Ländliche Soziologie

Wir beschäftigen uns mit den Menschen im Landwirtschafts- und Ernährungssystem im Kontext von gesellschaftlichem, wirtschaftlichem, politischem und umweltbedingtem Wandel.

Wir erforschen die Herausforderungen der Menschen im Landwirtschafts- und Ernährungssystem mit verschiedene Methoden der empirischen Sozialforschung. Damit beleuchten wir besonders die soziale Nachhaltigkeit. Wir arbeiten inter- und transdisziplinar und sind mit Praxis, Wirtschaft und Forschung vernetzt.

Leistungsangebot

Wir bieten Bundesämtern, Verbänden, Beratungsinstitutionen und Unternehmen folgende Leistungen an: 

  • Sozialwissenschaftliche Forschungsarbeiten und Analysen basierend auf qualitativen, quantitativen und Mixed-Methods Ansätzen (Interviews, Umfragen, Expertenworkshops sowie partizipative Methoden) 
  • Qualitative und quantitative Evaluationen
  • Organisation, Durchführung und Moderation von Workshops, Kursen und wissenschaftlichen Tagungen

Kompetenzen

Wir sind spezialisiert in der Forschung sowie in der Entwicklung von Empfehlungen in den folgenden Themenbereichen: 

  • Lebensbedingungen und -qualität in der Landwirtschaft 
  • Aushandlungs- und Entscheidungsprozesse von Produzentenfamilien unter Berücksichtigung von Geschlechter- und Generationenverhältnissen
  • Anpassung in der Landwirtschaft bspw. im Kontext von Klimawandel oder Digitalisierung
  • Austauschbeziehungen zwischen verschiedenen Akteuren und Akteurinnen bspw. entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette oder im Zusammenhang mit Innovationsprozessen wie der Digitalisierung

Projekte

Die Übergabe beziehungsweise Übernahme eines Landwirtschaftsbetriebs ist ein komplexer Prozess, der an alle beteiligten Personen hohe Anforderungen stellt. In einem Forschungs- und Beratungsprojekt nehmen wir uns zusammen mit Praxispartnern diesem Prozess an. Ziel ist es, den Hofübergabeprozess zu erforschen und darauf aufbauend neue Ansätze zu entwickeln. Diese sollen sowohl den Bauernfamilien als auch den Beratenden helfen, die Hofübergabe frühzeitig und ganzheitlich anzugehen.

In der Schweiz beträgt der jährliche Fleischkonsum durchschnittlich 60 Kilogramm pro Kopf. Das hat Auswirkungen auf Natur und Umwelt und stellt die Akteure entlang der Fleischwertschöpfungskette vor soziale sowie ökologische Herausforderungen. Neue digitale Lösungen, wie Apps oder Chatbots, können dabei innovative Möglichkeiten eröffnen. Durch sie lassen sich bestehende Prozesse transparenter und umweltfreundlicher gestalten. Sie sind aber auch mit Risiken verbunden. Das Forschungsprojekt «TransChain» befasst sich mit Chancen und Risiken von Transparenz innerhalb der Schweizer Fleischwertschöpfungskette vor dem Hintergrund der Digitalisierung.
Projektleitung: Evelyn Markoni und Christine Jurt

Entscheiden sich Eheleute, getrennte Wege zu gehen, hat dies für alle Beteiligten weitreichende Konsequenzen. In der Landwirtschaft ist neben den Personen auch der Betrieb betroffen und spielt bei den Aushandlungen rund um die Ehescheidung eine grosse Rolle. Wir schaffen in diesem Projekt eine ausführliche Datengrundlage über Ehescheidungen in der Schweizer Landwirtschaft. Aus den empirischen Erkenntnissen verfassen wir zusammen mit Praxispartnern ein Hilfsmittel für landwirtschaftliche Familien und Ehepaare. Es soll Direktbetroffenen beim Scheidungsprozess fachliche Informationen liefern. 

Team

Kontakt

Sind Sie an einer Zusammenarbeit mit uns interessiert oder haben Sie Fragen zu unserer Forschungstätigkeit im Bereich der ländlichen Soziologie? Kontaktieren Sie uns.