Passerelle

Die Passerelle ermöglicht den Brückenschlag zwischen einer gymnasialen Matura oder der Berufsmatura in einem nicht verwandten Beruf und einem Hochschulstudium im Ingenieurwesen, in Informatik oder Architektur. Die Ausbildung umfasst einen dreimonatigen Vorkurs und ein neunmonatiges Praktikum.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kursbestätigung (Vorkurs) + Praktikumsbestätigung (Betrieb)
  • Vertiefungen keine
  • Studienform Vorkurs + Praktikum
  • Studienbeginn August
  • Anmeldefrist 30. Juni 2022
    Spätere Anmeldungen sind auf Anfrage möglich.
  • Anzahl ECTS keine
  • Unterrichtssprache Deutsch (Architektur); Deutsch und Französisch (Technik und Informatik)
  • Studienort Burgdorf (Architektur); Biel, Bern oder Burgdorf (Technik und Informatik)
  • Departement Architektur, Holz und Bau
    Technik und Informatik

Inhalt + Aufbau

Portrait

Für die Zulassung zum Ingenieur-, Informatik- oder Architekturstudium an einer Schweizer Fachhochschule verlangt der Gesetzgeber von Absolvierenden einer gymnasialen Maturität ein einjähriges Berufspraktikum. Mit der Passerelle der BFH wird diese Anforderung erfüllt.

Praxisorientiertes Ausbildungsprogramm

Die Ausbildung umfasst einen dreimonatigen Vorkurs und ein neunmonatiges Praktikum. Die Passerelle ist terminlich so gesetzt, dass das Jahr ab Matur bis Studienbeginn optimal genutzt wird. Die Zeit zwischen Matur und Vorkurs ermöglicht die Organisation des Praktikums. Die jährlich angebotenen Vorkurse beginnen jeweils im August. Der Zeitpunkt des Praktikums kann variieren, frühester Beginn ist November.

Vorkurse

Die Ausbildungsmodule der Passerelle sind auf die Bachelorstudiengänge der BFH Architektur, Holz und Bau und der BFH Technik und Informatik abgestimmt.

Wegweisender Vorkurs

Der Vorkurs umfasst 8 Module à 48 Lektionen. Je nach angestrebter Studienrichtung sind unterschiedliche Module zu besuchen. 

Der Unterricht findet in Form von Präsenzunterricht (Theorievermittlung) und einem begleiteten Selbststudium (Werkstatt und Labor, Problem Based Learning) statt. Entsprechend werden die Module in Halb- und Ganztagesblöcke gegliedert.

Module

  • Entwurf
  • Gestaltung

  • Konstruktion und Statik

  • Kultur

  • Planung

  • Werkstoffe Bau

  • Modell- und Musterbau

  • CAD, Digitales Modellieren

Module

  • Daten und Web
  • Computersysteme
  • Datenbanken
  • Webprogrammierung
  • Programmiersprachen
  • Projekt
  • Arbeits- und Studienwelterfahrung

Module

  • Maschinentechnik
  • CAD, Konstruktion und Zeichnungsgrundlagen
  • Fertigungstechnik      
  • Werkstatt und Projekt
  • Werkstofftechnik
  • Vertiefung Maschinentechnik
  • Elektrotechnik 
  • Arbeits- und Studienwelterfahrung

Module

  • Elektrotechnik und Messtechnik
  • Elektronik und E-CAD
  • Embedded System (Projekt)
  • Werkstatt und Projekt
  • Einführung in Computer Aided Design
  • Konstruktion  
  • Werkstofftechnik  
  • Arbeits- und Studienwelterfahrung

Vorbehalt

Die BFH behält sich vor, bei zu geringen Anmeldezahlen einzelne Kurse nicht durchzuführen oder diese in der Durchführung anzupassen. Bei einer Absage wird die Anmeldegebühr zurückerstattet.

Praktikum

Das Berufspraktikum der Passerelle macht aus Theorie Praxis und ermöglicht erste Schritte im zukünftigen beruflichen Umfeld. Flankierend zum Vorkurs unterstützt die BFH Sie bei der Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle und begleitet Sie in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen während des Praktikums.

Voraussetzungen + Zulassung

Zulassungsbedingungen

Zum Vorkurs zugelassen sind Personen mit einer gymnasialen Maturität und Personen mit Berufsmaturität in einem nicht verwandten Beruf. Bei Spezialfällen entscheidet die Studiengangsleitung «sur dossier».

Schulische Voraussetzungen

Gymnasiale Maturität oder Berufsmaturität

Berufliche Voraussetzungen

Keine

Sprachkenntnisse

Kenntnisse in mindestens einer der Unterrichtssprachen des anvisierten Studiengangs: Mindestanforderung Niveau B2 (Empfehlung C1)
Die Sprachkompetenz ist mit einem anerkannten Zeugnis oder Sprachdiplom zu belegen.

Ausländische Bewerbende

Die Studiengangsleitung überprüft die Anmeldungen von ausländischen Bewerbenden. Eine Aufnahme «sur dossier» ist möglich. 
Fremdsprachige Bewerbende müssen ausreichende Sprachkenntnisse nachweisen. 
Erkundigen Sie sich frühzeitig bei der Studiengangsleitung über das Verfahren und die geforderten Unterlagen.

Ausnahmen

Wenn nicht alle Zulassungsbedingungen erfüllt sind, ist eine allfällige Zulassung «sur dossier» möglich.

Abschluss + Perspektiven

Fachhochschulen sind Hochschulen mit einer explizit praxisorientierten Ausrichtung. Ein Bachelorstudium der BFH vermittelt als Grundlage Allgemeinbildung und theoretisches Wissen. Im stark gewichteten praktischen Teil der Ausbildung arbeiten die Studierenden in Labors und Werkstätten an Projekten der angewandten Forschung und Entwicklung und lernen die gebräuchlichen Methoden, Infrastrukturen und Werkzeuge handhaben. Entsprechend befähigt der eidgenössisch anerkannte Bachelorabschluss die Studierenden für den direkten Einstieg in die Berufswelt, worauf auch die Passerelle ausgerichtet ist.

Zukunftsorientierte Passerelle

Den Absolvierenden einer gymnasialen Maturität oder Personen mit einer Berufsmatura eines nicht verandten Berufes bietet die Passerelle

  • den praktischen Background für die Zulassung zu einem Fachhochschulstudium im Ingenieurwesen, in Informatik oder Architektur.
  • eine individuell angepasste Unterstützung und Begleitung in der Vorbereitungsphase zum Bachelorstudium.

Die BFH setzt dabei auf eine enge Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen, um

  • auf das Studium abgestimmte Praktikumsstellen bereitzustellen und für beide Seiten stimmige Ausbildungen auszuarbeiten.
  • Ausbildungsmodule zu entwickeln, die die Studierenden optimal auf die Aufgaben im beruflichen Alltag vorbereiten.

Präsenzpflicht

Die Teilnahme am Unterricht ist Bedingung für das Bestehen des Vorkurses.

Organisation + Anmeldung

Der dreimonatige Vorkurs startet jeweils im August. Die Online-Anmeldung ist bis Ende Juni möglich.

Anmeldefrist: 30. Juni
Vorkurs: August - Oktober
Praktikum: November - Juli
Studienbeginn Bachelor: KW 38
 

  • Einschreibegebühr CHF 150.00*
  • Kursgebühr CHF 1600.00 (für Teilnehmende aus dem Kanton Bern, d.h. der stipendienrechtliche Kanton ist Bern**)

*Die Einschreibegebühr wird nicht an das Kursgeld angerechnet.

**Teilnehmende aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland bezahlen zusätzlich zur Kursgebühr den RSA-Kantonsbeitrag von CHF 5'600.00. Die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft übernehmen den RSA-Beitrag vollumfänglich. Andere Kantone auf Anfrage.

 

Sie haben sich für die Passerelle an der Berner Fachhochschule entschieden? Dann zögern Sie nicht und melden Sie sich gleich an! Mit der Online-Anmeldung haben Sie stets den Überblick über das Verfahren.

Haben Sie die Anmeldefrist versäumt, informiert Sie die betreffende Studiengangsleitung gerne, ob eine nachträgliche Anmeldung möglich ist.

Online-Anmeldung

Download

Zur Online-Anmeldung: Kursbeginn August 2022

Informationen für Unternehmen mit Praktikumsplätzen

Qualifizierte Fachkräfte sind die Stütze der Schweizer Wirtschaft. Ziel der BFH ist es, in Zusammenarbeit mit den Unternehmen die Spezialistinnen und Spezialisten von morgen auszubilden. Die seit 2009 angebotene Passerelle legt einen ersten Grundstein dazu.

Spezialisierte Trainees

Mit der Passerelle bereiten sich Absolvierende einer gymnasialen Maturität und Personen mit einer Berufsmatura in einem nicht verwandten Beruf auf ein Architektur-, Ingenieur- oder Informatikstudium an der BFH vor. Die Ausbildung umfasst neben einem dreimonatigen Vorkurs ein neunmonatiges Praktikum in einem branchenverwandten Unternehmen der angestrebten Studienrichtung.

Mit einer Praktikumsstelle helfen Sie mit, die Teilnehmenden der Passerelle optimal auf ihr Bachelorstudium vorzubereiten, sie für ihren zukünftigen Berufsweg zu qualifizieren – und sie als angehende Fachkraft für Ihr Unternehmen zu begeistern.

Voraussetzungen

Unternehmen, die eine Praktikumsstelle anbieten,

  • verfügen über die für die geplante Studienrichtung nötige Infrastruktur sowie das personelle Know-how.
  • stellen der Praktikantin, dem Praktikanten eine Betreuungsperson zur Seite, die Erfahrung im Umgang mit Auszubildenden hat.
  • gehen eine Praktikumsvereinbarung mit der Praktikantin, dem Praktikanten ein.

Unternehmensbereiche für Praktikumsstellen

An der Berner Fachhochschule werden in sieben Bereichen Praktikumsstellen angeboten.

  • Architektur

  • Bauingenieurwesen

  • Elektrotechnik und Informationstechnologie

  • Informatik

  • Maschinentechnik

  • Medizininformatik

  • Mikro- und Medizintechnik

  • Wirtschaftsingenieurwesen

 

Kontakt

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