Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen

Dieser CAS befähigt Sie, im Suchtbereich in den Schwerpunkten Alkohol und illegale Drogen professionell therapeutisch zu arbeiten.

Im CAS-Studiengang

  • lernen Sie das neueste Fachwissen zu Ursachen, Zustandsbildern, Therapiemöglichkeiten und Folgen von Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen kennen,
  • setzen Sie sich mit dem Konzept Selbstwert/Selbstbewusstsein auseinander,
  • erlernen Sie Techniken, um gezielte Einschätzungen (Assessments) bei Menschen mit Suchterkrankungen vorzunehmen,
  • lernen therapeutische Ansätze im Suchtbereich kennen.

Je nach gewähltem Fachkurs

  • erwerben Sie Fähigkeiten in der motivierenden Gesprächsführung,
  • können Sie Psychoedukationsprogramme im Gruppen- oder Einzelsetting anbieten,
  • erlangen Sie Kompetenzen im Umgang mit psychiatrischen Krisen wie Suizidalität, selbstverletzendem Verhalten, Aggression und Traumaerfahrung.
CAS Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 19 Studientage und 1 Prüfungstag
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 3. Juli 2020
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6’400 bis CHF 6'600, je nach belegtem Fachkurs
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung September 2020 bis Juli 2021

Inhalt + Aufbau

Porträt

Wir befähigen Sie dazu, im Suchtbereich (Schwerpunkte: Alkohol, illegale Drogen) professionell therapeutisch zu arbeiten. Sie erlangen eine ganzheitlich orientierte Sichtweise auf Ihre Klientinnen und Klienten sowie deren Angehörige zu haben. Eine gute Beziehung und Nähe zur Klientin, zum Klienten ist wichtig, um die Art der Abhängigkeit zu erfassen und biografische Dimensionen zu erkennen.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen das neuste Fachwissen zu Ursachen, Zustandsbildern, Therapiemöglichkeiten und Folgen von Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen.
  • Sie setzen sich mit dem Konzept Selbstwert/Selbstbewusstsein auseinander.

  • Sie kennen Techniken, um gezielte Eischätzungen (Assessments) bei Menschen mit Suchterkrankungen vorzunehmen.
  • Sie kennen therapeutische Ansätze im Suchtbereich: Abhängig davon, welchen Fachkurs Sie belegen, erwerben Sie Kompetenzen in der motivierenden Gesprächsführung oder können Psychoedukationsprogramme im Gruppen- oder Einzelsetting anbieten.
  • Sie kennen Netzwerke für Menschen mit Suchterkrankungen sowie deren Angehörige und wissen um deren Zielsetzungen.

Nach erfolgreichem Abschluss des CAS-Studiengangs verfügen Sie über folgende Kompetenzen:

Wissen und Verstehen
 

  • Sie kennen die neusten Erkenntnisse aus der neurobiologischen Forschung zu Sucht und Abhängigkeitserkrankungen.
  • Sie kennen die Ursachen von Sucht und Abhängigkeitserkrankungen (Krankheitsmodelle).
  • Sie kennen die in internationalen Leitlinien empfohlenen Therapieansätze zu Sucht und Abhängigkeitserkrankungen.
  • Sie kennen die Folgen von Sucht und Abhängigkeitserkrankungen.

Anwendung von Wissen und Verstehen
 

  • Sie können allgemeine und fokussierende (Pflege-) Assessments durchführen und anhand der gewonnenen Erkenntnisse kreative Lösungsmöglichkeiten im Pflegeprozess planen.
  • Sie können die Gesprächsführungstechnik «Motivational Interviewing» oder strukturierte Psychoedukationsprogramme mit Ihren Klientinnen und Klienten planen und gezielt durchführen.
  • Sie können mit schwierigen Fragestellungen im Team/im familiären Kontext umgehen, indem Sie gezielte Interventionen, wie die Intervision oder kollegiale Beratung, anwenden.
  • Sie können im Rahmen der Qualitätssicherung Guidelines, Leitlinien und spezifische Rahmenbedingungen in Ihre konzeptuelle Planung integrieren.
  • Sie können psychoedukative Interventionen zusammen mit Ihrer Klientin oder Ihrem Klienten und deren Angehörigen gestalten. Sie integrieren individuelle Aspekte der jeweiligen Lebenssituation und Lebensplanung.

Urteilen
 

  • Sie lösen fachliche Fragestellungen aufgrund Ihres Hintergrundwissens und Ihrer Kenntnisse von Netzwerken. Ihre entsprechende Entscheidung können Sie begründen.
  • Sie beantworten Praxisfragen mit geeigneten Massnahmen. Hierfür wählen Sie entsprechende Methoden aus der Literaturbearbeitung, der Netzwerkarbeit und der Selbstreflexion aus.

Kommunikative Fertigkeiten
 

  • Sie wenden die entsprechenden Gesprächstechniken und therapeutischen Fertigkeiten an (Motivational Interviewing, Psychoedukation) und können diese reflektieren und evaluieren.

Selbstlernfähigkeit
 

  • Sie können Ihre gewonnenen Erkenntnisse und Ergebnisse reflektieren und mit vorhandenem Wissen synthetisieren.
  • Sie sind in der Lage, aktuelle wissenschaftliche Publikation zur Weiterentwicklung Ihrer beruflichen Fähigkeiten und des Angebots Ihres Berufsfelds zu nutzen.

Wahlpflichtmodule


Fachkurs «Motivational Interviewing»
 

  • Grundlagenwissen und Hintergrundwissen zum Motivational Interviewing
  • Haltung des Motivational Interviewing
  • Prinzipien des Motivational Interviewing
  • Methoden des Motivational Interviewing
  • Änderungspläne erarbeiten
  • Effektivität des Motivational Interviewing
  • Umsetzen des Motivational Interviewing in die Praxis

Fachkurs «Psychoedukation»
 

  • Fachliche Inhalte und Wissensinhalte vermitteln
  • Einschätzungsinstrumente anwenden
  • Wissensvermittlung und Methodenkompetenz zu Gruppenarbeit und Gruppendynamik
  • Didaktische Methoden zu Psychoedukationsmodellen
  • Selbsterfahrung

Fachkurs «Krisen- und Kurzzeitintervention»
 

  • Grundlagenwissen zu Krisen
  • Krisen-Assessment
  • Kriseninterventionen (Methoden und Techniken)
  • Kriseninterventionen im stationären Setting

Fachkurs «Suizidprävention»
 

  • Grundlegende Fakten zu Suizid und Suizidprävention
  • Primärprävention: Präventionsprojekte der Schweiz bezogen auf verschiedene Zielgruppen
  • Sekundärprävention: Erfassung der Suizidalität bei potentiell gefährdeten Klientinnen und Klienten und mögliche Interventionen
  • Tertiärprävention: Massnahmen und Netzwerke nach Suizidversuch/Suizid
  • Transfer von Suizidprävention ins eigene Tätigkeitsfeld

Der CAS-Studiengang «Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen» besteht aus dem Fachkurs «Leben mit der Sucht», einem der drei Fachkurse «Motivational Interviewing», «Psychoedukation» oder «Suizidprävention» sowie einem der drei Transfermodule «Care Report», «Project» oder «Review».

Pflichtmodule

Fachkurs «Leben mit der Sucht» (4 ECTS-Credits)
 

  • Neurologische Suchtforschung
  • Ursachen und Krankheitsmodelle von Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
  • Leitlinien und Guidelines zur Behandlung von Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
  • Folgen von Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen
  • E-Learning-Modul plus Workshop zum Konzept Selbstwert/Selbstbewusstsein/Selbstmanagement
  • Vorstellen verschiedenster Netzwerke im Suchtbereich und des Präventions- und Postventionsauftrag
  • Methode Biografiearbeit in Theorie und Praxis
  • Die Methode der familienzentrierten Arbeitsweise in Theorie und Praxis
  • Kollegiale Beratung und ethische Entscheidungsfindung in Theorie und Praxis (Fallbesprechungen)

Transfermodul «Care Report», «Project» oder «Review» (4 ECTS-Credits)
 

  • Sie besuchen ein Symposium
  • Sie besuchen vier Kolloquien zur Erstellung der Abschlussarbeit
  • Sie besuchen acht Journalclubs
  • Sie verfassen eine Abschlussarbeit
  • Sie präsentieren ihre Abschlussarbeit in einer öffentlichen Veranstaltung

Wahlpflichtmodule

Fachkurs «Motivational Interviewing» (4 ECTS-Credits)
 

  • Grundlagenwissen und Hintergrundwissen zum Motivational Interviewing
  • Haltung des Motivational Interviewing
  • Prinzipien des Motivational Interviewing
  • Methoden des Motivational Interviewing
  • Änderungspläne erarbeiten
  • Effektivität des Motivational Interviewing
  • Umsetzen des Motivational Interviewing in die Praxis

Fachkurs «Psychoedukation» (4 ECTS-Credits)
 

  • Fachliche Inhalte und Wissensinhalte vermitteln
  • Einschätzungsinstrumente anwenden
  • Wissensvermittlung und Methodenkompetenz zu Gruppenarbeit und Gruppendynamik
  • Didaktische Methoden zu Psychoedukationsmodellen
  • Selbsterfahrung

Fachkurs Suizidprävention (4 ECTS-Credits)
 

  • Grundlegende Fakten zu Suizid und Suizidprävention
  • Primärprävention: Präventionsprojekte der Schweiz bezogen auf verschiedene Zielgruppen
  • Sekundärprävention: Erfassung der Suizidalität bei potentiell gefährdeten Klientinnen und Klienten und mögliche Interventionen
  • Tertiärprävention: Massnahmen und Netzwerke nach Suizidversuch/Suizid
  • Transfer von Suizidprävention ins eigene Tätigkeitsfeld
  • Kontaktstudium
  • Seminare
  • Bearbeiten von klinischen Fallbeispielen
  • Üben in Lerngruppen
  • E-Learning
  • Selbststudium

Die Kompetenznachweise für den CAS-Studiengang «Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen» setzen sich aus den Kompetenznachweisen der einzelnen Fachkurse und dem Transfermodul zusammen.

Fachkurs «Leben mit der Sucht»

Sie erstellen ein persönliches Lernportfolio und präsentieren dieses am letzten Kurstag.

Im Transfermodul

Der Kompetenznachweis besteht je Transfermodul aus

  • der Abschlussarbeit,
  • der öffentlichen Verteidigung der Abschlussarbeit,
  • der erfolgreichen Mitarbeit in acht Journalclubs.

 

In den Wahlmodulen

Fachkurs «Motivational Interviewing»

  1. Sie nehmen an einem Kommunikationstraining mit Schauspielerinnen und Schauspielern teil, in welchem Sie Techniken des Motivational Interviewing anwenden.
  2. Sie präsentieren an einer Supervisionsveranstaltung einen Fall aus Ihrer Praxis oder aus dem Kommunikationstraining.

Fachkurs «Psychoedukation»

Sie führen eine mündliche Fallbeschreibung am letzten Kurstag durch und verfassen eine ca. 6-seitige Fallstudie zu einer psychoedukativen Intervention, die Sie in Ihrer eigenen Praxis umgesetzt haben.

Fachkurs «Suizidprävention»

Sie entwickeln für Ihren Kompetenznachweis ein Präventionsprojekt, welches relevant für Ihre Praxisinstitution oder die Gesellschaft ist. Am letzten Kurstag skizzieren Sie Ihren Studienkolleginnen und -kollegen den Projektplan. Dabei berücksichtigen Sie sinnvolle Zielkriterien und bedarfsgerechte Evaluationsmethoden.

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) in «Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen»

Der CAS-Studiengang kann in folgenden Studiengängen ein Wahlmodul sein:

Voraussetzungen + Zulassung

  • Fachpersonen mit einer beruflichen Tätigkeit im Suchtbereich.
  • Fachpersonen, die sich auf eine berufliche Tätigkeit im Suchtbereich vorbereiten möchten.

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Organisation + Anmeldung

Pflichtmodule

Fachkurs «Leben mit einer Sucht»

7 Kurstage, September bis Oktober 2020

«Transfermodul»

5 Kurstage und 1 Prüfungstag, März bis Juli 2021

Wahlpflichtmodule

Fachkurs «Motivational Interviewing»

7 Kurstage, November bis Dezember 2020

Im Fachkurs «Psychoedukation»

7 Kurstage, November bis Dezember 2020

Fachkurs «Suizidprävention»

7 Kurstage, Januar bis März 2021

Der CAS-Studiengang «Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen» besteht aus dem Fachkurs «Leben mit der Sucht», einem der drei Fachkurse «Motivational Interviewing», «Psychoedukation» oder «Suizidprävention» sowie einem der drei Transfermodule «Care Report», «Project» oder «Review».

Pflichtmodule

Fachkurs «Leben mit der Sucht»
 

  • Donnerstag, 10. September 2020

  • Freitag, 11. September 2020

  • Donnerstag, 17. September 2020

  • Freitag, 18. September 2020

  • Freitag, 16. Oktober 2020

  • Freitag, 23. Oktober 2020

  • Freitag, 30. Oktober 2020 (mündliche Prüfung: Präsentation Portfolio)

Transfermodul «Care Report», «>Project» oder «Review»
 

5 Kurstage und 1 Prüfungstag, März bis Juli 2021

Wahlpflichtmodule

Fachkurs «Motivational Interviewing»
 

  • Donnerstag, 5. November 2020
  • Freitag, 6. November 2020
  • Donnerstag, 12. November 2020
  • Freitag, 13. November 2020
  • Donnerstag, 19. November 2020
  • Donnerstag, 3. Dezember 2020 oder Freitag, 4. Dezember 2020 (Kommunikationstraining*)
  • Freitag, 11. Dezember 2020 Präsentation und Supervision eines Falls

* Sie nehmen nur an einem Kommunikationstraining teil; an welchem Tag Sie eingeteilt sind, erfahren Sie am ersten Kurstag.

Fachkurs «Suizidprävention»
 

  • Donnerstag, 21. Januar 2021
  • Freitag, 22. Januar 2021
  • Donnerstag, 4. Februar 2021
  • Freitag, 5. Februar 2021
  • Donnerstag, 25. Februar 2021
  • Freitag, 26. Februar 2021
  • Dienstag, 2. März 2021 mündliche Prüfung: Projektpräsentation

Fachkurs «Psychoedukation»
 

  • Montag, 2. November 2020
  • Dienstag, 3. November 2020
  • Montag, 16. November 2020
  • Dienstag, 17. November 2020
  • Montag, 30. November 2020
  • Dienstag, 1. Dezember 2020
  • Montag, 14. Dezember 2020 Fallvorstellung

Anmeldefrist: 3. Juli 2020
Start CAS-Studiengang: 10. September 2020

Die Kosten für den CAS-Studiengang «Sucht- und Abhängigkeitserkrankungen» stellen sich wie folgt zusammen:

Pflichtmodule
 

  • Fachkurs «Leben mit der Sucht»: CHF 2300
  • «Transfermodul»: CHF 1800

Wahlpflichtmodule
 

  • Fachkurs «Psychoedukation»: CHF 2500
  • Fachkurs «Motivational Interviewing»: CHF 2300
  • Fachkurs «Suizidprävention»: CHF 2300

Total: CHF 6400 bis CHF 6600 (je nach belegtem Fachkurs)

Wir stellen Ihnen pro belegtem Fachkurs und für das «Transfermodul» je eine separate Rechnung zu.

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Diplome (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Tabellarischer Lebenslauf (im PDF-Format, max. 1 MB)
  • Passfoto (im JPG-Format)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Studienort

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