Dr. Sandra Contzen

Steckbrief

Dr. Sandra Contzen Wissenschaftliche Mitarbeiterin

  • Präsenzzeit Dienstag
    Mittwoch
    Donnerstag
  • Adresse Berner Fachhochschule
    Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
    Abteilung Masterstudien
    Länggasse 85
    3052 Zollikofen

Tätigkeiten

  • Leitung Forschungsgruppe ländliche Soziologie

  • Leitung und Durchführung von angewandten Forschungs- und Beratungsprojekten sowie von Evaluationen

  • Betreuung studentischer Arbeiten (Master- , Bachelor und Semesterarbeiten)

  • Lebensqualität und Lebensbedingungen von Bauernfamilien und weiteren in der Schweizer Landwirtschaft tätigen Personen

  • Armut, materielle und immaterielle Deprivation, soziale Exklusion in der Schweizer Landwirtschaft sowie im ländlichen Honduras

  • Geschlechter- und Generationenbeziehungen auf Schweizer Landwirtschaftsbetrieben mit Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit

  • Anpassungsstrategien von Bauernfamilien in der Schweiz und in Honduras

  • Qualitative Sozialforschung ergänzt durch quantitative Untersuchungen und Evaluationsforschung

Forschung

  • Ländliche Soziologie / Agrarsoziologie

  • Human- und Entwicklungsgeographie

  • Sozialforschung

  • Lebensqualität und Lebensbedingungen von Bauernfamilien und weiteren in der Schweizer Landwirtschaft tätigen Personen

  • Armut, materielle und immaterielle Deprivation, soziale Exklusion in der Schweizer Landwirtschaft sowie im ländlichen Honduras

  • Geschlechter- und Generationenbeziehungen auf Schweizer Landwirtschaftsbetrieben mit Fokus auf Geschlechtergerechtigkeit

  • Anpassungsstrategien von Bauernfamilien in der Schweiz und in Honduras

  • Qualitative Sozialforschung ergänzt durch quantitative Untersuchungen und Evaluationsforschung

Lebenslauf

  • Geboren am 31.12.1977 in Zug (Kt. Zug), aufgewachsen im Kanton Uri und Kanton Zürich (Besuch der Kantsonsschule Wiedikon), Studium in Fribourg und Zürich. Verheiratet und drei Söhne.
  • seit 2006 Wissenschaftliche Mitarbeiterin Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
  • 2004 – 2006 Forschungsassistentin Institut für Wirtschaftsrecht der Zürcher Hochschule Winterthur und Lehrstuhl Sozialarbeit und Sozialpolitik der Universität Fribourg
  • 2002 – 2003 Forschungsassistentin institut für Erziehungswissenschaften der Universität Bern
  • 2004 Wissenschaftliche Praktikantin Agroscope (Tänikon)
  • PhD in Humangeographie Universität Zürich
  • Lizentiat Studium in Sozialarbeit und Sozialpolitik (Hauptfach), Sozialforschung- und entwicklung (1. Nebenfach) und Pädagogik und pädagogische Psychologie (2. Nebenfach) Universität Fribourg
  • 8/9/2010 Summer School on Methods in the Social Sciences, Kurs “Qualitative Interviewing” und Kurs “Qualitative Data Analysis: Interpretive Research Strategies”, Lugano (Sti-
    pendium SNF und Zurich Graduate School in Geography)
  • 10/2009 Ausland Kurzmentorat am Department of Sociology and Anthropology der University of Guelph, Kanada (Stipendium Abteilung Gleichstellung Uni Zürich)
  • 8/2009 Summer School on Methods in the Social Sciences, Kurs in „Participatory Observa-tion and Ethnography”, Lugano
  • 6-9/2006 Weiterbildung in Gender-Kompetenz in Lehre, Forschung und Beratung, Zürich
  • 4/2006 Moderationstraining, Lindau
  • 07/2005 International Comparative Rural Policy Studies (ICRPS) Summer School, Leuven, Belgium

Projekte

  • Innovative Ansätze für eine ganzheitliche Hofübergabe (Hofübergabe360):
    Die Übergabe beziehungsweise Übernahme eines Landwirtschaftsbetriebs ist ein komplexer Prozess, der an alle beteiligten Personen hohe Anforderungen stellt. In einem Forschungs- und Beratungsprojekt nimmt sich die BFH-HAFL zusammen mit Praxispartnern diesem Prozess an. Ziel ist es, den Hofübergabeprozess zu erforschen und darauf aufbauend neue Ansätze zu entwickeln. Diese sollen sowohl den Bauernfamilien als auch den Beratenden helfen, die Hofübergabe frühzeitig und ganzheitlich anzugehen.
    Projektleitung: Sandra Contzen

  • Lebensqualität in der Milchproduktion:
    Die Lebensqualität von Bauernfamilien ist ein zentrales Element der sozialen Nachhaltigkeit der Landwirtschaft. Gerade bei Milchproduzent/innen , die aktuell besonders unter wirtschaftlichem Druck stehen, könnte sie eingeschränkt sein. Zusammen mit AGRIDEA untersucht die BFH-HAFL wie Milchproduzent/innen ihre Lebensqualität beurteilen, welche Aspekte und Bereiche für eine gute Lebensqualität ausschlaggebend sind und welche Strategien die Interviewten entwickelt haben, um sie zu verbessern. Basierend auf den Forschungsresultaten analysieren die Wissenschaftlerinnen Beratungsangebote und erarbeiten konkrete Vorschläge, um Milchproduzent/innen künftig besser unterstützen zu können.
    Projektleitung: Sandra Contzen und Isabel Häberli

  • Getrennte Wege gehen – Ehescheidung in der Landwirtschaft:
    Entscheiden sich Eheleute, getrennte Wege zu gehen, hat dies für alle Beteiligten weitreichende Konsequenzen. In der Landwirtschaft ist neben den Personen auch der Betrieb betroffen und spielt bei den Aushandlungen rund um die Ehescheidung eine grosse Rolle. Wissenschaftlerinnen der BFH-HAFL schaffen in einem Projekt eine ausführliche Datengrundlage über Ehescheidungen in der Schweizer Landwirtschaft. Aus den empirischen Erkenntnissen verfassen sie zusammen mit Praxispartnern ein Hilfsmittel für landwirtschaftliche Familien und Ehepaare. Es soll Direktbetroffenen beim Scheidungsprozess fachliche Informationen liefern.
    Projektleitung: Sandra Contzen und Christine Burren

  • Flüchtlinge in der Landwirtschaft:
    Der Schweizer Bauernverband und das Staatssekretariat für Migration streben mit einem Pilotprojekt an, dass anerkannte und vorläufig aufgenommene Flüchtlinge vermehrt in der Landwirtschaft arbeiten können. Gemeinsam mit dem Fachbereich Soziale Arbeit der BFH evaluiert die HAFL, welche Rahmenbedingungen und sonstigen Faktoren vorhanden sein müssen, damit sich eine solche Integration erfolgreich gestalten lässt – mit einem Mehrwert für die Flüchtlinge, die Landwirtschaft und die öffentliche Hand.
    Projektleitung: Sandra Contzen

  • Überlastung in der Landwirtschaft – Früherkennung durch Agrotreuhandstellen:
    Selbsthilfe ist in Bauernfamilien sehr ausgeprägt, wodurch bei Schwierigkeiten oft erst spät fremde Hilfe geholt wird, wenn die Probleme schon sehr komplex sind. Werden Schwierigkeiten durch aussenstehende Personen frühzeitig angesprochen, steigt die Chance, dass Bauernfamilien rascher professionelle Unterstützung aktivieren. Die aktuelle und potenziell mögliche Rolle von Agrotreuhandstellen bei der Früherkennung von schwierigen Situationen hat der Fachbereich Soziale Arbeit der BFH zusammen mit der HAFL analysiert.
    Projektleitung: Sonja Imoberdorf (Fachbereich Soziale Arbeit)
    Kontakt HAFL: Sandra Contzen

  • Bauernhaushalten in schwierigen Situationen:
    Während ein Teil der Bauernhaushalte finanziell gut dasteht, kämpft ein anderer mit finanziellen Schwierigkeiten. Zusammen mit der Hochschule für Soziale Arbeit in Genf hat die HAFL die Situation solcher Haushalte untersucht. Die Studie nutzte einerseits die Daten einer schweizweiten Befragung des Bundesamts für Statistik (dem Survey on Income and Living Conditions). Zudem führten die Forschenden 32 Leitfadeninterviews mit Bäuerinnen und Bauern aus der ganzen Schweiz durch. Dadurch erhielten sie Angaben zur Armutsbetroffenheit von Bauernhaushalten und konnten detailliert die Lebensbedingungen und Handlungsstrategien von Bauernhaushalten beleuchten, die sich in finanziell prekären Situationen befinden.
    Projektleitung: Sandra Contzen

  • Frauen in der Schweizer Landwirtschaft:
    Die Landwirtschaftliche Betriebszählung 2013 des Bundesamtes für Statistik enthielt erstmals ein Kapitel zur Familie. Zudem wurde das Kapitel zur innerbetrieblichen Diversifizierung geschlechtsspezifisch ausgestaltet. Im Auftrag des Bundesamtes für Landwirtschaft hat die HAFL einerseits die erhobenen Daten plausibilisiert und sie andererseits betreffend der Situation der Frauen in der Schweizer Landwirtschaft analysiert.
    Projektleitung: Sandra Contzen

  • Lebensgestaltung von pensionierten Bäuerinnen und Bauern:
    Mit der Pensionierung beziehungsweise der Hofübergabe verändern sich die Rolle und die Position auf dem Betrieb - auch wenn die Seniorbauern und Altbäuerinnen oftmals weiterhin dort leben und arbeiten. Wie erleben sie diese Veränderungen und die Lebensgestaltung nach der Pensionierung? Dieser Frage ging die HAFL zusammen mit Sozialwissenschaftlerinnen des Instituts Alter der BFH anhand von neun qualitativen Leitfadeninterviews mit Seniorbauern und Altbäuerinnen aus den Kantonen Bern und Freiburg nach. Die Ergebnisse dieser Vorstudie lassen sich beispielsweise für Nachfolgeprojekte über intergenerationelle Herausforderungen und Pensionierungsforschung nutzen. Auch leisten die ersten Erkenntnisse einen Betrag für die landwirtschaftliche Beratung zu diesem Thema.
    Projektleitung: Karin Zbinden

  • Evaluation Agrimpuls Praktikantenprogramm:
    Agrimpuls, die Praktikantenvermittlungsstelle des Schweizer Bauernverbandes (SBV), vermittelt jährlich rund 350 Praktikantinnen und Praktikanten vom Ausland in die Schweiz. Die Evaluation des Praktikantenprogramms basiert auf einer Online-Befragung die im Jahr 2018 bei 209 (realisiertes Convenience-Sample) aus der Ukraine stammenden ehemaligen Praktikantinnen und Praktikanten durchgeführt wurde. Der Fokus dlag auf der Ukraine, da der Grossteil der Praktikantinnen und Praktikanten (i.d.R. mehr als 50 %) von dort kommt. Es kann gesagt werden, dass das Agrimpuls Praktikum generell aber insbesondere auch betreffend die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sowie von Sozial- und Sprachkompetenzen einen nachhaltigen Nutzen darstellt, nicht nur für das Studium und die Stellensuche, sondern auch für das weitere berufliche und private Leben.

  • The PRS is out but Poor People are still there:
    The Honduran Poverty Reduction Strategy and Campesino Livelihoods in Western Honduras

Publikationen

  • Bäschlin, Elisabeth; Contzen, Sandra und Helfenberger Rita (Hg.), 2013. Frauen in der Landwirtschaft. Debatten aus Wissenschaft und Praxis. Wettingen: eF-eF Verlag

  • Contzen, Sandra, 2017. Alles in Butter – oder doch nicht? Geschlechtergerechtigkeit auf Landwirt-schaftsbetrieben von Frauen. In: Fahning I, Grossenbacher V, Mölders T, Wotha B, Frauen bewegen Landwirtschaft. Landwirtschaft bewegt Frauen. Waldenburg -Hohenbuche: Evangelisches Bauernhilfs-werk in Württemberg e.V.

  • Contzen, Sandra, 2013. „Je mehr ich arbeiten gehen kann, desto besser ist es.“ Bewältigungsstrategien von Schweizer Bäuerinnen in Haushalten mit finanziellen Schwierigkeiten. In: Bäschlin, Elisabeth; Contzen, Sandra und Helfenberger Rita (Hg.), 2013. Frauen in der Landwirtschaft. Debatten aus Wis-senschaft und Praxis. Wettingen: eF-eF Verlag

  • Durgiai, Bruno; Hochuli, Andreas; Münger, Bendicht; Pidoux, Martin; Blättler, Thomas und Contzen, Sandra, 2017. Die Agrarwirtschaft aus der Sicht der HAFL, gestern, heute und morgen. Agrarforschung Schweiz, 8 (9), 364–367.

  • Imoberdorf, Sonja und Contzen, Sandra, 2017. Probleme auf dem Bauernhof: Das Potenzial von Ag-rotreuhandstellen in der Früherkennung. BFH impuls 3, 45-46.

  • Imoberdorf, Sonja; Jurt, Christine und Contzen, Sandra, 2017. Sozialberatung im ländlichen Raum. Sozi-alAktuell, 6, 36-37.

  • Contzen, Sandra, 2013. Bäuerinnen handeln bei finanziellen Engpässen proaktiv. Forum (Fachfrauen Umwelt), März 2013, 5-6

  • Neukomm, Sarah; Fluder, Robert und Contzen, Sandra, 2009. Wenn Bauernfamilien unter dem Exis-tenzminimum leben. Soziale Sicherheit CHSS, 2, 106-110.

  • Contzen, Sandra, 2008. Wenn das Einkommen nicht mehr reicht. Agrarforschung, 15, 524-529.

  • Contzen, Sandra, 2005. Globalisation, risks and resistance in rural economies and societies. XI World Congress of Rural Sociology, Trondheim, Norway. Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie, 1, 161-172.

  • Contzen, Sandra, 2004. Frauen in der Männerdomäne Landwirtschaft. Aufgezeigt am Beispiel von zehn landwirtschaftlichen Betriebsleiterinnen in der Schweiz. Agrarwirtschaft und Agrarsoziologie, 1, 117-144.

  • Contzen, Sandra, Müller-Böker, Ulrike (2014). How to identify 'target groups'? Considerations based on experiences from Honduras and Nepal. NCCR North-South 'Integrative Node', Research Product 2. Zur-ich, Zurich: University of Zurich.

  • Contzen, Sandra 2015. Widerstandsfähig durch Bescheidenheit. UFA-Revue 10, 74-75.

  • Contzen, Sandra, 2015. Rechnungsberge und Mahngebühren. UFA-Revue 9, 16-17.

  • Contzen, Sandra, 2015. Fallstrick Hofübergabe. UFA-Revue 7-8, 10-11.

  • Contzen, Sandra, 2017. Mehr Freiräume trotz Eingebunden-Sein. Dossier Hofübergabe. Schweizer Bau-er, 4. März 2017. 19.

  • Sonja Imoberdorf, Sandra Contzen und Larissa Luchsinger, 2017. Überlastung in der Landwirtschaft Die aktuelle und potenziell mögliche Rolle von Agrotreuhandstellen bei der Früherkennung. Schlussbericht. Bern: Berner Fachhochschule.

  • Contzen, Sandra, 2014. Mutig schwierigen Situationen begegnen. Editorial. Bündner Bauer, 21, 5.

Mitgliedschaften

Sprachen- und Länderkenntnisse

  • Deutsch - Muttersprache oder zweisprachig
  • Englisch - Verhandlungssicher
  • Französisch - Fliessend
  • Spanisch - Verhandlungssicher
  • Italienisch - Grundkenntnisse
  • Schweiz
  • Honduras