Konsumentenverhalten

Wenn Sie die Konsument*innen verstehen und Ihre Aktivitäten darauf ausrichten, werden Sie Ihre Lebensmittel-Produkte erfolgsversprechend vermarkten können.

Die Konsument*innen stehen am Ende der Wertschöpfungskette. Um Lebensmittel-Produkte und Dienstleistungen erfolgreich vermarkten zu können, müssen sie aber von Anfang an miteinbezogen werden. Wir ergründen die Motive, Bedürfnisse und Verhaltensweisen von Konsument*innen spezifisch für Ihre Produktkategorie und empfehlen Ihnen, wie Sie dieses Wissen gewinnbringend einsetzen können. Dabei arbeiten wir praxisrelevant und anwendungsorientiert.

Kompetenzen

Konsumentenbefragungen

  • Fragebogenentwicklung, Durchführung von Umfragen, statistische Auswertung der Daten
  • Landesweite Umfragen und experimentelle Studien
  • Online-Umfragen mit eigenem landesweiten und/oder regionalem Panel
  • Qualitative Interviews mit Konsument*innen und Expert*innen sowie Fokusgruppen mit Leitfaden, Transkripte und Auswertung

Methoden

  • Quantitative Forschungsmethoden wie Segmentierungen, Treiberanalysen, experimentelle Designs
  • Qualitative Forschungsmethoden wie Interviews und Fokusgruppen

Projekte

Die technologiegetriebene Forschung im Lebensmittelbereich beschäftigt sich aktuell stark mit den Möglichkeiten Lebensmittel dreidimensional zu drucken. Gleichzeitig ist wenig darüber bekannt, was die Haltung der Konsumentinnen und Konsumenten ist. Im Kontext, dass in der Schweiz eine Präferenz für naturbelassene Produkte besteht, drängt sich diese Frage umso mehr auf. Unter welchen Umständen entscheiden sich bestimmte Konsumenten für gedruckte Produkte? Wie korreliert dies mit ihrem Interesse an und ihrem Wissen über Lebensmittel? Liegt das grösste Potenzial bei individualisierten Lebensmitteln und wie stellen sich die Konsumentinnen und Konsumenten das vor? Um die Akzeptanz dieser neuen Technologie in der Bevölkerung zu eruieren, führen wir in diesem Projekt eine umfassende, landesweite Umfrage sowie Konsumentendegustationen durch.
Projektleitung: Thomas Brunner, Mathilde Delley, Christoph Denkel

Rund ein Drittel aller Lebensmittel gehen irgendwo auf dem Weg vom Acker bis zum Teller verloren; die Hälfte davon in den privaten Haushalten. Neben der ethischen Dimension dieses Problems trägt dieser Verlust auch signifikant zur Umweltbelastung bei. In diesem Projekt untersuchen wir, wie Konsumentinnen und Konsumenten mit der Problematik umgehen, welche Typen in Bezug auf Food Waste es gibt und wie man diese Segmente spezifisch ansprechen kann, um möglichst effizient die Menge an verschwendeten Lebensmitteln einzudämmen.
Projektleitung: Thomas Brunner, Mathilde Delley

Insekten werden als Lebensmittel der Zukunft gehandelt. Wie sieht es mit der Akzeptanz in der Schweizer Bevölkerung aus? Mit welchen Argumenten könnte man Konsumenten gewinnen und welches Segment ist dafür am offensten? Diese und weitere Fragen werden mit einer umfassenden Umfrage in der Deutsch- und Westschweiz beantwortet und mit Degustations-Experimenten weiter analysiert. 

Fast ein Drittel der Umweltbelastung, die der Konsum verursacht, ist laut Bundesamt für Umwelt auf den Nahrungsmittelbereich zurückzuführen. Konsumierende, die nachhaltig leben wollen, versuchen dem entgegenzuwirken. Dabei haben sie eine genaue Vorstellung davon, was unter einer nachhaltigen Ernährung zu verstehen ist. Die Dissertation «Nachhaltiger Konsum und Lebensstile in der Schweiz - Eine soziologische Betrachtung individueller Selbstwahrnehmung des Lifestyle of Health and Sustainability» analysiert diese Vorstellungen, das Handeln der Konsumierenden sowie Barrieren und Widersprüche, mit denen sie sich konfrontiert sehen. Sie ist im Peter Lang Verlag erschienen.

Ein Müsli ist gesünder als ein Croissant. Das wissen die meisten Menschen, denn das Wissen über gesunde Ernährung ist gross. Dennoch entscheiden sich tagtäglich viele für weniger gesunde Nahrungsmittel, denn das Essverhalten wird nur zu einem kleinen Teil von Wissen beeinflusst, zu einem grösseren Teil von Reizen in der Umwelt. Das Projekt versucht einerseits, solche Reize zu identifizieren und zeigt, wie Aktivierungen von Gesundheitsmotiven zu einer vermehrten Wahl von gesunden Nahrungsmitteln führen können.

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