Modellbauversuche einer neuartigen Pendelrampe

Um aquatischen Tieren die Fortbewegung und Vernetzung zu ermöglichen, soll in einen Abschnitt des Flusses Wiese eine neuartige Pendelrampe eingebaut werden. Deren Konzept untersuchen und optimieren Forschende der BFH im Modell.

Factsheet

  • Lead school School of Architecture, Wood and Civil Engineering
  • Institute Institute for Urban Development and Infrastructure
  • Research unit Geotechnics and Natural Phenomena
  • BFH centre BFH Centre for Wood – Resource and Material
  • Funding organisation Others
  • Duration (planned) 01.01.2022 - 31.05.2023
  • Project management Prof. Dr. Jolanda Jenzer Althaus
  • Head of project Prof. Dr. Jolanda Jenzer Althaus
  • Project staff Gianluca Flepp
  • Keywords Wasserbau, Modellbau, Revitalisierung

Situation

Auf einem Abschnitt des Flusses Wiese (km 2+000.00 bis 2+215.00) mit Längsgefälle J = 1 % prüft der Kanton Basel-Stadt im Rahmen einer Revitalisierung eine neuartige Pendelrampe einzubauen, um aquatischen Tieren die Fortbewegung und Vernetzung zu erleichtern. Die Hauptströmung soll auf der Rampe ähnlich wie bei einer herkömmlichen Pendelrampe hin- und herpendeln und die Erosionsbelastung an den Ufern klein halten. Jedoch ist die Bauweise anders angedacht. Die Pendelbewegung der Strömung soll nicht wie bei herkömmlichen Pendelrampen durch eine Serie von wechselseitig geneigten oder vertieften Riegeln, sondern durch eine Abfolge von quasi ineinander verzahnten wechselseitig angeordneten Buhnen generiert werden. Die neue Rampe soll eine ausgeprägte Niederwasserrinne hervorrufen, welche aquatischen Tieren, die sich bodennah fortbewegen, ebenfalls die Vernetzung ermöglicht. Aufgrund der benachbarten Grundwasserschutzzone soll die Bildung von Kolken weiterhin möglich, jedoch in der Tiefe kontrolliert sein. Die Rampe soll langfristig nicht verlanden und Hochwasser standhalten.

Visualisierung der Strömung mit der Pendelrampe.
Die Hauptströmung soll auf der Rampe hin- und herpendeln.

Course of action

In einem Modell untersuchen und optimieren die Forschenden der BFH im Auftrag des Kantons Basel-Stadt die neuartige Pendelrampe, damit sie den geforderten Randbedingungen gerecht wird. Für das Modell erhielten die Forschenden Messdaten des Flussabschnitts und bauten diesen realitätsgetreu im Massstab 1:30 nach. Daraus entstand ein Modell mit ca. 14 Metern Länge und 4 Metern Breite. In das Modell werden die baulichen Elemente der Pendelrampe integriert und deren Einfluss auf die Strömung und die Erosion kann in Versuchen beobachtet werden.