Analyse der Bodenfruchtbarkeitsindikatoren auf IP-SUISSE Betrieben

Die Wichtigkeit der Bodenfruchtbarkeit für die landwirtschaftliche Produktion ist unbestritten. Dieses Projekt erarbeitet und testet ein Indikatorensystem, das die Beurteilung der Bodenfruchtbarkeit auf IP-SUISSE Betrieben möglich macht.

Factsheet

Situation

IP-SUISSE, die Fresh Food & Beverage Group (ehemals JOWA) und der Migros-Genossenschafts-Bund wollen im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie die Bodenfruchtbarkeit auf den IP-SUISSE Betrieben stärken. Dazu gehören die Erhaltung oder Steigerung ihres Produktionspotenzials und die Stärkung der Rolle der Böden und ihrer Bewirtschaftung für den Klimaschutz und die Biodiversität. Darüber hinaus sollen mögliche Probleme angegangen werden, z. B. durch die Begrenzung von Verdichtungen oder die Verhinderung des Abflusses bei starken Niederschlägen. Viele Massnahmen und Indikatoren zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit sind bekannt. Damit sie genügend umgesetzt werden, muss jedoch deren Wert für die Gesellschaft, aber vor allem auch für den Betrieb anerkannt sein. Momentan fehlt hingegen ein System, um die Leistungen und die damit verbundenen Kosten der Betriebe zugunsten der Bodenfruchtbarkeit sichtbar zu machen. Ein solches System muss in der Betriebspraxis mit wenig administrativem Aufwand umsetzbar sein und auch langfristige Verbesserungen abbilden können. Eine IST-Zustandsanalyse auf dem einzelnen Betrieb soll aufzeigen, wo er bezüglich Bodenfruchtbarkeit steht und wo noch Potenziale zur Verbesserung bestehen. Daraus können Empfehlungen für die Betriebe abgeleitet werden, die auf die Betriebsform und die Böden vor Ort abgestimmt sind.

Course of action

Aus allen IP-SUISSE Betrieben wurden mittels statistischer Verfahren rund 30 deutsch- und französischsprachige Pilotbetriebe ausgewählt, die die vielfältige Schweizer Landwirtschaft gut repräsentieren. Auf diesen Betrieben wird eine IST-Zustandsanalyse durchgeführt. Dabei wird u.a. untersucht, welche Bodendaten vorhanden sind, welche Massnahmen zur Förderung der Bodenfruchtbarkeit umgesetzt werden oder wo Probleme (Verdichtung, Erosion,...) bestehen. Die HAFL wird im geplanten Projekt auf den Pilotbetrieben testen, welche Indikatoren sich eignen, um ohne grossen bürokratischen Mehraufwand den IST-Zustand zu erheben und auch Fortschritte zu messen. Beispiele für Indikatoren können Bodenanalysen, Spatenproben, die Bodenbedeckung resp. Bewirtschaftung oder eine Humusbilanz sein. Bereits bestehende Daten auf den Betrieben, welche beispielsweise bereits über einen elektronischen Feldkalender erhoben wurden, sollen besser genutzt und allenfalls mit weiteren Analysen oder Beobachtungen ergänzt werden. Dabei muss standortspezifisches Wissen der Betriebsleitung gezielt mit einfliessen. Das erarbeitete Indikatoren-System soll dann ins IP-SUISSE Beurteilungssystem aufgenommen werden.

This project contributes to the following SDGs

  • 2: Zero hunger
  • 12: Responsible consumption and production
  • 15: Life on land