilfe.

Dozentin steht an Pinwand

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Mikro-Zertifikat / Teilnahmebestätigung
  • Dauer 6 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 12.4.2027
  • Anzahl ECTS Mit Kompetenznachweis: 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'850
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 12./13./14. Mai 2027
    9./10./11. Juni 2027

Inhalt + Aufbau

Portrait

Schwierige Gefühle wie Wut, Ärger, Enttäuschung und Kränkungen können Mediationen und Beratungen blockieren und Lösungen erschweren oder gar verunmöglichen. Ein Ausstieg aus emotionalen Konfliktsituationen kann gelingen, wenn die schwierigen Gefühle geklärt sind. In dieser Weiterbildung erhalten Sie das Rüstzeug, um einen Klärungsprozess nach Dr. Christoph Thomann sorgfältig und zielführend aufzugleisen und sicher zu moderieren. Dabei liegt ein Schwerpunkt bei der Klärung von Konflikten mit zwei Personen.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die Entstehungsgeschichte, die Grundannahmen und die Grundhaltung der Klärungshilfe.
  • Sie kennen die Phasen der Klärungshilfe und können den Klärungsprozess mit zwei Personen selbständig planen und durchführen.
  • Sie sind in der Lage, spezifische Techniken und Werkzeuge zur Bearbeitung von schwierigen Gefühlen in Konflikten zu nutzen.
  • Sie reflektieren den situationsadäquaten Einsatz der Klärungshilfe innerhalb der interessenbasierten Mediation beziehungsweise in der Beratung.
  • Sie können Elemente der Klärungshilfe in Teamprozessen anwenden.
  • Sie reflektieren Ihren eigenen Umgang mit Emotionen und Ihr Verhalten in Konflikten.

Die Weiterbildung gliedert sich in 2 Einheiten à 3 Tage.

Lerneinheit 1 (3 Tage)

  • Entstehung und Grundannahme der Klärungshilfe
  • Die Grundhaltung und die Rolle des Klärungshelfers bzw. der Klärungshelferin
  • Emotionstheorie: Das KernSchalen-Modell als Orientierung im Umgang mit schwierigen Gefühlen
  • Das Vorgehen in der Klärungshilfe: Überblick über die Phasen (Brückenmodell)
  • Einführung und Training der Phasen 0–4 (Auftragsklärung – Dialogphase)
  • Einführung und Training grundlegender Techniken (Aktives Zuhören, Doppeln, Dialogisieren)
  • Einführung in das RiemannThomann-Modell

Lerneinheit 2 (3 Tage)

  • Repetition und Vertiefung der Phasen 0–4
  • Einführung und Training der Phasen 5–6 (Erklärung – Nachsorge)
  • Fallwerkstatt
  • Konfliktmuster verstehen: Arbeiten mit dem TeufelskreisModell
  • Vertiefung Doppeln
  • Konflikte in Teamkonflikten klären: Eine erste Übersicht

Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet. Es kommen diverse didaktische Elemente wie Inputreferate, Übungen, Rollenspiele, Diskussionen oder Gruppenarbeiten zum Einsatz. Weiter wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, wodurch praxisorientiertes Lernen möglich wird.

Das Selbststudium unterstützt Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen:

  • Praxistransfer: Der Transfer in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen.

Für den Kompetenznachweis führen Sie selbstständig eine Klärung mit zwei Parteien durch – in Ihrer Berufspraxis oder in einem privaten Setting – und reflektieren Ihre Erfahrungen schriftlich.

Titel + Abschluss

Mikro-Zertifikat bei SAS mit ECTS-Abschluss und Teilnahmebestätigung ohne ECTS-Abschluss

Die Weiterbildung kann als Wahlmodul an den CAS Integrative Methoden in der Konfliktbearbeitung angerechnet werden, kann jedoch bei entsprechender Vorbildung (siehe Zulassung) auch unabhängig davon besucht werden.

Was ist ein SAS – Short Advanced Studies?

Das Format Fachkurs heisst neu SAS. Das Weiterbildungsformat SAS vermittelt kompakt aktuelles Wissen und Sie können damit ECTS-Credits erwerben. Um ECTS-Credits zu erwerben, erfüllen Sie die Zulassungsbedingungen und erbringen einen erfolgreichen Kompetenznachweis. Die Weiterbildungen können je nach Inhalt an CAS, DAS und MAS angerechnet werden. 

Möchten Sie sich weiterbilden, ohne ECTS-Credits zu erwerben? Dann nehmen Sie einfach am SAS teil, ohne einen Kompetenznachweis zu erbringen.
Noch Fragen? 
Antworten finden Sie in unseren FAQ zu den Short Advanced Studies (SAS)

Dozierende

Voraussetzungen + Zulassung

Das SAS Klärungshilfe in Konflikten richtet sich an Mediator*innen, Therapeut*innen, an Berater*innen sowie an Sozialarbeitende.

Voraussetzung für diese Weiterbildung ist ein erfolgreicher Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation, des CAS Konfliktmanagement oder eine vergleichbare Ausbildung oder eine Ausbildung in Beratung, Psychotherapie oder in Sozialer Arbeit sowie mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich Konfliktberatung.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

12./13./14. Mai 2027
9./10./11. Juni 2027
Jeweils von 8.45-16.45 Uhr

Beratung + Infoveranstaltungen

Infoveranstaltungen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter der gewünschten Infoveranstaltung.

Studienort + Infrastruktur