Portrait de diplomé-e-s 2022 de la BFH-HAFL

Qui sont cette année nos diplômé-e-s de bachelor et de master en Agronomie, Sciences forestières et Sciences alimentaires? Six étudiant-e-s de bachelor et quatre de master se présentent et nous parlent de leur travaux de diplôme. Les portraits ont été rédigés et enregistrés dans la langue parlée par l’étudiant-e.

Portraits des diplômé-e-s de bachelor

Johanna Capaul Agrandir l'image

Johanna Capaul

«Der Stängelnematode Ditylenchus dipsaci ist ein Schädling im Feld- und Gemüsebau. Er weist rund 500 Wirtspflanzen im Acker- und Gemüsebau auf und ist in der Schweiz auf nahezu 3'000 Hektaren verbreitet. Bei einem Befall zeigen die Wirtspflanzen Deformierungen und Verdickungen an Stängel und Blätter, wobei dieser bis zum Keimlingstod führen kann. Anschliessend können Pilze und Bakterien in die Pflanzen eindringen und Fäulnis verursachen. Gegen den Schädling sind keine direkten Bekämpfungsmethoden mit Pflanzenschutzmitteln erlaubt. Mögliche Massnahmen bei vorhandenen Stängelnematoden sind unter anderem der Verzicht auf den Anbau der Wirtspflanze von vier bis sieben Jahren auf der betroffenen Parzelle. Die Anpassung der Fruchtfolge hat das Ziel, die Anzahl Nematoden im Boden sowie Schäden an Kulturen zu verringern. In meiner Bachelorarbeit habe ich anhand von vier Nematoden-Populationen aus unterschiedlichen geographischen Gebieten und zehn möglichen Wirtspflanzen untersucht, ob die Stängelnematode in die Wirtspflanze eindringen und ob sie sich in den Pflanzen vermehren. Anhand der Symptome sowie der Vermehrungsrate konnte ich die Pflanzen in Wirtspflanzen, Pflanzen mit Wirtseigenschaften sowie Nicht-Wirtspflanzen einteilen.»

Studiengang

BSc Agronomie mit Vertiefung in Pflanzenwissenschaften.

Woher ich komme

Nach der Lehre als Gemüsegärtnerin EFZ habe ich auf verschiedenen Gemüsebaubetrieben im Kanton Thurgau gearbeitet und anschliessend noch ein Teil des landwirtschaftlichen Vorstudienpraktikums nachgeholt.

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Seit ich meine Lehre als Gemüsegärtnerin EFZ begonnen habe, ist der Gemüsebau meine Leidenschaft. Die Arbeit mit und in der Natur, die Maschinen und Geräte sowie das Verantwortung übernehmen, haben mir stets gefallen. Zudem hat bereits mein Vater das frühere «Tech-Studium» in Agronomie an der BFH-HAFL absolviert. Neben dem Gemüsebau wollte ich die Landwirtschaft, insbesondere den Ackerbau, noch besser kennenlernen und meinen Horizont erweitern. Das praxisnahe Lernen und Studieren, die kompetenten Dozenten*innen sowie die Feldübungen haben mich schlussendlich vom Agronomie-Studium mit der Vertiefung Pflanzenwissenschaften an der BFH-HAFL überzeugt.

Wo ich als Nächstes hingehe

Ab Herbst 2022 arbeite ich an der BFH-HAFL als Assistentin in Gemüsebauprojekten.

Titel meiner Abschlussarbeit

«Untersuchung der Wirtseigenschaften von vier Nematodenpopulationen von Ditylenchus dipsaci bezüglich deren Infektiosität und Reproduktionsfähigkeit in-vivo bei zehn Wirtspflanzen»

Betreuung

Dr. Alan Storelli, BFH-HAFL, und Prof. Dr. Andreas Keiser, BFH-HAFL.

Nicolas Marti Agrandir l'image

Nicolas Marti

«Die Futterautonomie von Milchviehbetrieben und der Anbau von Körnerleguminosen mit deren agronomischen Vorteilen haben mich bereits seit längerer Zeit interessiert. Durch den Unterricht in Futtermittelkunde im Studium wurde ich auf die weisse Süsslupine aufmerksam. Ich habe mich gefragt, warum diese praktisch nicht in der Milchviehfütterung eingesetzt wird. Zu diesem Thema sind nur sehr wenig Forschungsdaten aus den 1990er Jahren vorhanden. Ich war von der weissen Süsslupine fasziniert und wollte den Einsatz in der Milchviehfütterung testen. Durch die vorherrschende Sojaproblematik war mir klar, dass sich meine Bachelorarbeit mit dem Ersatz von Soja durch die weisse Süsslupine befassen muss. Diese sollen auf dem Betrieb angebaut werden, um Importabhängigkeit zu reduzieren.

In meiner Bachelorarbeit wurde das Sojaextraktionsschrot des Proteinausgleichsfutters des Lärchenhofs durch weisse Süsslupinen ersetzt und mit gewissen pansenstabilen Aminosäuren ergänzt. Dann wurde im Fütterungsversuch mit 24 Tieren der Einfluss auf die Milchleistungsparameter untersucht. Durch diesen Ersatz wurde lediglich die Milcheiweissproduktion signifikant negativ beeinflusst. Somit kann gesagt werden, dass der Ersatz von Soja durch Süsslupinen mit entsprechender Ergänzung möglich ist. Bereits ein partieller Einsatz von betriebseigenen Körnerleguminosen in der Milchviehfütterung könnte dazu beitragen, die Futterautonomie des Betriebes zu stärken, die Abhängigkeit von Importen zu senken und die Sojaproblematik zu entschärfen.»

Studiengang

BSc in Agronomie mit Vertiefung in Nutztierwissenschaften.

Woher ich komme

Ich bin in Abtwil im Kanton Aargau auf einem Milchproduktionsbetrieb aufgewachsen. Die Milchkühe haben mich schon von klein auf fasziniert, deshalb habe ich nach der Schulzeit die Lehre als Landwirt EFZ absolviert. Nach der Berufsmatura arbeitete ich ein halbes Jahr in Neuseeland auf einem landwirtschaftlichen Betrieb. 2019 startete ich den Bachelor in Agronomie mit der Vertiefung Nutztierwissenschaften an der BFH-HAFL. Während meinem Studium war ich stets auf dem elterlichen Betrieb tätig und arbeitete etwa 20 Prozent im Transport von Milch.  

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Nach der Lehre wollte ich mein Wissen über die Milchproduktion, insbesondere was die Milchkuh betrifft, vertiefen. Mein Ziel ist es, den elterlichen Betrieb später erfolgreich zu führen und auch in Zukunft effizient und ressourcenschonend das hochwertige Nahrungsmittel Milch produzieren zu können. 

Wo ich als Nächstes hingehe

Nach dem Studium werden meine Freundin und ich in Tasmanien auf einem Milchproduktionsbetrieb arbeiten, um neue Erfahrungen für die effiziente Milchproduktion in der Schweiz zu sammeln. Nach der Heimkehr werde ich zusammen mit meiner Freundin und meinem Vater den Lärchenhof führen. Weiter werde ich zu 80 Prozent am BBZN Hohenrain als Futterbau Lehrer und Berater tätig sein.

Titel meiner Abschlussarbeit

«Ersatz von Soja durch betriebseigene Körnerleguminosen in der Milchviehfütterung»

Betreuung

Stefan Probst, BFH-HAFL.
 

Dzenita Bajramovic Agrandir l'image

Dzenita Bajramovic

«Ich hatte zuvor bereits eine Vorarbeit über die Nacherntebehandlung von Karotten mit Bakterienstämmen geschrieben. Die Arbeit im Labor hat mir so gut gefallen, dass ich mich entschieden habe, darauf basierend meine Bachelorarbeit zu schreiben. Dabei war es das Ziel, mithilfe von Laborversuchen, das Wachstum des Schwarzfleckenpilzes auf Karotten zu hemmen. Dafür wurden vier verschiedene Bakterienstämme verwendet und es wurden zwei Experimente durchgeführt. Zusätzlich wurde die antifungale Aktivität der Stämme untersucht. Diese Arbeit dient dazu, aus den Stämmen Schutzkulturen zu erstellen, um Nachernteverluste bei der Karottenproduktion zu minimieren. Obwohl ich keine Ausbildung im Bereich der Mikrobiologie hatte, war es dank der umfassenden Betreuung eine Freude, diese Arbeit durchzuführen.»

Studiengang

BSc in Lebensmittelwissenschaften mit Vertiefung in Technologie.

Woher ich komme

Ich bin in Ittigen in Bern aufgewachsen. Ich habe die Ausbildung zur Kauffrau gemacht und anschliessend die gesundheitliche Berufsmatur mit Schwerpunkt in Chemie und Biologie abgeschlossen. Nebenbei habe ich als Kauffrau gearbeitet in diversen Branchen. Während dem Studium durfte ich in einer Saftbar arbeiten, wobei ich stetig den Kontakt zu Lebensmitteln hatte.

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Dieses Studium verbindet auf ideale Weise mein Interesse an Lebensmittel und meine Kompetenzen als Kauffrau. Da ich bereits Kenntnisse in den wirtschaftlichen und in den naturwissenschaftlichen Fächern hatte, war ich optimal für dieses Studium vorbereitet. Nach dem Besuch eines Infoanlasses mit dem Studiengangsleiter Stefan Bürki war für mich klar, dass ich mich für dieses Studium entscheiden würde.

Wo ich als Nächstes hingehe

Nach dem Abschluss mache ich eine kurze Pause und werde auf Reisen gehen. Anschliessend möchte ich gerne im Bereich der Produktionsentwicklung oder im Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung einsteigen.

Titel meiner Abschlussarbeit

«Optimierung der Nacherntebehandlung von Karotten mit Stämmen für die Biokontrolle gegen Thielaviopsis basicola»

Betreuung

Prof. Dr. Elisabeth Eugster, BFH-HAFL.

Dominik Rohrer Agrandir l'image

Dominik Rohrer

«In meiner Bachelorarbeit analysierte ich den ernährungsbedingten Fussabdruck einer Projektgruppe von 18 zukünftigen Bewohner*innen des Urbanen Dorfes Webergut. Die konsumierten Lebensmittel wurden in unterschiedliche Kategorien eingeteilt und mit globalen Vorgaben für eine nachhaltige Ernährung für Mensch und Planet (Planetary Health Diet) verglichen. Die grössten Differenzen zeigten sich in den Kategorien Milchprodukte, Rindfleisch und Eier. Während der Auswertung der 80 Tagesprotokolle stellte sich die grosse Menge an Daten als grosse Herausforderung für mich heraus. Die Aufschlüsselung der Lebensmittel in die einzelnen Komponenten erforderte dabei die meiste Zeit. Positiv überrascht wurde ich von der grossen Teilnahmebereitschaft der Projektgruppe bei der selbständigen Protokollierung.»

Studiengang

BSc in Lebensmittelwissenschaften mit Vertiefung in Food Business.

Woher ich komme

Ich bin in Wilen b. Wil im Kanton Thurgau aufgewachsen und habe 2016 meine Lehre als Koch abgeschlossen. Nach der Berufsmittelschule und einem Jahr Militärdienst habe ich 2019 das Studium an der BFH-HAFL begonnen.

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Ich habe schon seit meiner Kindheit grosses Interesse an Lebensmitteln, am Kochen und Essen. Das Studium ermöglichte es mir, einen noch tieferen Einblick in die Thematik Lebensmittel zu erlangen. Mein Ziel ist eine berufliche Tätigkeit, bei der ich die Begeisterung für Lebensmittel und deren Herkunft ausleben kann. Am liebsten auch in Kombination mit Auslandaufenthalten.

Wo ich als Nächstes hingehe

Ab Oktober werde ich eine Teilzeitstelle im Service/Bar im Restaurant Löscher im Berner Breitenrainquartier antreten. Ich will diese Chance nutzen, um neue Erfahrungen in der Gastronomie zu sammeln und mich im Bereich Lebensmittel noch diverser weiterzubilden.

Titel meiner Abschlussarbeit

«Quantifizierung und Bewertung des ernährungsbedingten Umweltfussabdruckes. Standortbestimmung der zukünftigen Bewohner und Bewohnerinnen des «Urbanen Dorfes Webergut» in Zollikofen»

Betreuung

Dr. Matthias Meier, BFH-HAFL.

Laure Oberli Agrandir l'image

Laure Oberli

«Partant de deux constats de base, le déficit de (très) vieux arbres et la nécessité de reconnaitre les diverses valeurs attribuées à la forêt dans la gestion forestière, j’ai souhaité explorer la pertinence et les possibilités de créer un réseau de vieux arbres pérennes, à caractère sacré et choisis avec la population. Mon étude relève des sciences sociales. J’ai choisi une méthode dans laquelle chaque entretien est directement analysé et les résultats influencent la direction de l’entretien suivant. Cette méthodologie se situe quelque peu à l’inverse de celle habituellement utilisée en sciences «dures» et permet de défricher des thématiques encore peu explorées, car la «théorie émerge du terrain». J’ai donc effectué une quinzaine d’entretiens avec des personnes aux profils très divers (forestiers, chamanes, chercheurs, politiques, etc.), qui m’ont permis de sonder la pertinence, actuelle et dans nos sociétés, de mettre en avant un possible aspect sacré des arbres. Il ressort des entretiens un appel à revoir notre relation à la nature et à reconstruire un lien respectueux au travers des valeurs actuelles attribuées à cet écosystème. Les valeurs esthétiques des arbres, leurs fonctions représentatives et l’intérêt pour l’écologie ressortent comme des pistes porteuses. Et bien que les valeurs spirituelles ne soient plus dominantes, elles méritent aussi d’être considérées lorsqu’elles se présentent. De ces enseignements, j’ai pu élaborer des pistes de réflexion pour le projet que j’ai nommé «Arbre-lien». Ce nom est une invitation à créer du lien et des liens, entre les gens, les professions, la nature et l’humain, et au sein de la nature elle-même.» 

Filière d’études

BSc en Sciences forestières, orientation Forêt et société

Mon parcours / D’où je viens  

J’ai passé mes 8 premières années de vie à Gland, dans le canton de Vaud. Ma famille s’est ensuite installée dans la commune lacustre de La Tène, dans le canton de Neuchâtel. C’est dans cette ville que j’ai étudié l’économie et le droit au lycée. Passionnée par la diversité des cultures humaines, j’ai poursuivi mon cursus par un bachelor en ethnologie, géographie et sociologie à l’Université de Neuchâtel. Des échanges linguistiques au Canada et à Berlin, divers voyages et emplois ont participé à façonner ma vision du monde. J’ai ensuite entamé le stage préliminaire aux études à la HAFL, que j’ai effectué dans trois domaines différents : forestière-bucheronne, arboriste-grimpeuse et chargée de projet pour Pro Natura Neuchâtel. J’ai choisi de faire mon bachelor à temps partiel pour pouvoir m’insérer dans la vie professionnelle en parallèle à mes études. Cela m’a permis de décrocher un poste d’enseignante à 20% dans une école professionnelle (CFC de Forestier.ère-bucheron.ne) et de réaliser divers mandats en tant qu’indépendante, dans la communication et les relations publiques par exemple. 

Pourquoi j’ai choisi ces études

Vers 25 ans, j’ai ressenti le besoin de me rapprocher de la nature et de travailler avec elle. Mon amour pour les arbres m’a amenée à m’intéresser aux diverses formations proposées en lien avec la forêt. J’ai choisi la HAFL pour son aspect plus «pratique» et surtout pour le stage préliminaire qui doit être effectué comme condition d’entrée. L’anthropologue que je suis savait pertinemment que pour comprendre un milieu (qu’il soit naturel ou social), il faut «le vivre et l’expérimenter». 


Mon projet pour la suite

Mon parcours un peu «touche-à-tout» m’a permis de développer des compétences très diverses. Le mélange des sciences sociales et des sciences forestières me prédispose à me pencher sur des thématiques en lien avec la fonction sociale de la forêt. Côté emploi, je travaille déjà à 50% comme aménagiste des forêts au service cantonal neuchâtelois (SFFN) et j’ai conservé mon poste d’enseignante à l’école professionnelle (20%). Ce temps partiel me laisse le loisir de développer d’autres intérêts.

Le titre de mon mémoire

«L’arbre-lien, qui cache une forêt d’interactions. Une exploration de la pertinence et des possibilités de créer un réseau de vieux arbres, à caractère sacré et pérenne, dans les forêts suisses.»

Encadrement

Evelyn Coleman-Brantschen, BFH-HAFL et Ernst Zürcher, BFH-HAFL. 

Daniel Gerber Agrandir l'image

Daniel Gerber

«Während eines Gesprächs mit Prof. Martin Ziesak habe ich erfahren, dass die BFH-HAFL ein Seilkransimulationstool entwickeln will. Aufgrund meiner praktischen Erfahrungen in der Seilkranbringung und meiner Begeisterung für diese Holzerntetechnik war für mich schnell klar, dass ich meine Bachelorarbeit zu diesem Thema schreiben möchte. 

Da für die Entwicklung eines Simulationstool viele Daten nötig sind, bestand meine Hauptarbeit darin, Daten zu sammeln. Dafür habe einen Forstunternehmer mit einer Zeitstudie begleitet.  Die aufgenommenen Daten habe ich dann bereinigt und erste Auswertungen damit gemacht. Es hat sich herausgestellt, dass sich aus den gesammelten Daten keine generellen Schlüsse ziehen lassen. Dies hängt auch damit zusammen, dass die Ausgangslage für Seilkraneinsätze sehr breit variieren kann, welche das Simulationstool dereinst berücksichtigen können soll.»

Studiengang

BSc in Waldwissenschaften mit den Vertiefungen Wald und Holzwirtschaft sowie Gebirgswald und Naturgefahren.

Woher ich komme

Ich bin in Wiggen auf einem Bauernbetrieb aufgewachsen. Ich habe eine Lehre als Forstwart EFZ mit lehrbegleitender technischer Berufsmaturität absolviert. Anschliessend sammelte ich Berufserfahrung im Forstunternehmen des Vaters. Während dreier Jahre, bis zum Beginn meines Studiums in Zollikofen, war ich dort vorwiegend bei der Holzernte, mit konventionellem Seilkran, tätig.

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Aufgrund der bereits während der Lehre gemachten Berufsmaturität war keine Aufnahmeprüfung oder Praktikum notwendig. Bei der Frage, ob ich die Försterschule besuchen sollte, oder an de BFH-HAFL Waldwissenschaften studieren, fiel die Entscheidung auf die BFH-HAFL. Hier wird mir ein breiteres Studium mit mehr Möglichkeiten nach dem Abschluss geboten – und der Unterschied von einem Jahr Studiendauer fällt auch nicht gross ins Gewicht.

Wo ich als Nächstes hingehe

Ich habe bereits Mitte Juli 2022 angefangen als Revierförster bei der Dienststelle Wald des Kantons Luzern zu arbeiten. Zu meinen Aufgaben gehören unter anderem die Planung und Anzeichnung, Schutzwaldpflege im Revier, Bearbeitung Beitragsgesuche im Revier zu Jungwaldpflege, Seilkranerschliessung und die Umsetzung von Biodiversitätsfördermassnahmen. Zudem bin ich Projektleiter für die Gehölzpflege entlang der Kantonsgewässer im ganzen Kantonsgebiet und für die Gehölzpflege entlang der Kantonsstrassen im Gebiet Waldregion Entlebuch verantwortlich.

Titel meiner Abschlussarbeit

«Produktivitätsbeeinflussende Faktoren bei der Holzernte mit Gebirgsharvester»

Betreuung

Patrick Dietsch, BFH-HAFL

Portraits des diplômé-e-s de master

Elisa Bossi Agrandir l'image

Elisa Bossi

«Für meine Masterarbeit verbrachte ich mehrere Tage auf der Alp Sesvenna im Unterengadin, um 17 für die Alpen typische Futterpflanzen zu sammeln, zu trocknen und zu Pulver zu vermahlen. Anschliessend untersuchte ich im Labor die Futterqualität der gesammelten Pflanzen. Zusätzlich habe ich bei meinen Wanderungen auf der Alp die verschiedenen Pflanzengesellschaften kartiert, so dass ich wusste, welche Arten von Weiden es gibt und welche Gebiete reich an Biodiversität sind. All diese Informationen halfen mir, Bewirtschaftungsempfehlungen für die Alp Sesvenna zu formulieren und die Wechselwirkung zwischen Alpentieren, Pflanzen und landwirtschaftlicher Nutzung zu verstehen. Das erfreulichste Ergebnis meiner Arbeit ist, dass die Alp-Futterpflanzen sehr viel Potenzial haben und von guter Qualität sind. Es gibt noch so viel, was mit neuen Untersuchungen entdeckt werden könnte!»

Studiengang 

MSc in Life Sciences mit Vertiefung in Agrarwissenschaften, Schwerpunkt Regionalmanagement in Gebirgsräumen (Alpenmaster).

Woher ich komme

Ich bin im schönen, sonnigen Tessin geboren und aufgewachsen. Nach der Matura absolvierte ich ein einjähriges Praktikum auf einem Landwirtschaftsbetrieb im Jura und lerne so sehr viel über diesen grossartigen Beruf. Anschliessend studierte ich an der BFH-HAFL Agronomie mit der Vertiefung in Internationaler Landwirtschaft. Dabei machte ich eine der besten Erfahrungen meines Lebens: Für meine Bachelorarbeit konnte ich im Rahmen eines Berufspraktikums in Ghana ein Forschungsprojekt zu Agroforstwirtschaft im Kakaoanbau durchführen.

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Nach dem Abschluss meines Bachelorstudiums wollte ich mich mehr auf die lokale Lebensmittelproduktion und die Landwirtschaft im Alpenraum konzentrieren. Als Fortsetzung meines Studiums konnte ich im «Alpenmaster» mein Wissen und meine Kompetenzen zu nachhaltiger Landwirtschaft, das ich mir während meines Bachelorstudiums erarbeitet hatte, auf die Schweizer Landwirtschaft anwenden. Dieses Masterprogramm ermöglicht ein vertieftes Verständnis der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Aspekte der gesamten Lebensmittelwertschöpfungskette und auch des gesellschaftlichen Lebens in den Bergregionen.

Wo ich als Nächstes hingehe

Ich bin als landwirtschaftliche Beraterin beim Plantahof in den schönen Bündner Alpen tätig.


Titel meiner Abschlussarbeit

«Bewirtschaftungskonzept und Kartierung der Biodiversitätsförderflächen der Alp Sesvenna im Unterengadin»

Betreuung

Prof. Dr. Beat Reidy, BFH-HAFL, Dr. Simon Ineichen, BFH-HAFL, und Reto Elmer, Plantahof.

Anna Braun Agrandir l'image

Anna Braun

«ProSpecieRara setzt sich für die Erhaltung der genetischen und kulturhistorischen Vielfalt von Kulturpflanzen ein, was mich bereits während des Bachelorstudiums interessiert hat. Mit meiner Masterarbeit zeige ich Optionen auf, wie ProSpecieRara-Gemüsesorten in der lokalen Wertschöpfungskette im Kanton Bern besser integriert werden können. Mit vielfältigen Methoden untersuchte ich das Nutzungspotential von elf Gemüsesorten im landwirtschaftlichen Anbau, in der Direktvermarktung und in der Nischengastronomie. Sorten, wie beispielsweise die Gurke «Russische», die wichtige agronomische Eigenschaften erfüllt und gleichzeitig kulinarisch überzeugt, schneiden gut ab. Dabei ist die Kooperation und das Teilen von Wissen zwischen Endkonsument*innen, Gastronomie und Landwirtschaft zentral.»

Studiengang

MSc in Life Sciences mit Vertiefung in Agrarwissenschaften, Schwerpunkt Wertschöpfungsketten und ländliche Entwicklung.

Woher ich komme

Nach der Matura habe ich mich für das Bachelorstudium in Agronomie mit Vertiefung Internationale Landwirtschaft an der BFH-HAFL entschieden. Das Vorstudienpraktikum, die drei Jahre Studium und das sechs-monatige Auslandpraktikum im Rahmen der Bachelorarbeit waren ideal, um mein Interesse für die Landwirtschaft und meine Faszination nach fernen Kulturen und Ländern zu kombinieren.

Warum ich mich für dieses Studium entschieden habe

Das Masterstudium an der BFH.HAFL bot mir die Möglichkeit zur Vertiefung agronomischer Themen und der Erweiterung meines Wissens im Bereich Wertschöpfungsketten und ländlicher Entwicklung. Ausserdem gefällt mir die Atmosphäre an der BFH-HAFL sehr. Die internationale Ausrichtung des Masterstudiengangs und die Interdisziplinarität empfinde ich als grosse Bereicherung. 

Wo ich als Nächstes hingehe

Nach meinem Studium habe ich die Chance bekommen an der BFH-HAFL als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Team Nachhaltigkeit meinen Beitrag zu leisten. Momentan arbeite ich an zwei grösseren Projekten zum Thema Klimaschutz in der Landwirtschaft mit. Davon ist eines national und das andere international ausgerichtet, was meinem Hintergrund und meinen Interessen sehr entspricht.

Titel meiner Abschlussarbeit

«ProSpecieRara-Gemüse im Anbau, in der Direktvermarktung und Nischengastronomie im Kanton Bern»

Betreuung

Hans Ramseier, BFH-HAFL, und Dr. Karin Zbinden, BFH-HAFL.

Annika Winzeler Agrandir l'image

Annika Winzeler

“For my master’s thesis, I worked with a carabid beetle sample from a field trial in the Swiss lowland collected by Christian Ramseier in 2016. For his master’s thesis, he investigated the relationship between landscape, cultivation, biodiversity, and pest control. Therefore, he collected ground beetles in fifty-five cereal fields at nineteen study sites in the cantons of Lucerne, Bern, and Fribourg. With this particular sample, I investigated the influence of the surrounding landscape on species richness, abundance, diversity, and on various species indices such as body size and food preference of ground beetle communities.

Since the field trial was already finished, I focused mainly on GIS and statistics. By combining data from the Swiss official cadastral survey and the cantonal agricultural surveys, I was able to gain a lot of valuable experience in QGIS. Since agricultural geodata were not yet available for Lucerne in 2016, I had to map them myself.

A total of 5,973 individuals of 61 species were collected, but communities were dominated by a few species. The abundance of carabid beetles (= number of individuals) varied between the two sampling positions observed, field edge and field centre, but I found no difference in species richness. Surprisingly, I found no effect of surrounding landscape on species richness. However, abundance decreased in landscapes with higher crop diversity and/or larger fields. In the Swiss lowlands with small-scale but intensive agriculture, landscape configuration and composition (length of forest edges, field size, crop diversity) influenced carabid communities more than the presence of natural areas and/or biodiversity promotion areas. 
Field size and length of forest edges and hedgerows are important factors to increase ecosystem services such as weed-seed consumption and pest predation. However, it is likely that adapted cropland communities are influenced by local management, which needs to be considered in future studies.”

Degree programme

MSc in Life Sciences Agricultural Science. Major: Sustainable Production Systems

Where I come from

I grew up in a small village near Winterthur. There were several farms close by. After a first apprenticeship in graphic design, I decided to start a second vocational education to become a farmer. During two years, I learned the trade on organic farms with a high amount of direct marketing. After a few years working on farms, I decided to study Agriculture at BFH-HAFL and specialized in Plant Science and Ecology.

Why I decided on this degree programme

During my bachelor’s studies, I worked as student assistant for Silvia Zingg and discovered landscape ecology. I started to work with the carabid sample for a term paper, looking at the difference between field edge and field centre. My main conclusion was that it would be interesting to include factors such as the surrounding landscape and cultivation. So that’s what I did!

Where I’m going next: 

I started working at the Solothurn Cantonal Office for Agriculture in 2018 already, before finishing my master’s degree. I will continue to work there, mainly in the areas of direct payments/agricultural data and natural resources. Thanks to my degree, I can take on more projects and have more responsibility.

The title of my thesis

The effect of the surrounding landscape on carabid beetle communities in cereal fields

Supervisor

Dr. Silvia Zingg, BFH-HAFL and PD Dr. Jean-Yves Humbert, University of Bern.

Raphael Convertini Agrandir l'image

Raphael Convertini

“During my master thesis, I assessed the impact of Moringa oleifera polyphenols on protein digestibility. Besides their numerous health benefits, these polyphenols can interact with proteins and affect their digestibility, by inactivating enzymes or denaturing other types of proteins. On the one hand, this could be beneficial for weight loss diets, but on the other hand it will limit the absorption of numerous important nutrients, such as essential amino acids or fatty acids. 

In order to assess this impact, I extracted the polyphenols from the plant and incubated them with the protein of interest while varying different parameters in order to try and mitigate the interaction, and so improve the digestion of the protein in presence of polyphenols.
The main challenge was that that this research field is not very developed, so it was difficult to base my research on what was done by others. However, at the same time, there is the satisfaction of being one of the first persons to study this specific subject.”

Degree programme

MSc in Life Sciences with specialisation in Food, Nutrition and Health.

Where I come from

I come from and grew up in Echandens, a small village near Lausanne. I first did an apprenticeship as a chemistry lab technician and then continued my studies at the HES-SO in Sion, where I obtained my bachelor in food technology. Finally, I did my master’s at BFH-HAFL and acquired some work experience by working here as a scientific assistant alongside my master’s degree.

Why I chose this degree programme

I decided to do this master’s because I had the motivation to learn more about food technology, including nutritional aspects. 

Where I’m going next

Now that I’ve finished my master’s degree, I will continue working as an assistant for BFH-HAFL, in the food chemistry team. 

The title of my thesis

Elucidation of protein-polyphenol interaction in Moringa oleifera leaves during protein extraction using an in-vitro digestion model

Supervisor

Daniel Heine, BFH-HAFL.

Portraits 2020 et 2021