Projekte

Wir arbeiten eng mit Praxispartnern, Unternehmen aus dem Gesundheitswesen, öffentlichen Institutionen und Organisationen sowie Verwaltungsstellen zusammen. Ebenso führen wir Forschungsprojekte mit weiteren Departementen der BFH sowie Schweizer Hochschulen durch.

Laufende und abgeschlossene Projekte

Allergenkennzeichnung

Das Projekt will untersuchen, welche Kennzeichnungsarten offen angebotener Lebensmittel aktuell national und international verwendet werden, welche Bedürfnisse bei Anbietern und Betroffenen bestehen und welche Kennzeichnungsformen von Betroffenen identifiziert und korrekt interpretiert werden.


ERNA (Ernährungsberatung von Kindern mit Nahrungsmittelallergien)

Die wichtigste Therapie für Kinder mit Nahrungsmittelallergien ist das Weglassen allergieauslösender Lebensmittel. Über die Wirksamkeit einer begleitenden Ernährungsberatung ist bisher wenig bekannt. Deshalb wird im Projekt ERNA untersucht, wie sich Ernährungsberatung auf die Lebensqualität, die Anzahl allergischer Reaktionen, den Ernährungsstatus und die Lebensmittelvielfalt auswirkt.


Ernährungsempfehlung im Alter

Der Bericht Schweizer Ernährungsempfehlungen im Alter soll Hintergrundinformationen über die physiologischen und psychologischen Veränderungen im Alter sowie die daraus abgeleiteten Ernährungsempfehlungen umfassen. Hauptaufgabe des Mandats ist die Erarbeitung der offiziellen Schweizer Ernährungsempfehlungen für ältere Menschen ab 60 Jahren, nach den im EEK-Bericht aufgeführten Untergruppen.


Fermentationsstrategien für die natürliche Steigerung des Vitamin B12-Gehalts in Getränken auf pflanzlicher Basis

Es ist bekannt, dass mittels bakterieller Fermentation der Vitamin B12-Gehalt in Lebensmitteln gesteigert werden kann. Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung verschiedener Fermentationsstrategien zur natürlichen Steigerung des Gehalts an Vitamin B12 in alkoholfreien, fermentierten Getränken auf Basis von Schweizer Obst und/oder Gemüse und die Abklärung der sensorischen Anforderungen seitens Konsumenten an das Produkt. Beabsichtigt wird die Entwicklung von Getränken ohne Zusatzstoffe und ohne Zuckerzusatz nach der Fermentation. In der Schweiz gibt es Bevölkerungsgruppen, welche ihren Vitamin B12-Bedarf über die Ernährung nur ungenügend decken können. Insbesondere für die stetig steigende Anzahl Veganer/innen in der Schweiz (aktuell ca. 250'000) besteht kaum eine Möglichkeit sich hinsichtlich Vitamin B12 bedarfsdeckend zu ernähren. Aber auch ältere Personen gelten als Risikogruppen für einen Vitamin B12-Mangel.


MEDPass

Die MEDPass-Studie untersucht einen innovativen Verabreichungsmodus von oralen Nahrungssupplementen mit dem Ziel, zu überprüfen, ob die Energie- und Proteinaufnahme dadurch optimiert werden kann.


OVIVA

Die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas in der Schweiz erfordern effektive, innovative Interventionen zur Gewichtsreduktion. Oviva hat vor diesem Hintergrund eine App für Ernährungsberaterinnen entwickelt deren Wirksamkeit getestet wird. 


Stakeholder negotiations on medicine shortages

It is the declared aim of the project to bring together all the primary stakeholders in the medicines supply chain process to find an agreement on the paths towards resolution of medicines shortages in CH.

Aromatase & Food

Das Projekt untersuchte die Veränderung von Aromatase-modulierenden Nahrungsmittelinhaltsstoffen bei der Zubereitung und beim Processing von Lebensmitteln und beurteilte die Relevanz für deren Einsatz als Adjuvans zu medikamentösen Therapien.


Dysphagie

In einem Vorprojekt wurde festgestellt, dass in den Gesundheitsinstitutionen 87 Begriffe zur Beschreibung der Kostformen für Patienten mit Schluckbeschwerden gebraucht werden, wie z. B. honigartig. Solche Begriffe sind unpräzis und werden dem Bedürfnis der Patientinnen und Patienten nach angepasster Kostform nicht gerecht. In diesem Projekt wurde ein Diagnose-Kit entwickelt, im Labormassstab eine industriegängige Produktelinie entwickelt, für nicht stabile Speisen eine Rezeptursammlung entwickelt, und ein Testgerät entwickelt zur schnellen Überprüfung der hergestellten Konsistenz und deren Übereinstimmung mit dem diagnostizierten Bedarf. In einem Folgeprojekt werden klinische Versuche angegangen.

Gesundheitsfördernde Gemeinschaftsgastronomie

Nach einer internationalen Literaturanalyse zum Thema Ernährungsqualität und Gesundheitsförderung in der Gemeinschaftsgastronomie, wurden eine Strukturanalyse der Schweizer Gemeinschaftsgastronomie durchgeführt und das Engagement sowie das Entwicklungspotential für Qualitätsstandards in der Branche prozessbasiert erhoben. In Einzel- und Gruppengesprächen mit Akteuren der Branche wurde die praktische Umsetzbarkeit von verbindlichen Ernährungsqualitätsrichtlinien evaluiert.


Gesundheitsförderndes Gemeinschaftsgastronomie-Angebot

Der Einsatz salzoptimierter Rezepturen gilt als effektive Massnahme zur Reduktion des Salzkonsums, einem gesundheitlichen Risikofaktor. Eine Mahlzeit sollte nicht mehr als 2.5g Salz enthalten. Gemeinsam mit Praxispartnern wurden in GG-Betrieben angebotene Mahlzeiten unter Berücksichtigung ernährungsphysiologischer und sensorischer Aspekte überarbeitet und getestet. Auf Basis eines Beliebtheitstests wurde das Konzept für den weiteren Praxiseinsatz beurteilt und angepasst.


Nahrungserhebung Kinder 1-3 Jahre

Da die nationale Ernährungserhebung auf Erwachsene beschränkt bleibt, wurde im Auftrag eines Herstellers für Kindernahrungsmittel eine entsprechende Erhebung bei kleinen Kindern durchgeführt.

Nationale Ernährungserhebung menuCH

Was essen und trinken die in der Schweiz wohnhaften Personen? Die Nationale Ernährungserhebung menuCH ging dieser Frage nach und erfasste Daten zu den Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten der Schweizer Bevölkerung.


NFP69 Salzkonsum

Das Ziel dieses Forschungsprojektes war die Reduktion des Salzkonsums mittels einer verhältnis- und verhaltensorientierten Intervention in der Gemeinschaftsgastronomie. Das Projekt ist Teil des Nationalen Forschungsprogramms NFP69.


NutriGeD

Bisher gibt es in der Schweiz keine offiziellen Hilfsmittel, welche die tamilischen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten berücksichtigen. Diese Lücke sollte das Projekt «NutriGeD» (Nutrition Gestational Diabetes) schliessen.


Qualitätsstandards einer gesundheitsfördernden Gemeinschaftsgastronomie

Nach einer systematischen Inhaltsanalyse des Forschungsgegenstandes Gemeinschaftsgastronomie (GG) wurden Akteure der Schweizer GG in einem partizipativen Prozess erfasst, befragt und unterstützt mehr Verantwortung für Ernährung und Gesundheit zu übernehmen. In qualitativen Befragungen nahmen Akteure und unmittelbar Betroffene Stellung zur Bedeutung und Verantwortung der GG für die Gesundheitsförderung und zur Umsetzbarkeit von Ernährungsqualitätsrichtlinien.


Salz in der Gemeinschaftsgastronomie: Massnahmen zur Reduktion

Nach der Festlegung des detaillierten Studienplans wurden kritische Punkte des Salzeintrags in der Gemeinschaftsgastronomie von der Anlieferung bis zum Verzehr erfasst und vorhandene Ernährungsinformationen zum Thema Salz und Gesundheit erhoben (Beobachtung, Befragung). In Kooperation mit dem BAG wurde der Salzgehalt an den kritischen Punkten laboranalytisch quantifiziert (duplicate diet study) und anschliessend ein entsprechender Massnahmenkatalog zur Salzreduktion erarbeitet.


Smart(phone) solution for dietary and physical activity assessment in practice and research

Der Prototyp einer Smartphone-Applikation zur synchronen Bewegungs- und Ernährungserfassung wurde auf seine Anwendbarkeit in der Ernährungsberatung übergewichtiger Personen geprüft. Für den praxistauglichen Einsatz in Ernährungsberatung und -forschung wurde in Folge ein webbasiertes Datenauswertungskonzept umgesetzt. Zur Sicherstellung der Datenqualität wurde zunächst die Bewegungserfassung validiert, die als Grundlage für die Validierung der Ernährungserfassung notwendig ist.


Smartphone-basiertes Hilfsmittel für eine nachhaltig wirksame Ernährungsberatung bei übergewichtigen / adipösen Erwachsenen - Entwicklung eines Anwendungsmodells für die Ernährungsberatung

Die Forschungsgruppe entwickelte eine erste Skizze für ein nachhaltiges Anwendungsmodell. Um die Voraussetzungen zu kennen, unter denen ERBs bereit sind, smartSolution in der Praxis einzusetzen, wurde in einem Workshop mit ERBs das Modell diskutiert bzw. konkretisiert. Ebenfalls wurden mit unterschiedlichen Stakeholdern Interviews dazu geführt. Parallel wurde smartSolution weiter optimiert und die App mit einfachen Tools zur Motivationssteigerung erweitert.


Ernährungsberatung mit Unterstützung des Smartphones als Erhebungs- und Bewegungs-Analysegerät: Machbarkeit und Entwicklungspotential

Eine neue, für die Ernährungsberatung praxistaugliche Methode zur synchronen Erfassung von Verzehrsdaten und automatischen Bewegungsmessung mittels Smartphone Applikation wurde technisch realisiert, auf ihre Funktionalität geprüft und in der Anwendung mit Klientinnen und Klienten auf ihre Praxistauglichkeit und Plausibilität getestet. Ergänzend wurde die mögliche Nutzeninnovation im Vergleich zu konventionellen Angeboten identifiziert.