- Veranstaltung
Data Engineering Day of Excellence 12. Oktober 2026 | Biel
Datenqualität ist entscheidend für Daten- und KI-Projekte: Nur verlässliche, vollständige und aktuelle Daten ermöglichen fundierte Analysen und vertrauenswürdige Anwendungen.
12.10.2026, 13.00–18.30 Uhr – Biel, Switzerland Innovation Park
Steckbrief
-
Startdatum
12.10.2026, 13.00–18.30 Uhr
In Kalender eintragen - Ort Biel, Switzerland Innovation Park
- Anmeldefrist 6. Oktober 2026
- Status Die Veranstaltung wird auf Deutsch durchgeführt
- Kosten kostenlos
Datenqualität ist die Grundlage für erfolgreiche Daten- und KI-Projekte. Nur verlässliche, vollständige und aktuelle Daten ermöglichen fundierte Analysen, effiziente Prozesse und vertrauenswürdige KI-Anwendungen. Dies gilt mehr denn je für den Einsatz von Large Language Models (LLMs) und Retrieval-Augmented Generation (RAG), deren Leistungsfähigkeit entscheidend von der Qualität der zugrunde liegenden Daten abhängt.
Der Data Engineering Day of Excellence widmet sich dieses Jahr den Herausforderungen, Methoden und Praxiserfahrungen rund um Datenqualität. Wir laden Fachleute aus Industrie, Verwaltung und Wissenschaft herzlich ein, Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen.
Programm
Perfektion ist kein Startpunkt – sondern das Ergebnis eines Lernprozesses.
Vertrauen automatisieren:
- Datenqualität schafft Vertrauen.
- Data Mesh verteilt Verantwortung.
- Data as a Service macht Daten nutzbar.
- Datenmigration überführt diese Fähigkeiten in neue Plattformen.
- Und erst eine durchgängige Automatisierungsplattform macht all dies dauerhaft skalierbar.
Agenda
(Änderungen vorbehalten)
| 13.00 | Eintreffen & Kaffee |
| 13.15 | Begrüssung:
Referentin: Violeta Vogel, Lehrbeauftragte BFH-TI |
| 13.30 |
Vortrag 1 Data Mesh @ SBBReferenten: Wetter Marcel, SBB und Ralf Kowatsch
Datenprodukte bilden bei der SBB die Grundlage für analytische und datengetriebene Anwendungen. Doch wie entsteht aus einer ersten Idee eine solche Datengrundlage? Der Vortrag zeigt den Weg vom Business Use Case bis hin zur technischen Umsetzung und produktiven Bereitstellung. Dabei werden sowohl die Business- und Produktperspektive als auch die Sicht von Architektur und Entwicklung gezeigt. Im Zentrum stehen das Zusammenspiel dieser Rollen sowie die Einbettung der Datengrundlage in den grösseren Kontext der SBB. So entsteht ein praxisnahes Gesamtbild darüber, wie nachhaltige Datenprodukte organisationsübergreifend entstehen. |
| 14.00 |
Vortrag 2
Bei der SBB bilden Datenprodukte die Basis für datengetriebene Analysen, deren Qualität stark vom vorgelagerten Data-Engineering-Prozess abhängt. Zur Bewertung ihrer Eignung wurde ein Bewertungsraster entwickelt. Dabei wurde insbesondere die Kategorie Datenpipeline-Architektur überarbeitet und ein quantitatives Bewertungsmodell eingeführt, das eine vergleichbare Einstufung von Datenprodukten ermöglicht. Die praktische Anwendung auf reale Datenprodukte zeigte, dass vor allem Datenqualität und technische Dokumentation entscheidend für erfolgreiche Data-Science-Analysen sind. Zudem wurde deutlich, dass die Bewertung stark vom Kontext und Datenprodukttyp abhängt und insbesondere im Bereich Datenqualität weiteres Verbesserungspotenzial besteht |
| 14.30 |
Vortrag 3
MeteoSchweiz entwickelt einen modernisierten Datenzugriff, um Wettermodelldaten einfacher, effizienter und skalierbarer bereitzustellen. Dabei erfolgt ein Paradigmenwechsel vom produktzentrierten Modell hin zu einem Data-as-a-Service-Ansatz. Anstelle vordefinierter Produkte werden die Daten des ICON-Modells in der Field Database (FDB) organisiert und über Polytope gezielt als semantische Datenfragmente (z. B. Zeitreihen) abgerufen. Dadurch entfällt das Herunterladen kompletter Datensätze. Der neue Workflow automatisiert Erfassung, Indexierung und Zugriff und integriert sich in HPC-basierte Pipelines. In Kombination mit dem Earthkit-Ökosystem ermöglicht er einen standardisierten, reproduzierbaren und effizienten Zugriff auf Wetterdaten – auch für automatisierte und KI-gestützte Anwendungen |
| 15.00 | Kaffeepause |
|---|---|
| 15.30 |
Vortrag 4
Datenmigration ist ein kritischer Erfolgsfaktor für IT-Projekte und beeinflusst maßgeblich deren Budget und Ergebnis. Der Beitrag stellt bewährte Methoden vor, um Migrationen strukturiert und effizient umzusetzen. Im Fokus stehen zwei Aspekte: Zum einen die Versionierung von Änderungen an Datenstrukturen und deren Integration in Deployment-Pipelines, um konsistente und nachvollziehbare Zustände über alle Umgebungen hinweg sicherzustellen. Zum anderen die Automatisierung der Migration selbst, inklusive moderner Ansätze, die ohne klassischen Datentransport auskommen und so Datenschutz sowie Sicherheit verbessern. Darüber hinaus werden typische Ursachen für Migrationen beleuchtet, etwa Kostensenkung oder Systemkonsolidierung. Insgesamt zeigt der Beitrag, wie sich Datenmigrationen kontrolliert, sicher und wirtschaftlich durchführen lassen. |
| 16.00 |
Vortrag 5 Viele Automatisierungsinitiativen in der IT scheitern an umfassenden „Big-Bang“-Ansätzen. Dieser Beitrag zeigt einen pragmatischen Gegenentwurf: den Start mit einem bewusst unvollständigen Minimum Viable Process und dessen iterative Weiterentwicklung im produktiven Einsatz. Anhand eines Praxisbeispiels wird dargestellt, wie frühe Automatisierungsschritte schnelle Mehrwerte liefern und gleichzeitig eine kontinuierliche Lernschleife ermöglichen. Erst durch reale Nutzung werden tatsächliche Anforderungen und kritische Edge Cases sichtbar. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass ein evolutionäres Vorgehen zu flexibleren, robusten entwickelten und besser akzeptierten Lösungen führt. Der Beitrag liefert damit konkrete Impulse für IT-Verantwortliche und Engineers, Automatisierung effizient und praxisnah umzusetzen. |
| 16.30 |
Vortrag 6
Manufacturing Execution Systems (MES) erzeugen umfangreiche Mess- und Berichts-Daten, die für die Analyse von Produktionsabläufen und Stillstandszeiten zentral sind. Die Auswertung dieser Daten ist jedoch zeitintensiv und erfordert viel Fachwissen. Bei Hoffmann Neopac, einem führenden Hersteller von Kunststoff- und Laminattuben, wurde daher ein Chatbot‑Prototyp entwickelt, der LLMs und RAG kombiniert, um den Mitarbeitern einen schnellen und benutzerfreundlichen Zugang zu Erkenntnissen über MES‑Stillstände zu ermöglichen. Das Projekt wurde im Rahmen einer Masterarbeit an der BFH initiiert. |
| 17.00 | Abschluss |
| 17.15 | Netzwerk-Apéro |