Augenbohne - vernachlässigte Körnerleguminose fur zukünftige Klimastrategien
Die Einführung der Augenbohne (Vigna ungiuculata L.) als trockenheitstolerante Kultur und proteinreiches Lebensmittel in der Schweiz kann wesentlich zur nachhaltigen Umgestaltung des Landwirtschafts- und Ernährungssystems beitragen.
Factsheet
- Schools involved School of Agricultural, Forest and Food Sciences
- Institute(s) Agriculture
- Research unit(s) Plant Production and Biodiversity
- Funding organisation Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
- Duration (planned) 01.01.2025 - 01.08.2026
- Head of project Dominik Füglistaller
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Project staff
Dominik Füglistaller
Florence Looser
Yanik Schori
Rina Rohrbach -
Partner
Bundesamt für Landwirtschaft BLW
Forschungsinstitut für biologischen Landbau FibL
Situation
Der kurze Vegetationszyklus, die hohe Stickstofffixierung und die Fähigkeit, wieder auszutreiben, machen die Augenbohne zu einer sehr interessanten Pflanze. Augenbohnen werden vor allem in Südeuropa (z.B. Griechenland, Italien, Portugal und Balkanstaaten) angebaut und noch wenig in Zentraleuropa. Der Anbau in der Schweiz ist noch kaum erforscht. Um das Anbaugebiet nach Norden auszudehnen, braucht es standortangepasste Augenbohnen, die nicht nur mit Trockenheit zurechtkommen, sondern auch mit zeitweise kühleren und feuchteren Bedingungen. Zur Steigerung der Resilienz der Schweizer Landwirtschaft bedingt es eine Diversifizierung und den Ausbau der Erzeugung von weiteren Körnerleguminosen. Der Fokus liegt daher auf der Prüfung der Anbaueignung und der Identifizierung standortangepasster, klimaresilienter und ressourcenschonender Augenbohnen für die Schweiz. Dazu verfolgt das Verbundprojekt AugenBlick folgende Ziele: I) Sortenversuche und On-Farm-Mischkulturversuche in verschiedenen Regionen der Schweiz, II) die Prüfung des Vermarktungspotentials für die menschliche Ernährung und III) die Bekanntmachung der Augenbohne.