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Social Media und Jugend: Regulieren oder befähigen?
16.06.2026 Sind die süchtig machenden Designs von TikTok und Co. oder die fehlende Selbstdisziplin der Jugendlichen das Problem? Ein Gespräch mit Nikolaus Obwegeser über Verantwortung im Umgang mit digitalen Technologien.
Es ist grosse Pause: Drei Jugendliche sitzen auf einer Mauer. Alle schauen ins Handy, keiner spricht mit dem anderen. Das Bild ist in vielen Schulen Realität. Und es wirft eine Frage auf, die Eltern, Lehrkräfte und Politikerinnen gleichermassen beschäftigt: Was tun?
Eine der möglichen Antworten lautet verbieten. Kein Handy auf dem Schulhof, keine Social-Media-Apps für unter 16-Jährige. Einige Länder haben solche Regulierungen bereits umgesetzt. Und auch in der Schweiz werden die Stimmen, die Social Media für Jugendliche regulieren wollen, immer lauter.
Aber sind Verbote das richtige Mittel? Oder müssten die Jugendlichen «einfach» den Umgang mit digitalen Technologien wie Social Media und generativer KI besser lernen? Und welche Verantwortung tragen Plattformen wie TikTok und Instagram die ihre Apps explizit so designen, dass sie die Aufmerksamkeit der Nutzenden so lange wie möglich halten?
Antworten liefert Nikolaus Obwegeser, Leiter des Instituts Digital Technology Management an der BFH Wirtschaft.