Überversorgung im stationären Bereich

Wie häufig erhalten Patienten unnötige chirurgische Eingriffe im Schweizer Gesundheitswesen?

Steckbrief

Ausgangslage

40 bis 50 Prozent der Patient*innen werden nicht im Einklang mit medizinischen Guidelines behandelt und viele Eingriffe werden unnötigerweise gemacht. Neben der Ressourcenverschwendung kann die Überversorgung zu unnötigem Leid führen bei den Patient*innen.

Vorgehen

Wir identifizieren einen breiten Katalog an Eingriffen und Behandlungen, die gemäss klinischen Guidelines und der medizinischen Literatur wenig bis keinen Nutzen stiften (Low-Value Care). Darauf aufbauend messen wir das Ausmass und die Trends in der Überversorgung in Schweizer Spitälern.

Ergebnisse

Zwischen 2012 und 2022 haben schätzungsweise 296'000 Patient*innen mindestens eine medizinisch nicht notwendige Leistung in Schweizer Spitälern erhalten.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen