Profil + Organisation

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL ist ein Departement der Berner Fachhochschule. Ihre Angebote in Lehre, Forschung, Dienstleistungen und Weiterbildung in den Bereichen Land-, Wald- und Lebensmittelwissenschaften passt sie laufend den neuen Entwicklungen von Wirtschaft und Gesellschaft an.

Wir verfügen über eine ausgeprägte Linienorganisation, aufgeteilt in die drei Fachbereiche «Agronomie», «Waldwissenschaften» und «Food Science & Management» sowie die zwei Abteilungen «Masterstudien» und «Studiengangübergreifende Disziplinen». Die beiden Ressorts «Lehre» und «Forschung, Dienstleistungen, Weiterbildung» sorgen für die Koordination dieser Bereiche über alle Abteilungen hinweg.

Die Departementsleitung nimmt unter Leitung der Direktorin die Interessen des ganzen Departementes wahr.

Vision

BFH-HAFL: Die grüne Hochschule par excellence – Vordenkerin für nachhaltige Entwicklung in der Landnutzung sowie Ernährungswirtschaft.

Als Arbeitgeberin schafft sie eine Kultur, in der die Mitarbeitenden füreinander einstehen, Eigeninitiative zeigen, sich mit ihrem Umfeld vernetzen und ihre Leistung mit Leidenschaft erbringen.

Mission

Die Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL der Berner Fachhochschule verbindet Wissenschaft und Praxis auf beispielhafte Weise. Sie setzt damit sowohl national als auch international hohe Standards in Lehre und Forschung.

Als Bildungsstätte bereitet sie Bachelor- und Master-Studierende auf ihre berufliche Zukunft als Fach- und Führungskräfte vor – methodisch kompetent, lösungsorientiert und mehrsprachig.

Mit angewandter Forschung entwickelt die BFH-HAFL umfassende Lösungen für aktuelle Fragestellungen und künftige Herausforderungen wie nachhaltige Ernährung und Ressourcennutzung. Sie übernimmt die Themenführerschaft in Schlüsselbereichen der Land-, Wald- und Lebensmittelwirtschaft. 

Als Arbeitgeberin schafft sie eine Kultur, in der die Mitarbeitenden füreinander einstehen, Eigeninitiative zeigen, sich mit ihrem Umfeld vernetzen und ihre Leistung mit Leidenschaft erbringen.

Beirat Abteilung Food Science & Management

Name Funktion

Blumer Christina

Leiterin Forschungsmanagement BLV

Conde-Petit Béatrice

Leiterin Food Safety Bühler AG; Mitglied Verwaltungsrat HACO Holding AG

Escher Felix

Prof. Dr. em.

Furrer Urs Co-Geschäftsführer fial

Hofer Otmar

CEO Bina AG

Jehli Christian

COO Nestlé Super Premium

Künzler Thomas

Verwaltungsrat Boost Group AG, Geschäftsführer Caritas Markt

Wahlen Hans-Martin

Geschäftsführer und Inhaber WAHU GmbH

Walther Barbara

Leiterin der Gruppe Humanernährung, Sensorik und Aromaanalytik Agroscope

 

Beirat Abteilung Waldwissenschaften

Name Funktion

Brunner Markus

Direktor WaldSchweiz

Hefti Reto

Amtsvorsteher/Kantonsförster Kanton Graubünden

Kocher Alan

Direktor Bildungszentrum Wald Lyss

Locatelli Gloria

Kreisforstingenieurin, canton de Neuchâtel

Métraux Jean-François

Inspecteur cantonal Canton de Vaud

Morier Alain

Leiter Abteilung Wald (Kantonsförster) Kanton Aargau

Prof. Dr. Rigling Andreas

Mitglied der Direktion WSL, Leiter Forschungseinheit WALDDYNAMIK

Rosset Jean

Präsident Schweizerischer Forstverein

 

Die Geschichte der BFH-HAFL: vom «Buure-Tech» zur «HAFLere»
 

  • Ab 1959 weibeln Agronomie-Ingenieure für ein landwirtschaftliches Technikum. Dieses soll es «strebsamen jungen Bauernsöhnen» ermöglichen, eine Ausbildung zum Agro-Techniker zu machen. Den kantonalen Landwirtschaftsdirektoren gefällt die Idee. Auch Bund und Kantone sind rasch an Bord. Und bald ist klar: Die neue Schule kommt in Zollikofen zu stehen. Nicht wegen der grandiosen Aussicht auf Eiger, Mönch und Jungfrau, sondern wegen der Nähe zur Sprachgrenze und den landwirtschaftlichen Schulen.
  • Anfang Juli 1967 beziehen die ersten Mitarbeitenden des Schweizerischen Landwirtschaftlichen Technikums SLT die neuen Schulgebäude. Der Campus wurde vom Berner Architekt Eduard Helfer entworfen und ist für seine Zeit wegweisend.
  • Am 13. September 1967 findet die Einweihungsfeier der neuen Schule, «Buure-Tech» genannt, statt. Anfang Oktober nehmen die ersten 75 Studenten ihre Ausbildung auf. Studentinnen und Dozentinnen gibt es noch keine. Träger des SLT sind die Kantone und das Fürstentum Liechtenstein.
  • Der erste Direktor des SLT, Fritz König, erklärt im Radio, was das Berufsziel der neuen Ausbildung ist – und was nicht: «Die zuekünftige Agrotechniker ghöre de zum landwirtschaftleche Kader.» Aber: «Dä Bruefsma isch kei Wüsseschafter.»  
  • Schon in seinen frühen Tagen wird am «Tech» nicht nur studiert: Bereits ein Jahr nach der Eröffnung beginnt sich die Schule als internationaler und wissenschaftlicher Treffpunkt zu etablieren – vorerst mit dem Kongress des Centre international d’études agricoles (CIEA).
  • Das Studium des Agrotechnikers dauert im ersten Jahrzehnt zwei Jahre. Die Ausbildung orientiert sich von Anfang an stark an der Praxis.
  • 1976 wird die Ausbildung von vier auf sechs Semester erhöht. Die Absolventinnen und Absolventen sind künftig Ingenieur-Techniker. Im ersten Studienjahr büffeln sie Grundlagenfächer. Dazu gehören Soziologie, Psychologie, Maschinenschreiben, Sprachen…
  • 1992 feiert die SLT sein 25-jähriges Jubiläum. Der Festakt findet in Fribourg statt. Das Fest – als erweitertes Sommerfest – in einem Zelt auf dem Campus. Im gleichen Jahr ändert das SLT den Namen. In Anlehnung an die industriell-gewerblichen Ingenieurschulen heisst es fortan Schweizerische Ingenieurschule für Landwirtschaft SIL. Denn, so die Trägerschaft: «Es scheint uns wichtig zu sein, auch hier landwirtschaftliche Sonderzüglein zu vermeiden.»
  • Ab 1993 startet der Studiengang Internationale Landwirtschaft. Die neuen Studierenden absolvieren gegen Ende ihrer Ausbildung ein Auslandpraktikum in Bhutan, Indien, Kamerun, Mali, Ecuador… Die neue Fachrichtung hatte auch dazu geführt, dass ein Tropengewächshaus – das «Treibhaus» – errichtet und die bestehenden Bauten erweitert wurden.
  • Der neue Name SIL ist von kurzer Dauer. Schon 1998 wird wieder umgetauft: in Schweizerische Hochschule für Landwirtschaft SHL. Sie wird als Fachhochschul-Institution anerkannt und organisatorisch – und auch visuell – der Berner Fachhochschule angegliedert.
  • 2003 müssen die Bauernsöhne – und inzwischen auch -töchter – ihre legendären Feste nicht mehr unter sich ausrichten. Der Studiengang Forstwirtschaft kommt an die SHL. Er beginnt mit nur einem Dozenten und zehn Studenten, entwickelt sich aber rasch zu einem thematisch breit gefächerten und forschungsstarken Bereich. 2004 wird die Milchwirtschaft vom Agronomiestudium abgekoppelt und als eigener Studiengang «Milchwirtschaftliche Lebensmitteltechnologie» geführt.
  • Nur vier Jahre später reformiert die SHL das Studium der «Milchwirtschaftlichen Lebensmitteltechnologie» vollständig. Ab 2007 heisst es Food Science & Management. Der Name ist Programm: Der Studiengang vermittelt breite Kenntnisse der ganzen Lebensmittelproduktion – bis hin zum Ladentisch. Und wächst innert Kürze von kaum zehn Studierenden pro Jahrgang auf über 50. Auch die Agronomie passt ihr Studium infolge der Zunahme an Pferdebetrieben an: Sie führt die Vertiefung Pferdewissenschaften ein.
  • Die SHL wächst weiter. 2009 beginnt der Masterstudiengang in Life Sciences mit der Vertiefung Agrar- und Waldwissenschaften. Platzmangel hatte allerdings schon vorher dazu geführt, dass ein Teil der Mitarbeitenden in zugemietete Büros umziehen musste. 2010 fahren die Bagger für den Aushub eines grossen Erweiterungsbaus auf.  
  • Die 2009 beschlossene Auflösung der bisherigen Trägerschaft – Kantone und Fürstentum – und Vollintegration in die BFH wird am 1. Januar 2012 vollzogen. Von nun an heisst die Schule «Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL». Im Herbst 2012 wird der Erweiterungsbau eröffnet.
  • 2014 nimmt die Abteilung Food Science & Management eine Technologiehalle in Betrieb. Sie ermöglicht alle wichtigen Grundoperationen der Lebensmitteltechnologie. Nur ein Jahr später beginnen die ersten Studierenden in der neuen Vertiefung: Food, Nutrition and Health im Master in Life Sciences.
  • 2017 feierte die HAFL wieder ein Jubiläum. Mit 50 Events zum 50sten.