Erwachsenenschutz

Der Fachkurs vermittelt Kenntnisse und Kompetenzen für die zielführende Bearbeitung der Fragen, die sich im behördlichen Kontext und bei der Beratung und Betreuung von Menschen mit einem Schwächezustand stellen.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Mitarbeitende aus Sozialdiensten, Berufsbeistandschaften, KESB sowie Interessierte aus Betreuung und Pflege,
  • vermittelt Ihnen Kenntnisse zu den Grundsätzen und Interventionen des Erwachsenenschutzes (Beistandschaften, Fürsorgerische Unterbringung) sowie dem Übergang vom Kindes- zum Erwachsenenschutz,
  • macht Sie mit den gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von urteilsunfähigen Personen vertraut,
  • macht Sie mit den Instrumenten der eigenen Vorsorge und den gesetzlichen Vertretungsrechten von Angehörigen urteilsunfähiger Personen bekannt,
  • vertieft Ihre Kenntnisse zu psychiatrischen Krankheitsbildern und demenziellen Erkrankungen.
Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kursbestätigung
  • Dauer 8 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 2.9.2021
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2’800
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 3./4. November 2021
    24./25. November 2021
    12. Januar 2022
    17./18. März 2022
    30. März 2022

Kontakt

  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Kindes- und Erwachsenenschutz

Inhalt + Aufbau

Portrait

Seit der Inkraftsetzung des Erwachsenenschutzrechts sind Mitglieder und Mitarbeitende der KESB sowie Fachpersonen mit Beratungs-, Abklärungs- und Betreuungsfunktionen mit hohen fachlichen Ansprüchen konfrontiert, deren Bewältigung solides Fachwissen und die Bereitschaft voraussetzt, Problemlagen unter Berücksichtigung unterschiedlicher Perspektiven anzugehen. Der Fachkurs vermittelt grundlegende Kenntnisse und praxisnahe Kompetenzen für die korrekte und zielführende Bearbeitung der Fragen, die sich im behördlichen Kontext und bei der Beratung oder Betreuung von Menschen mit einem Schwächezustand und Schutzbedarf stellen.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die Funktion und Bedeutung des Erwachsenenschutzes als Teil des Eingriffssozialrechts und vertiefen Ihre zivilrechtlichen Kenntnisse, unter anderem zum Handlungsfähigkeitsrecht.
  • Sie kennen die Instrumente der eigenen Vorsorge und die gesetzlichen Vertretungsrechte von Angehörigen urteilsunfähiger Personen, inklusive der Vertretungsrechte bei medizinischen Massnahmen.
  • Sie sind mit den gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von urteilsunfähigen Personen vertraut, die in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen betreut werden.
  • Sie beschäftigen sich mit psychiatrischen Krankheitsbildern, erwerben vertiefte Kenntnisse zu demenziellen Erkrankungen sowie zum Übergang vom Kindes- zum Erwachsenenschutz.
  • Sie kennen die gesetzlichen Voraussetzungen für die Anordnung behördlicher Beistandschaften, für deren Ausgestaltung nach dem Grundsatz der «Massschneiderung» sowie die gesetzlichen Voraussetzungen der Fürsorgerischen Unterbringung.
  • Erwachsenenschutzrecht: Systematische Einordnung und Überblick
  • Grundlagen des Handlungsfähigkeitsrechts
  • Funktion und Bedeutung der eigenen Vorsorge (Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung)
  • Gesetzliche Vertretungsrechte bei Urteilsunfähigkeit
  • Vorschriften zum Schutz urteilsunfähiger Personen in Wohn- oder Pflegeeinrichtungen
  • Schwächezustand und Schutzbedürftigkeit als Grundvoraussetzung der Beistandschaft
  • Schwächezustand und Betreuungs- oder Behandlungsbedürftigkeit als Grundvoraussetzung der Fürsorgerischen Unterbringung
  • Schwächezustand Demenz: Herausforderungen für Betreuende, Pflegende, Abklärende sowie für die KESB. Mögliche Betreuungskonzepte
  • Psychiatrische Krankheitsbilder
  • «Massschneiderung» von Beistandschaften: Möglichkeiten und Grenzen
  • Junge Erwachsene: Übergänge vom Kindes- in den Erwachsenenschutz

Der Fachkurs ist praxisorientiert und nach aktuellen didaktischen Methoden der Erwachsenenbildung konzipiert. Er bietet eine ausgewogene Kombination von Präsenzunterricht und Selbststudium. Zudem ermöglichen zwei halbtägige Coachings in Gruppen einen intensiven und effizienten fachlichen Austausch zu Fragen aus den Arbeitsfeldern der Kursteilnehmenden.

Titel + Abschluss

Voraussetzungen + Zulassung

  • Mitarbeitende von Sozialdiensten und Berufsbeistandschaften
  • Fachpersonen aus Institutionen der Altersbetreuung und Alterspflege
  • Fachpersonen für die Beratung und/oder Betreuung von Menschen mit einer Behinderung
  • Mitarbeitende von Institutionen für erwachsene Personen mit besonderen Bedürfnissen
  • Fachpersonen für die Beratung von Personen im Rentenalter
  • Mitglieder und Mitarbeitende der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB)

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

3./4. November 2021
24./25. November 2021
12. Januar 2022
17./18. März 2022
30. März 2022

Studienort + Infrastruktur

Bestandteil von