Familienmediation

Familienmediation befasst sich mit Übergangssituationen im Familiensystem: mit Scheidungen und Trennungen, Paarkonflikten und Konflikten in Generationenbeziehungen.

Der Studiengang:

  • befähigt Sie, Mediationsverfahren im Kontext von Familien zu initiieren, zu steuern und mit einer Vereinbarung abzuschliessen,
  • befähigt Sie, rechtliche Spielräume zu nutzen und auf die Bedürfnisse und den Einbezug von Kindern und Jugendlichen zu achten,
  • gibt Ihnen die Möglichkeit, eine vom Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannte Mediationsausbildung zu absolvieren.
Interagierende Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 16 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist Laufend
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten ca. CHF 7‘440
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Einstieg jederzeit möglich
  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation – Kursprogramm 2019

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement - Programm offene Kurse 2019

Inhalt + Aufbau

Portrait

Familienmediation befasst sich mit Übergangssituationen im Familiensystem. Dazu gehört nicht nur die Scheidungs- und Trennungsmediation, sondern auch Mediation bei Paarkonflikten, Konflikten in Generationenbeziehungen (z. B. Erbschaftskonflikte, Pflegebeziehungen im Alter) und Fortsetzungsfamilien. Immer öfter werden auch Themen aus der Nachscheidungsphase (z. B. Besuchsrechtskonflikte) bearbeitet. Ein weiterer Fokus der Ausbildung liegt auf dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen und ihren Bedürfnissen im Mediationsprozess.

Ausbildungsziel

  • Sie qualifizieren sich für die selbständige Durchführung von Mediationen gemäss den Ausbildungsstandards des Schweizerischen Dachverbands Mediation (SDM). 
  • Sie können Mediationsverfahren im Kontext von Familien initiieren, steuern und mit einer Vereinbarung abschliessen. 
  • Sie können die Dynamik von Familien in Übergangssituationen aus einem psychologischen Blickwinkel betrachten. 
  • Sie kennen die rechtlichen Bezugspunkte und nutzen die Spielräume für eine individuelle Regelung. 
  • Bei Mediationen mit Kinderbelangen achten Sie auf die Bedürfnisse und den Einbezug der Kinder und Jugendlichen und unterstützen die Eltern in der Klärung der Situation mit ihren Kindern. 
  • Sie reflektieren und klären Ihr Rollenverständnis, Ihre Denk- und Handlungsweise sowie Ihre Haltung als Mediatorin oder Mediator.

Der CAS umfasst 16 Studientage:

Interaktives Kontaktstudium 

Ein intensiver Lernprozess kommt über das Zusammenwirken unterschiedlicher Lernformen zustande. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen Didaktikmethoden wie Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, sodass praxisorientiertes, erwachsenengerechtes Lernen möglich wird. In der Supervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis begleitet, reflektiert und in der Supervisionsgruppe bearbeitet. 

Transferorientiertes Selbststudium 

Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen: 

  • Selbst organisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung als effektive Form zur Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte.
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Zusätzlich wenden Sie Ihre Kenntnisse in der Begleitung von konkreten Mediationsfällen an.

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Mindestens 90 Prozent Präsenz im Unterricht.
  • Die Abschlussarbeit umfasst die Dokumentation eines Mediationsfalles und einen Supervisionsbericht. Die Arbeit erfolgt gemäss den Standards des Schweizerischen Dachverbandes Mediation (SDM).
  • Kolloquium zur Besprechung der Abschlussarbeit

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Dozierende der Berner Fachhochschule, ausgewählte externe Hochschuldozentinnen und -dozenten sowie ausgewiesene Expertinnen und Experten  aus der Praxis.

Voraussetzungen + Zulassung

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich insbesondere an Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Recht, Pädagogik, Gesundheit, Psychologie, Beratung, sowie weiteren Berufsfeldern.

Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation oder ein vergleichbarer Abschluss.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

16 Studientage, Dauer ca. 12 bis 24 Monate

Einstieg aufgrund des modularen Systems jederzeit möglich.

Studienort + Infrastruktur