BFH-Zentrum Arts in Context

​Das BFH-Zentrum Arts in Context erarbeitet Lösungen für den praxisnahen Einsatz der Künste in Kultur, Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft – von Kreation und Interpretation bis zur Vermittlung und Erhaltung. 

Kompetenzen

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Das BFH-Zentrum Arts in Context verfügt mit seinen interdisziplinär zusammengesetzten Forschungsgruppen aus den Künsten, Geistes- und Naturwissenschaften über Kompetenzen entlang folgender Anwendungskontexte:

 

Visuelle Gestaltung im Kontext

Vom Plakat zur gesunden Ernährung über den Wegweiser auf dem Campus bis zur Benutzeroberfläche eines Billettautomaten: Gestaltete Informationen, visualisierte Anweisungen und nutzerfreundliche Interfaces begleiten uns durch den Alltag. Das BFH-Zentrum Arts in Context bietet hierfür umfassende Forschungs- und Entwicklungsleistungen an. Dabei reicht das Spektrum von der Prozessbegleitung und Wissensdarstellung über die visuelle Objekt- und Raumanalyse bis hin zu Orientierungssystemen.

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Künstlerische Praktiken im Kontext
Forschende Künstlerinnen und Künstler schaffen neue Sichtweisen auf drängende gesellschaftliche Fragestellungen. So stehen Themen rund um das künstlerische Schaffen selbst und die Analyse von künstlerischen Kreationsprozessen im Fokus. Neuartige Methoden des Erkenntnisgewinns können dadurch mittels künstlerischer sowie forschender Herangehensweisen entwickelt und für Evaluationen, Coachings oder anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Verfügung gestellt werden.
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Materialwissen im Kontext
Kunst und Kulturgüter bestehen aus einer Vielzahl von Materialien, die im Hinblick auf Bedeutung, Vergänglichkeit und Erhaltung beforscht werden. Die Forschenden führen zum einen Materialuntersuchungen durch und dokumentieren Kunst und Kulturgut. Zum anderen entwickeln und realisieren sie forschungsbasierte Konservierungs- oder Restaurierungskonzepte und beraten bei der Materialverwendung in Kunstwerken oder Bauten.
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Musikinstrumente und Interpretation im Kontext
Die Interpretation von Musik und Musiktheater aus Klassik, Romantik und Moderne ist Forschungsgegenstand des BFH-Zentrums. Dabei werden nicht nur historische Musikinstrumente nachgebaut und zur Ausleihe bereitgestellt, sondern auch neue Instrumente entwickelt. Dies geschieht auf der Basis eines historischen und interpretationspraktischen Wissens, das mittels Expertisen, Beratungen und Coachings weitergegeben wird.
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Referenzprojekte

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des BFH-Zentrums Arts in Context führen zu anwendungsorientierten Lösungen für Partnerinnen und Partner aus Kultur, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Im Folgenden eine exemplarische Auswahl:


Warteraum - Universitäres Notfallzentrum am Inselspital Bern
Im Wartebereich von Notaufnahmen ist Stress an der Tagesordnung. So können auch Konflikte entstehen, etwa durch besorgte Angehörige oder alkoholisierte Patientinnen und Patienten. Das Universitäre Notfallzentrum am Inselspital Bern möchte diesem Umstand mit sorgfältigem Wartemanagement und einem speziell gestalteten Warteraum begegnen. Aufbauend auf dem SNF-Projekt "Wartezeiten" erarbeiten die Forschenden hierfür ein Konzept für eine verbesserte Wartezone im Erwachsenennotfall. Unter dem Stichwort "natürliches Design" werden das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten, die Sicherheit der Mitarbeitenden und der Datenschutz verbessert.


PedVis - Pedestrian Flow Visualizations
Die SBB bewirtschaften und erweitern ihre Bahnhöfe so, dass die wachsende Anzahl von Reisenden heute und auch künftig sicher und schnell ihre Ziele im Bahnhof oder in der Stadt findet. Planung, Simulation und Steuerung der vielfältigen Personenflüsse gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Das Projekt schafft hierfür neue Grundlagen: Unterschiedliche Aspekte von Personenflüssen und ihr Zusammenspiel mit den räumlichen Bedingungen werden visuell untersucht und auf der Basis einer umfassenden Bildsammlung neu visualisiert. Die hieraus entwickelten Darstellungen dienen der Bewirtschaftung heutiger und der Planung künftiger Publikumsanlagen in Bahnhöfen.
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Dynamisches Gleichgewichtstraining - Entwicklung eines mobilen Gerätesets
Menschen mit Sturzerfahrungen finden nur mit Mühe zurück zu ihrem Gleichgewicht. So kann ein speziell entwickeltes mobiles Geräteset - bestehend aus Smartphone, Halterung, Smartphone-Applikation und Head-mounted Display - zu einem dynamischen Gleichgewichtstraining verhelfen, das insbesondere in der Physiotherapie einsetzbar ist. Das Geräteset, mit dem gezielte Bewegungsübungen im Raum durchgeführt werden, ermöglicht ein Biofeedback zur Korrektur der Schwankungen des Rumpfes. Auf diese Weise wird der Gleichgewichtssinn gestärkt.
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Schauspielerisches Praxiswissen
Schauspielerinnen und Schauspieler werden immer häufiger in disziplinfremden Kontexten eingesetzt, so etwa in der Ausbildung von Pflegefachpersonen. Dort übernehmen sie im Rahmen von Kommunikationstrainings zum einen die Rolle der Patientin oder des Patienten. Zum anderen fungieren sie als Kommunikationstrainer und geben den Studierenden qualifiziertes Feedback zu den gespielten Sequenzen. Welche schauspielerischen, kommunikativen und fachspezifischen Kompetenzen sie dafür brauchen, untersuchen Forschende aus den Bereichen Theater und Gesundheit der BFH gemeinsam.
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Gemäldetransport
Viele Verpackungen für den Transport fragiler Gemälde reduzieren die Vibrationsimmissionen nicht, sondern verstärken sie. Grund sind Resonanzen, welche das kombinierte System bestehend aus Verpackung, Gemälde und Rückseitenschutz verursachen kann. Das Projekt prüft eine repräsentative Auswahl an Verpackungen auf ihre Dämpfungskapazität. Entwickelt werden neue optimierte Verpackungslösungen.

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pARTicipate - Kunst im öffentlichen Raum neu entdecken
Kunst im öffentlichen Raum ist weltweit in fast allen Städten zu finden, jedoch stehen viele Kunstwerke ohne jegliche Erklärung im Aussenraum - weder Künstlerin oder Künstler noch Titel einer Arbeit sind für die Betrachtenden in Erfahrung zu bringen. Die neu entwickelte App "pARTicip" leistet hier Abhilfe: Zum einen vermittelt sie interaktiv Hintergrundinformationen zu einem Werk und macht so Kunst im öffentlichen Raum erfahrbar. Zum anderen kann sich die Öffentlichkeit an der Erfassung von Kunstwerken und deren Erhalt beteiligen, indem sich dem Eigentümer via App bspw. Werkschäden melden lassen.

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Contrabass Clarinet Extended CLEX

Marktübliche Kontrabassklarinetten sind Instrumente des Kompromisses: Physiologische Gegebenheiten führen dazu, dass Klang und Intonation des tiefsten Instruments der Klarinettenfamilie nur halbwegs befriedigend ausfallen. Die Lösung dafür - im Vorgängerprojekt "Contrabass Clarinet Unlimited" entwickelt - ist nun ein sensorisch-dynamisches Instrument, bei dem die Tonlöcher nach akustischen Massgaben gesetzt wurden. Für die Spielbarkeit sorgen elektronisch gesteuerte Klappen. Zudem kann das neue Instrument mittels einer MIDI-Schnittstelle z. B. Videos oder das Lichtdesign steuern.

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Klingende Sammlung
Eine historisch informierte Aufführungspraxis der Musik vergangener Epochen muss Originalinstrumente anspielen dürfen. Nur so kann ein Verständnis für diese Zeit und ihre Musik, aber auch für Nachbauten hergestellt werden. Aus dem immensen Fundus der Sammlung Burri in Bern, die heute als "Klingende Sammlung" weitergeführt wird, ist eine Anzahl repräsentativer Blasinstrumente zur Spielbarkeit restauriert: von einer klassischen Flöte über französische Blechblasinstrumente der Zeit des Second Empire bis hin zur Tuba für Stravinskijs "Sacre du Printemps". Sie stehen für Anspielversuche, Konzertprojekte und Unterricht zur Verfügung.

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Profil

Kreationsprozesse in den Künsten bergen Innovationspotenziale und eröffnen in anderen Kontexten neue Denkräume. Methoden und Forschungsergebnisse ermöglichen es daher, Themen anders aufzugreifen, zu verstehen, visuell darzustellen oder zu vermitteln. Dadurch entstehen neue Perspektiven auf Bekanntes, die es erlauben, innovative Lösungen für konkrete Fragestellungen aus Wirtschaft, Kultur, Verwaltung und Gesellschaft zu entwerfen. Diesen Transfer leistet das BFH-Zentrum Arts in Context mit anwendungsorientierten Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Partnerschaften und Kooperationen
Ein erprobtes Netzwerk bestehend aus externen Forschungsinstitutionen, verschiedenen BFH-Departementen, Universitäten sowie Partnern aus Kultur, Wirtschaft und Verwaltung macht es möglich, komplexe transdisziplinäre Projekte durchzuführen. Kollaborative Entwicklungsprozesse sichern hierbei die Anwendbarkeit der Ergebnisse und garantieren praxisnahe Lösungen. Das BFH-Zentrum kooperiert u. a. mit Museen, Sammlungen, Ämtern, Spitälern, KMU und Grossunternehmen, Schulen, Stiftungen, Kunstversicherungen, Transportunternehmen oder Instrumentenbauern.

Angebot

Forschung und Entwicklung
Das BFH-Zentrum Arts in Context deckt ein breites Spektrum an Kompetenzen ab.


Es verfügt über forschungsbasiertes anwendungsorientiertes Wissen, wie...
… die in Kunst und Kulturgütern verwendeten Materialien untersucht und Konzepte für deren Erhaltung oder Restaurierung erarbeitet werden können,

Materialwissen im Kontext

 

… visuelle Gestaltung unser kommunikatives Umfeld insbesondere im Gesundheitsbereich verbessern kann,

Visuelle Gestaltung im Kontext

 

… durch das Begreifen von künstlerischen Arbeitsprozessen neue Sichtweisen auf drängende gesellschaftliche Problemstellungen gefunden werden können, oder

Künstlerische Praktiken im Kontext

 

… mit nachgebauten historischen Instrumenten ein musikalisches Werk vergangener Epochen interpretiert werden kann.

Musikinstrumente und Interpretation im Kontext

Leistungen reichen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten, bis hin zu Beratungen, Expertisen, Evaluationen und Coachings.

Für Anfragen wenden Sie sich bitte an: arts-co(at)bfh.ch

 

Aus- und Weiterbildung

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Kontakt

Matthias Jungen

T +41 31 848 39 37

E-Mail

 

Berner Fachhochschule

BFH-Zentrum Arts in Context

Fellerstrasse 11

CH-3027 Bern

 

Leitung

Prof. Dr. Thomas Gartmann

Leiter BFH-Zentrum

 

Steuerungsgruppe

Prof. Dr. Sebastian Dobrusskin

Prof. Dr. Priska Gisler

Nathalie Pernet

Prof. Dr. Arne Scheuermann

Prof. Dr. Martin Skamletz

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