Entwicklungsprojekte Schulsozialarbeit
Derzeit entwickelt sich der Bereich Schulsozialarbeit vielfältig weiter: bestehende Strukturen werden evaluiert sowie gestärkt, multiprofessionelle Zusammenarbeit gefördert und neue Angebote eingeführt.
Factsheet
- Schools involved School of Social Work
- Institute(s) Institute for Childhood, Youth and Family
- Strategic thematic field Thematic field "Caring Society"
- Funding organisation Others
- Duration (planned) 01.01.2024 - 31.12.2024
- Head of project Prof. Dr. Emanuela Chiapparini
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Project staff
Vanda Wrubel
Prof. Dr. Emanuela Chiapparini
Loretta Walther
Prof. Dr. Andrea Abraham
Mila Witschi
Situation
Die Schulsozialarbeit (SSA) leistet als Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe in institutionalisierter Zusammenarbeit mit den Schulen einen wichtigen Beitrag für das gelingende Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig unterstützt sie Schulen und deren Akteur*innen dabei, Problemlagen von Kindern und Jugendlichen zu erkennen und zu bearbeiten. Hierdurch leistet sie einen beträchtlichen Beitrag zum Schulerfolg. Im Kanton Bern haben heute rund 90 Prozent der Schüler*innen an den Volksschulen Zugang zu Schulsozialarbeit. Die Einführung oder Weiterentwicklung von Schulsozialarbeit ist in vielen Gemeinden ein langjähriger Auseinandersetzungsprozess. Unterschiedliche Akteur*innen verhandeln Fragen nach Bedarf, Mehrwert und Ressourcen. Angestossen wird dieser Diskurs vor allem durch neue Herausforderungen im Bildungsbereich: veränderte Familienstrukturen, wachsende soziale Ungleichheiten, zunehmende Heterogenität in den Klassen sowie der seit einiger Zeit virulente Fachkräftemangel bei den Lehrpersonen – ein Problem, das ländliche Regionen besonders stark betrifft.
Course of action
Das Institut Kindheit, Jugend und Familie begleitet diese Prozesse im Bereich Schulsozialarbeit fachlich. Gemeinden, Kantone und Organisationen werden unterstützt, Lösungen zu entwickeln, die lokal verankert sind, aktuelle Bedarfslagen und Rahmenbedingungen berücksichtigen und sich zugleich an wissenschaftlich fundierten Qualitätskriterien orientieren. Die Produkte werden in partizipativen Prozessen praxisorientiert erarbeitet.
Result
Grundlagenpapier multiprofessionelle Zusammenarbeit (2025): Der Verein Berner Schulsozialarbeit beauftragte die BFH in Zusammenarbeit mit zwei Schulstandorten der Stadt Bern aktuelle Erkenntnisse zur Zusammenarbeit und Rollenklärung zwischen Schulsozialarbeit, Schulsozialpädagogik und schulischer Heilpädagogik zusammenzustellen. SSA Oberdiessbach (2025): Die BFH prüfte im Auftrag der Leitung der SSA Region Oberdiessbach, wie die verfügbaren Ressourcen möglichst zielführend eingesetzt werden können, wo Kürzungen im Leistungsumfang angezeigt sind und welche Auswirkungen damit auf den Auftrag und die Wirksamkeit der SSA einhergehen. SSA im Schulverband Hilterfingen (2025): Im Auftrag des Regionalen Sozialdiensts Oberhofen hat die BFH eine Aktualisierung des Konzepts der SSA durchgeführt. Dies umfasste einerseits die neue strukturelle Anbindung an den Regionalen Sozialdienst und die Anpassung der Ressourcen an den heutigen Bedarf. SSA Köniz (2024): Die Fachstelle Prävention, Kinder und Jugendarbeit der Gemeinde Köniz beauftragte die BFH das Konzept der SSA zu evaluieren. Die Erkenntnisse dienen der Optimierung der organisatorischen Rahmenbedingungen und praktischer Abläufe. SSA Lütschinentäler (2024): Die Gemeinden Lauterbrunnen, Grindelwald, Gündlischwand, Lütschental, Gsteigwiler und Wilderswil haben die BFH beauftragt, ein Konzept zur Einführung von SSA für die Region zu entwickeln. Per Schuljahr 2025/26 wurde die SSA in fünf Gemeinden eingeführt.