Waldwissenschaften

Möchten Sie beruflich mit Wald und Umwelt zu tun haben? Dann liegen Sie mit dem Studiengang Waldwissenschaften auf jeden Fall richtig.

Der Studiengang

  • ist schweizweit das einzige Vollstudium in Waldwissenschaften.
  • verbindet ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragestellungen rund um den Wald.
  • gibt Ihnen einen vertieften Einblick in Praxis und Forschung.
  • berücksichtigt eine nationale und internationale Perspektive auf den Wald.
  • ist modular aufgebaut und ermöglicht Ihnen ein Studium nach Mass – auch in Teilzeit.
  • bietet Ihnen mit den Vertiefungen Wald und Gesellschaft, Gebirgswald und Naturgefahren sowie Wald und Holzwirtschaft die Möglichkeit, sich zu spezialisieren.
  • eröffnet Ihnen ausgezeichnete und vielfältige Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt.
Bachelor Waldwissenschaften

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Bachelor of Science (BSc)
  • Vertiefungen Wald und Gesellschaft, Gebirgswald und Naturgefahren, Wald und Holzwirtschaft
  • Studienform Vollzeit (6 Semester), Teilzeit (7-10 Semester)
  • Studienbeginn KW 38
  • Anmeldefrist Studienjahr 19/20: 30.4.2019
  • Anzahl ECTS 180 ECTS-Credits
  • Unterrichtssprache Deutsch / Französisch
  • Studienort Zollikofen
  • Departement Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften HAFL
  • Nächste Infoveranstaltung 4. April 2019

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  • Studienführer

Bachelor in Waldwissenschaften

Inhalt + Aufbau

Mit dem Bachelor-Abschluss in Waldwissenschaften sind Sie in der Lage, auf nationaler und internationaler Ebene das Ökosystem Wald naturverträglich zu managen. Neben fundierten theoretischen Grundlagen eignen Sie sich das Wissen in unmittelbarem Bezug zur Praxis an: Zum Beispiel auf Exkursionen im In- und Ausland, bei Fallstudien und während Ihrer schriftlichen Arbeiten.

Ausbildungsziele

Im Studium erwerben Sie die Fähigkeit, Wälder im Flachland und Gebirge zu erhalten, zu pflegen und nachhaltig zu nutzen, sowie waldbezogene Unternehmungen zu leiten. Dabei berücksichtigen Sie stets die aktuellen technischen, ökologischen, sozialen und volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Diese Dachkompetenz basiert auf der Kompetenzvermittlung in folgenden drei Bereichen:

  • Allgemeine Kompetenzen: akademisches Basisknowhow als Grundlage für die Fachausbildung.
  • Forstfachliche Basiskompetenzen: notwendige Basiskenntnisse und Fertigkeiten für den Beruf als Forstingenieur/in.
  • Forstfachliche Vertiefungen: nach eigenem Interesse und angestrebtem Berufsbereich spezifisches Wissen aus den Vertiefungen Wald und Holz, Gebirgswald und Naturgefahren oder Wald und Gesellschaft.

Aufbau des Studiums

Alle Studierenden eignen sich die waldwissenschaftlichen Grundlagen an. Dazu zählen Waldökologie und Waldbau, der Rohstoff Holz sowie die forstliche Planung und Unternehmensführung, Produktion und Verfahrenstechnik.

Im ersten Studienjahr erwerben Sie sich daneben auch allgemeine Kompetenzen für Ihr weiteres Studium und für die berufliche Zukunft, etwa in Naturwissenschaften und Ökosystem Wald, Ökonomie, exakten Wissenschaften sowie Sprachen.

Ab dem zweiten Studienjahr vertiefen Sie Ihre Kenntnisse gezielt und spezialisieren sich in einer der drei Vertiefungen. Dazu kommen Wahlmodule sowie zwei Semesterarbeiten. Mit der Bachelor-Arbeit schliessen Sie Ihr Studium ab.

Vertiefungen + Minors

Ab dem zweiten Studienjahr stehen fachspezifische Disziplinen im Mittelpunkt und Sie wählen mindestens eine Vertiefungsrichtung. In diesem Fachgebiet schreiben Sie in der Regel auch die Bachelor-Arbeit. Zudem können Sie mit einem Minor gezielt Ihre Kompetenzen fürs spätere Berufsleben erweitern.

Ohne intakten Schutzwald könnten weite Teile der Alpen kaum bewohnt werden. In der Vertiefung Gebirgswald und Naturgefahren setzen Sie sich mit seiner Bedeutung für die Bevölkerung, die regionale Wirtschaft, den Tourismus und den alpenquerenden Verkehr auseinander. Dabei erwerben Sie sich das Know-how, um den Schutzwald umfassend zu managen – im Sinne eines ganzheitlichen Umgangs mit den Risiken der Naturgefahren.

In praxisbezogenen Übungen, Exkursionen und anhand von Fallbeispielen in verschiedenen Landesteilen lernen Sie Naturgefahrenprozesse verstehen: von der Gefahrenerkennung auf der Karte und vor Ort bis zum Ablauf der einzelnen Ereignisse. Auf dieser Basis planen Sie technische, biologische und raumplanerische Schutzmassnahmen.

Curdin Taisch über sein Studium in Waldwissenschaften

Vertiefungsinhalte
 

  • Integrales Naturgefahren-Risikomanagement: Gefahrenbeurteilung, Risikoanalyse und Massnahmenplanung
  • Grundlagen des forstlichen Ingenieurwesens und dessen Umsetzung im Wasser-, Wildbach-, Hang-, Steinschlag- und Lawinenverbau
  • Schutzwaldmanagement
  • Erschliessungs- und Holzernteplanung im Gebirge
  • Umsetzung der überbetrieblichen forstlichen Planung im Berggebiet mit engem Bezug zur Raumplanung

Ihre Karriere-Chancen

Ihr fundiertes Fachwissen ermöglicht Ihnen attraktive Positionen in Privatwirtschaft und Verwaltung:

  • Kreisförsterin oder Kreisförster eines Gebirgskantons
  • Kadermitglied in spezialisierten Ingenieurbüros
  • Expert/in und Bindeglied zu Fachleuten des Bauwesens, zu Geologinnen und Geografen
  • Leitung von grösseren Gebirgsforstbetrieben

Die Vertiefung Wald und Gesellschaft widmet sich der vielseitigen Bedeutung des Waldes. Das Themenspektrum reicht vom von der Erholungsfunktion über die Holzproduktion bis zum Erhalt der Biodiversität und der Gesundheit des Waldes. Dabei stehen die bestehenden und zukünftigen Herausforderungen des faszinierenden Ökosystems Wald im Fokus.

Zahlreiche Exkursionen und Fallstudien geben Ihnen Gelegenheit, Ihr Wissen in die Praxis umzusetzen: Sie führen Anzeichnungen in verschiedenen Situationen durch, erarbeiten Projekte für den Erhalt und die Förderung der Biodiversität, entwickeln praxisorientierte und effiziente Instrumente wie Bewirtschaftungspläne, Waldentwicklungspläne und Monitoringsysteme der Waldökosysteme. Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit ist ebenfalls Thema.

Jacqueline Bütikofer über ihr Studium in Waldwissenschaften

Vertiefungsinhalte
 

  • Waldökologie, Dynamik der Waldökosysteme, Waldvitalität und -gesundheit, Erhalt der biologischen Vielfalt
  • Waldbaukonzepte und -techniken, die den multifunktionalen Charakter des Waldes berücksichtigen
  • Planung der nachhaltigen Waldentwicklung auf der Ebene des Betriebs und der kantonalen Forstdienste
  • Berücksichtigung der öffentlichen Interessen in der Waldbewirtschaftung
  • Wald und Raumplanung
  • Steuerungs- und Überwachungssysteme der Waldökosysteme (Monitoring und Controlling)

Ihre Karriere-Chancen

Mit dem Studienabschluss sind Sie qualifiziert für anspruchsvolle Funktionen in:

  • Kantonalen Forstdiensten
  • Forstingenieurbüros und Forstunternehmen
  • Verbänden und NGO
  • Bundesstellen, Planungsbüros, Verbänden, NGO’s, usw. im Bereich Umwelt- und Naturschutz
  • Angewandten Forschungsprojekten – an der Schnittstelle von Waldbewirtschaftung und Gesellschaft

In der Vertiefung Wald und Holzwirtschaft konzentrieren Sie sich auf die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Wälder. Dabei setzen Sie sich mit den politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auseinander. Im Zentrum steht die effiziente und nachhaltige Bereitstellung von Holz als Bau- und Werkstoff, als Energieträger und als Basis für die chemische Weiterverarbeitung. Zudem befassen Sie sich mit der Inwertsetzung weiterer Waldleistungen wie Erholung, Naturschutz oder Abwehr von Naturgefahren.

Mirjam Richter über ihr Studium in Waldwissenschaften

Vertiefungsinhalte
 

  • Holzmarktlehre und Holzwirtschaftspolitik auf nationaler und internationaler Ebene
  • Gründung, Organisation und Reorganisation von forstlichen Unternehmungen und Forstverwaltungen
  • Nachhaltige Planung der Waldentwicklung auf forstbetrieblicher Ebene
  • Erschliessungs- und Nutzungsplanung in Forstbetrieben unter besonderer Berücksichtigung der Gebirgsregionen
  • Gestaltung von effizienten Logistikprozessen entlang der Wertschöpfungskette Waldwirtschaft und Abnehmerindustrien im schweizerischen und internationalen Umfeld
  • Biologische und technische Eigenschaften verschiedener Holzarten und deren Weiterverarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten
  • Übersicht über Strukturen, Prozesse und Bedürfnisse der holzverbrauchenden nationalen und internationalen Industrien

Ihre Karriere-Chancen

Verschiedene Fach- und Führungsaufgaben in der schweizerischen und internationalen Waldwirtschaft warten auf Sie:

  • Kaderfunktionen in kantonalen Forstdiensten, zum Beispiel Kreisforstingenieur/in
  • Leitungspositionen in grösseren Forstbetrieben im In- und Ausland
  • Verantwortungsvolle Stellen in NGO oder in holzverbrauchenden Industrien
  • Beratung
  • Managementaufgaben ausserhalb der Waldbranche

Steigende Temperaturen infolge des Klimawandels führen dazu, dass die Wetterextreme auch in der Schweiz zunehmen. Um den weiteren Anstieg zu bremsen und die Folgen der Erwärmung abzufedern, ist eine nachhaltige Landnutzung unabdingbar. Der interdisziplinäre Minor «Klimawandel und nachhaltige Landnutzung» verbindet wissenschaftliche Grundlagen mit der konkreten Anwendung in der Praxis und der Politik.

Das können Sie erwarten

Der Minor «Klimawandel und nachhaltige Landnutzung» befähigt Sie:

  • Ursachen und Ausmass des Klimawandels und die komplizierten Wechselwirkungen mit der Landnutzung zu verstehen
  • Herausforderungen und Chancen, die der Klimawandel für die Land- und Forstwirtschaft mit sich bringt, zu erkennen und einzuschätzen.
  • Schlüsselfragen und Probleme des Klimawandels und der Landnutzung im interdisziplinären Kontext zu erkennen und entsprechende Handlungsoptionen zu erarbeiten.
  • Zusammenhänge zwischen lokalen Ansätzen und weltweiten Entwicklungen einzuordnen sowie die Wechselwirkung Klimawandel und Nachhaltigkeit zu verstehen.
  • Angepasste Lösungen und Handlungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.
  • In multi-disziplinären Teams produktiv zusammenzuarbeiten.
Aufbau des Minors «Klimawandel und nachhaltige Landnutzung»

Kompetenzen im Bereich Management und Leadership gewinnen an Bedeutung. Ausserdem übernehmen viele Absolvierende der BFH-HAFL nach Ihrem Studium eine Funktion mit betriebswirtschaftlicher und/oder personeller Verantwortung. Weiterbildungen im betriebswirtschaftlichen Bereich sind aber oft mit hohem finanziellem und zeitlichem Aufwand verbunden. Der Minor «Management und Leadership» bietet Ihnen die Möglichkeit, sich die nötigen Kompetenzen bereits während des Studiums anzueignen.

Das können Sie erwarten

Der Lehrgang befähigt Sie, Kernbereiche der Führung zu analysieren, kritisch zu hinterfragen und mitzugestalten. Sei es in Unternehmen, Verwaltungen oder Non-Profit-Organisationen.
 
Mit dem Minor «Management und Leadership» sind Sie in der Lage,

  • unternehmerische Handlungen und Entscheide als Teil eines grösseren Ganzen zu verstehen und zu verantworten,
  • ethisch bewusst und fachkompetent unternehmerische Strategien zu entwickeln, bei deren Umsetzung mitzuwirken, den Erfolg zu beurteilen und entsprechende Korrekturmassnahmen zu ergreifen,
  • Managementtheorien und Instrumente in Kernbereichen der Führung von Unternehmen, Verwaltungen und Non-Profit-Organisationen erfolgreich umzusetzen,
  • Mitarbeitende und Teams zielorientiert und wirkungsvoll zu führen.
Aufbau des Minors «Management und Leadership»

Der technische Fortschritt – angetrieben von der digitalen Revolution – ist nicht aufzuhalten. Längst hat er Freizeit und Beruf erfasst und macht insbesondere Unternehmen abhängig vom entsprechenden Know-how auf den Gebieten Informatik, Technik und Energiefragen. Der Minor «Neue Technologien» vermittelt interessierten Anwenderinnen und Anwendern ein vertieftes Wissen und die nötigen Fähigkeiten, um in einem zukunftsträchtigen Bereich eine tragende Rolle spielen zu können.

Das können Sie erwarten

Der Minor «Neue Technologien» qualifiziert Sie:

  • Dank ausgewählten Grundlagen in Automatisierung und Robotik, Simulationsprozessen und IT, Energietechnik sowie Technologiemanagement zu einer Tätigkeit in den verschiedenen Fachbereichen selbständig technologische Problemstellungen anzugehen und Lösungsansätze zu entwickeln,
  • auf Augenhöhe mit Spezialistinnen und Spezialisten zu kommunizieren und zusammenzuarbeiten,
  • die Möglichkeiten einer Technologie einzuschätzen, Vor- und Nachteile sowie Nutzen, Risiken und Aufwände abzuwägen,
  • ein technologisches Projekt in Ihrem künftigen Unternehmen zu begleiten,
  • die eingesetzten Technologien eines Forschungsprojekts zu planen und zu managen.
Aufbau des Minors «Neue Technologien»

Möchten Sie an Berufsfachschulen unterrichten, in der Erwachsenenbildung oder der Beratung im Waldsektor tätig sein? Mit dem Minor «Unterricht und Beratung» und dem dazugehörigen Lehrdiplom «Berufsfachschullehrperson im Nebenamt» holen Sie sich das Rüstzeug dafür.

Der Lehrgang ist eidgenössisch anerkannt und schliesst mit einem Lehrdiplom ab. Er berechtigt zum Führen des Titels «Berufsfachschullehrperson im Nebenamt» und damit zur Tätigkeit in der Fachausbildung bis zu einem Pensum von 50 Prozent.

Der Minor ist vom Schweizerischen Verband für Weiterbildung (SVEB) anerkannt. Mit dem Abschluss erhalten Sie eine Bestätigung, die es Ihnen mit dem Nachweis von 150 Praxisstunden ermöglicht, das SVEB-Zertifikat zu erlangen. Dieses berechtigt für jede qualifizierte Tätigkeit in der Erwachsenenbildung.

Das können Sie erwarten

Der Minor «Unterricht und Beratung» befähigt Sie:

  • Eine Ausbildungs- oder Unterrichtseinheit inhaltlich, methodisch und organisatorisch zu planen und umzusetzen,
  • geeignete Arbeitsaufträge zu formulieren und den Lernfortschritt mit passenden Instrumenten zu evaluieren,
  • gewünschte Kompetenzen zu messen und zuverlässig zu prüfen,
  • relevante Grundsätze der Lernpsychologie und Kommunikationstheorien gewinnbringend anzuwenden,
  • Einzelberatungen, Gruppenberatungen oder Veranstaltungen mit Erwachsenen zielgruppengerecht, lösungsorientiert und kompetent zu planen und durchzuführen.
Aufbau des Minors «Unterricht und Beratung»

Studienform + Dauer

Sie können Voll- oder Teilzeit studieren. Dadurch können Sie neben dem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder familiäre Verpflichtungen wahrnehmen. Die Studienzeit ist grundsätzlich nicht begrenzt. Wir empfehlen jedoch, nach maximal zehn Semestern abzuschliessen. Bei vollem Pensum dauert das Studium drei Jahre.

Das Teilzeitstudium ist aber nicht in dem Sinn berufsbegleitend, dass Sie nur an bestimmten Wochentagen, Abenden oder am Samstag Unterricht haben. Vielmehr absolvieren Sie das Studium zusammen mit den regulären Studierenden, besuchen aber weniger Module pro Semester. Da der Stundenplan jedes Quartal anders ist, setzt dies Flexibilität seitens des Arbeitsgebers beziehungsweise der Familie voraus.

Studienplan + Module

Mobilität + Austausch

Wir fördern den Austausch von Studierenden. Wenn Sie im Ausland studieren, erweitern Sie Ihren Horizont persönlich, sprachlich und beruflich:  

  • Sie entdecken Länder und Kulturen und lernen andere Perspektiven kennen
  • Sie verbessern Ihre Sprachkenntnisse im täglichen Umgang
  • Sie arbeiten in internationalen Teams, was Spontanität und Offenheit fördert

Der Auslandaufenthalt findet in der Regel im 3. oder 4. Semester statt. Er dauert normalerweise ein, in Ausnahmefällen zwei Semester. Die erreichten ECTS-Punkte werden Ihnen angerechnet, die Noten nicht. Dafür muss aber die Hochschule, an der Sie Ihren Austausch machen, zu unseren Partnern gehören oder von der Studiengangleitung anerkannt werden.

Sie möchten ein Austauschprogramm in der Schweiz machen? Ist Ihre Heim-Universität auf unserer Liste der Partnerhochschulen ist, wenden Sie sich an Ihr Erasmus-Büro. Wenn nicht, soll dieses mit uns Kontakt aufnehmen.

  • Anmeldeschluss
    Für das Herbstsemester: 15. Mai
    Für das Frühlingssemester: 15. November
  • Sprache
    Im Bachelor-Studium findet der Unterricht in Deutsch und Französisch statt, in der Vertiefung Internationale Landwirtschaft auch in Englisch. Im Master-Studium ist Englisch die Unterrichtssprache.
  • Unterkunft
    Auf dem Campus der BFH-HAFL befindet sich ein Wohnheim für Studierende. Die Nachfrage nach Zimmern ist allerdings wesentlich grösser als das Angebot.

Projekte + Abschlussarbeiten

Voraussetzungen + Zulassung

Um bei uns Waldwissenschaften studieren zu können, müssen Sie gewisse schulische und berufliche Voraussetzungen erfüllen.

Schulische Voraussetzungen

Sie verfügen über:

  • Eine eidgenössische Berufsmaturität oder
  • eine eidgenössisch anerkannte gymnasiale Maturität oder
  • eine Fachmaturität oder
  • eine gleichwertige schulische Vorbildung (z.B. von der BFH-HAFL anerkannter Abschluss einer Höheren Fachschule HF).

Berufliche Voraussetzungen
 

  • Sie haben eine Berufslehre in einem verwandten Beruf abgeschlossen oder
  • ein begleitetes  Vorstudienpraktikum im Bereich Wald & Umwelt absolviert oder
  • mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Natur- und Umweltbereich.

Reglement über verwandte Berufe (inklusive Liste)

Kenntnisse + Fähigkeiten

Das Studium baut auf der Berufsmaturität der Ausrichtung «Natur, Landschaft und Lebensmittel» auf. Entsprechend müssen Sie über die nötigen Grundlagen in Chemie, Mathematik und Biologie verfügen. Zugelassen sind Sie auch mit dem Abschluss eines anderen Berufsmaturitätstypus. Allfällige Lücken in den erwähnten Disziplinen müssen Sie aber vor Studienbeginn selbständig aufarbeiten.

Sprachkenntnisse

Sie wählen Deutsch oder Französisch als Studiersprache. In dieser müssen Sie mindestens über das Niveau B2, idealerweise C1, des Europäischen Sprachenportfolios verfügen. Der Unterricht in den ersten beiden Semestern findet in der Sprache Ihrer Wahl statt. Zudem besuchen Sie das Modul Französisch bzw. Deutsch als Fremdsprache. Haben Sie ein höheres Sprachdiplom, können Sie sich von diesem Unterricht dispensieren lassen. Ab dem zweiten Studienjahr sind die Klassen sprachlich gemischt. Es stehen Unterlagen in beiden Sprachen zur Verfügung. Auch können Sie alle Prüfungen in Ihrer Studiersprache absolvieren.

Die Zweisprachigkeit im Studienalltag bietet Ihnen eine wertvolle Vorbereitung auf das spätere Berufsleben und die Chance, mit Mitstudierenden aus einer anderen Sprachkultur zusammenzuarbeiten.

Ausländische Bewerbende

Wir prüfen sämtliche Bewerbungen aus dem Ausland einzeln. Bitte wenden Sie sich bei Unklarheiten, an den Studiengangleiter.

Sie verfügen über die nötige schulische Vorbildung, Ihnen fehlt aber die waldwissenschaftliche Berufserfahrung? Mit einem zwölfmonatigen Vorstudienpraktikum schliessen Sie diese Lücke. Bei einer Ausbildung in einem teilweise verwandten Beruf, mit längerer Praxiserfahrung oder nach Zivildiensteinsätzen in den Bereichen Wald und Umwelt kann sich das Praktikum verkürzen.

Frau vermisst eine junge Tanne

Praktikumsinhalte

Während Ihres Praktikums erhalten Sie einen vertieften Einblick in den Berufsalltag der Wald- und Umweltbranche. Im Praktikum erwerben Sie nicht nur praktisches Know-how. Sie eignen sich im Selbststudium auch ein theoretisches Fundament rund um den Wald an (Waldbau, Baum- und Strauchkunde, Holzerntetechnik etc.). Ein Ausbildungstag an der BFH-HAFL vervollständigt Ihr Praktikum.

Mögliche Praktikumsorte

Sie sind für die Suche eines Praktikumsplatzes grundsätzlich selber verantwortlich. Jedoch muss die Praktikumsstelle von uns genehmigt werden.

  • Praktikum im Forstbetrieb oder Forstunternehmen
    Sie erleben den Berufsalltag eines Forstwarts, einer Forstwartin und arbeiten unter anderem bei der Holzernte, dem Holzeinmessen und -sortieren, der Jungwaldpflege oder dem forstlichen Bauwesen mit. Zudem unterstützen Sie das forstliche Kaderpersonal und lernen so zusätzliche Arbeitsbereiche kennen.
  • Praktikum im kantonalen Forstdienst
    Im kantonalen Forstdienst beschäftigen Sie sich zum Beispiel mit Massnahmen zur Walderhaltung, Öffentlichkeitsarbeit oder forstlichen Bildung. Sie erlernen die Grundlagen für die Holzanzeichnung und beraten Waldbesitzer und Gemeinden. Darüber hinaus unterstützen Sie die Forstingenieurinnen und -ingenieure bei der Bearbeitung forstrechtlicher Fragestellungen.
  • Praktikum in Organisationen im Natur- und Umweltbereich
    Möchten Sie ein Praktikum in einem Umweltbüro, einer kantonalen Natur- und Umweltverwaltung oder einer NGO wie dem WWF absolvieren? Kontaktieren Sie uns. Wir können Ihnen mitteilen ob die von Ihnen gewählte Organisation unseren Vorgaben entspricht.
  • Kombiniertes Praktikum
    Eine Kombination der verschiedenen Praktikumsvarianten ist möglich. Sie können beispielsweise Ihr Praktikum in einem Forstbetrieb leisten und ergänzende Teile in der Holzbranche oder anderen Organisationen im Natur- und Umweltbereich absolvieren.
  • Kombination mit Militärdienst
    Sie haben die Rekrutenschule vollständig bei den Genie- und Rettungstruppen absolviert? Diese können Sie sich als 1- bis 2-monatiges Praktikum anrechnen lassen.

Wenn Sie sich für das Studium eingeschrieben haben, erhalten Sie ab April Zugang zu unserem Intranet. Dort finden Sie eine Vielzahl Hilfsmittel, um sich optimal auf das Studium vorbereiten zu können:

  • Tests, um Ihr Niveau einzuschätzen (Sprachen, Mathematik)
  • Empfohlene Fachbücher für die individuelle Studienvorbereitung
  • Für Deutsch: Überprüfung der Grammatik, Übungen und die Möglichkeit, Texte zu schreiben und diese korrigieren zu lassen
  • Für Mathematik: Onlinekurse mit Übungen und Musterlösungen

Vorbereitungskurse

Zwei Wochen vor dem Start des Studienjahres organisieren wir kostenpflichtige Vorbereitungskurse in Biologie, Chemie und Mathematik. Die Konditionen und weitere Informationen erhalten Sie im April vor Beginn Ihres Studiums.

Abschluss + Perspektiven

Mit dem Bachelor-Abschluss Waldwissenschaften können Sie das Ökosystem Wald naturverträglich managen – auf nationaler und internationaler Ebene. Ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind breit gefächert.

Titel + Abschluss

Bachelor of Science (Bsc) in «Waldwissenschaften»

Der erlangte Titel enthält auch die Vertiefung, die Sie gewählt haben, zum Beispiel: «Bachelor of Science (Bsc) in Waldwissenschaften mit Vertiefung in Gebirgswald und Naturgefahren».

Berufsbild + Perspektiven

Mit dem Bachelor-Abschluss können Sie das Ökosystem Wald naturverträglich managen – in der Schweiz oder im Ausland. Dabei erwarten Sie spannende und vielfältige Aufgaben:

  • Naturparkprojekte oder grössere Forstbetriebe leiten
  • Als Kadermitglied in Forstämtern oder Naturschutzbehörden tätig sein
  • In spezialisierten Umwelt- oder Ingenieurbüros arbeiten
  • Verantwortungsvolle Positionen in Vermarktungs-Organisationen oder Verbänden übernehmen
  • In Bildung und Beratung arbeiten

Organisation + Anmeldung

Eine vorausschauende Planung erleichtert Ihnen die Organisation Ihres Studienalltags und die allfällige Koordination mit Ihrer Arbeit, familiären Verpflichtungen und der Dienstpflicht.

Studienjahr 19/20

  • Anmeldefrist: 30.4.2019
  • Studienbeginn: 16.9.2019

Hier finden Sie die nötigen Informationen zur Finanzierung Ihres Studiums an der BFH. Nicht berücksichtigt sind die Kosten für die individuellen Lebenshaltungskosten.

Die Kosten für das Studium setzen sich aus Studien- und Prüfungsgebühren sowie aus Beiträgen u. a. für Lehrmittel und Exkursionen zusammen.

Kosten

Für Studium und Prüfungen an der BFH werden verschiedene Gebühren fällig. 

Anmeldung (pro Anmeldung)*

CHF 100.–

Immatrikulation**

CHF 100.–

Studiengebühr (pro Semester)

CHF 750.–

Studiengebühr für Bildungsausländer/innen*** (pro Semester)

CHF 950.–

Prüfungsgebühr (pro Semester)

CHF 80.–

Gebühr für soziale und kulturelle Einrichtungen sowie für Sport (pro Semester)             

CHF 24.–

Mitgliederbeitrag Verband Studierendenschaft der BFH (VSBFH) (pro Semester) 

CHF 15.–

* zuzüglich CHF 10.– Bearbeitungsgebühr bei Bezahlung via Einzahlungsschein / Papierrechnung.
** Führt die Anmeldung zur Immatrikulation, wird die Anmeldegebühr als Immatrikulationsgebühr angerechnet.
***Als Bildungsausländer/innen gelten alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die zum Zeitpunkt des Erlangens des Hochschulzulassungsausweises ihren zivilrechtlichen Wohnsitz weder in der Schweiz noch im Fürstentum Liechtenstein hatten. Diese Regelung gilt ab Herbstsemester 2018/19.

Hinzu kommt ein Pauschalbetrag für Material, der je nach Studiengang unterschiedlich hoch ausfallen kann, sowie weitere Kosten für Lehrmittel, Fachliteratur, Verbrauchsmaterial, etc.

Die Anmeldegebühr wird nach der Online-Anmeldung zu gegebener Zeit in Rechnung gestellt und ist innert 10 Tagen zu begleichen. Bei Bezahlung via Einzahlungsschein / Papierrechnung wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 10.– erhoben. Erlass oder Rückerstattung, etwa im Fall einer Abmeldung oder Nichtteilnahme am Verfahren, ist ausgeschlossen.
 
Das Dossier wird erst nach Zahlungseingang bearbeitet.

Stipendien, Darlehen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Ausbildungsbeiträge. Ausbildungsbeiträge werden in Form von Stipendien und Darlehen vergeben. Stipendien sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche bei normalem Verlauf der Ausbildung nicht zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden müssen.

Kantonale Stipendien

Für die Gewährung von Stipendien und Darlehen ist sowohl für Schweizer Studierende als auch für ausländische Studierende grundsätzlich derjenige Kanton zuständig, in dem die Eltern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben.

Studierende, die seit mindestens zwei Jahren im Kanton Bern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben, können sich um kantonale Stipendien und Darlehen bewerben. Anträge sind bei der Abteilung Ausbildungsbeiträge der Erziehungsdirektion einzureichen.

Weitere Informationen (inkl. Prognoserechner):

Auf den Websites ausbildungsbeiträge.ch, stipendium.ch bzw. European Funding Guide können die wichtigsten Informationen rund um das Stipendienwesen in der Schweiz bzw. im Ausland abgerufen werden.

Stiftungen und Fonds

Es gibt zudem zahlreiche private Stiftungen und Fonds, die Studierende finanziell unterstützen. Das elektronische Stiftungsverzeichnis des Eidgenössischen Departements des Innern bietet eine umfassende Übersicht mit Suchfunktion nach Stichworten (z. B. Student/innen, Forschung, Förderung etc.). Die verschiedenen kantonalen Stiftungsverzeichnisse bzw. private Stiftungen sind weitere mögliche Geldgeber.

Folgende Stiftungen richten sich spezifisch an BFH- bzw. Fachhochschulstudierende:

Die Berner Fachhochschule BFH fördert die Vereinbarkeit von Studium, Berufstätigkeit und Betreuung von Angehörigen.

Die BFH bietet ihren Angehörigen eine beschränkte Anzahl Kitaplätze an. Interessierte Studierende und Mitarbeitende finden die Unterlagen auf dem BFH Intranet. Die Preise sind einkommensabhängig und richten sich nach den kantonalen Tarifen gemäss der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) des Kantons Bern. Die Anmeldung für einen Kitaplatz erfolgt über das Webformular im BFH Intranet. Angehende Studierende und Mitarbeitende ohne Intranet-Zugriff wenden sich bitte an Frau Corinne Badertscher (Tel. 031 848 33 01, corinne.badertscher@bfh.ch). Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz.

Studierende müssen ihre Dienstpflicht auch während des Studiums wahrnehmen. Planen und koordinieren Sie Studium und Dienstpflicht frühzeitig.

Wir empfehlen Ihnen dringend, die Rekrutenschule und den Ersteinsatz im Zivildienst vor Beginn des Studiums vollständig zu absolvieren. Werden sie während des Studiums absolviert, hat dies Absenzen zur Folge und kann zur Verlängerung der Studiendauer führen.

Beratung

Informationen zur Koordination von Studium und Dienstpflicht erhalten Sie von den Ansprechpersonen.

Sie haben sich für ein Studium an der Berner Fachhochschule entschieden? Dann zögern Sie nicht und melden Sie sich gleich an! Mit der Online-Anmeldung haben Sie stets den Überblick über das Verfahren.

Haben Sie die Anmeldefrist versäumt, informiert Sie die betreffende Studiengangsleitung gerne, ob eine nachträgliche Anmeldung möglich ist.

Erforderliche Dokumente

Halten Sie entsprechend Ihrer Vorbildung folgende Dokumente in elektronischer Form (Unterlagen: PDF / Bildmaterial: JPG) bereit:

  • ID oder Pass*
  • Passfoto nach internationalen Passnormen*
  • Diplome und Abschlusszeugnisse (z.B. Berufs-/Fachmaturitätszeugnis mit Noten, gymnasiales Maturitätszeugnis, Abitur)
  • Eidg. Fähigkeitsausweis mit Noten
  • Arbeits- und/oder Praktikumszeugnis
  • tabellarischer Lebenslauf

 * zwingend erforderlich
 
Je nach Studiengang und Vorbildung sind zusätzliche Dokumente zu übermitteln, zum Beispiel:

  • Mappe mit Arbeitsproben
  • Aufenthaltsbewilligung (ausländische Bewerber/innen)
  • etc.

Bei der Anmeldung zum Masterstudium muss der Abschluss der ersten Studienstufe (Bachelor oder gleichwertiger Abschluss) sowie das Transcript of Records übermittelt werden.

Infoveranstaltungen + Beratung

Möchten Sie eine individuelle Beratung oder haben Fragen zum Studium? Der Leiter Lehre und der Studiengangleiter helfen Ihnen gerne weiter. Oder besuchen Sie einen unserer Infoabenden, den Schnuppertag und erhalten Sie aus erster Hand wertvolle Informationen zum Studium.

Studienberatung

Kontaktieren Sie das Sekretariat der BFH-HAFL für eine Besprechung mit dem Leiter Lehre oder mit der Leiterin, dem Leiter eines Studiengangs bzw. einer Vertiefung.

Studienort + Infrastruktur

Der Campus der BFH-HAFL befindet sich in Zollikofen, in der Nähe von Bern. Eingebettet zwischen Feld und Wald bietet er nicht nur eine moderne Infrastruktur für das Studium, sondern auch zahlreiche Freizeitmöglichkeiten

Der Unterricht findet mehrheitlich auf dem Campus der BFH-HAFL in Zollikofen statt – in Vorlesungssälen, modernen Labors oder im nahe gelegenen Wald. Der Campus ist aber nicht nur ein Platz zum Lernen. Mit einem Schwimmbecken, Grillstellen, einer Sauna und vielem mehr, bietet er auch ein breites Freizeitangebot. Zudem befindeen sich auf dem Gelände ein Studierendenwohnheim mit rund 140 möblierten Zimmern und eine Mensa.