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Aktueller denn je
15.09.2026 Wie können wir uns ausgewogen ernähren und gleichzeitig Ressourcen schonen? Um diese Frage zu beantworten, reicht ein Blickwinkel nicht aus. Genau deshalb entstand vor zehn Jahren an der Berner Fachhochschule der Master of Science in Life Sciences mit der Vertiefung Food, Nutrition and Health.
Das Wichtigste in Kürze
- Vor zehn Jahren entstand die Vertiefung Food, Nutrition and Health im Master of Science in Life Sciences.
- Die Vertiefung betrachtet Ernährungsfragen ganzheitlich – von der Produktion über den Konsum bis zu den Auswirkungen auf Gesundheit und Nachhaltigkeit.
- Heute studieren Menschen aus 15 Nationen in der Vertiefung und bringen unterschiedliche Erfahrungen und kulturelle Perspektiven in den Studienalltag ein.
Am Anfang war es nur ein informeller Austausch zwischen Mitarbeitenden der BFH-HAFL und des Departements Gesundheit. Heute ist die Vertiefung Food, Nutrition and Health aktueller denn je. Sie verbindet Ernährung, Gesundheit und Lebensmittelwissenschaften. Das Ziel: Fachpersonen auszubilden, die unterschiedliche Perspektiven zusammenbringen und komplexe Fragestellungen ganzheitlich betrachten können.
«Mit der Vertiefung Food, Nutrition and Health wollten wir einem Bedürfnis aus der Praxis nach Fachpersonen gerecht werden, die Ernährung und Lebensmittelwissenschaften miteinander verbinden können», erklärt Franziska Pfister, Mitinitiantin und Dozentin am Departement Gesundheit. Gleichzeitig hätten viele Studierende den Wunsch geäussert, ihren Horizont zu erweitern.
Gut kombiniert
Die Vertiefung wird gemeinsam von der BFH-HAFL, dem Departement Gesundheit der BFH und der HES-SO Wallis getragen. «Die Zusammenarbeit ermöglicht den Studierenden einen direkten Zugang zu Expertinnen und Experten aus den jeweiligen Fachbereichen. Sie profitieren so von fundiertem, praxisnahem Wissen aus unterschiedlichen Perspektiven», sagt Vertiefungsleiterin Marie-Noëlle Falquet. Diese Vielfalt spiegelt sich auch im Studium wider: Die Studierenden können individuelle Schwerpunkte nach ihren Interessen setzen. Gleichzeitig wirkt die Zusammenarbeit über den Studienalltag hinaus und bildet die Grundlage für gemeinsame Projekte, beispielsweise in der Forschung.
Ich habe grosses Vertrauen, dass sie die Herausforderungen von morgen verantwortungsvoll mitgestalten werden.
Im Ganzen betrachtet
Von Lebensmittelsicherheit über Public Health Nutrition bis hin zu Konsumverhalten, nachhaltigen Lieferketten oder Ernährung bei chronischen Erkrankungen: Die Studierenden lernen, Fragestellungen nicht isoliert zu betrachten, sondern Zusammenhänge zu erkennen. «Sie analysieren die Auswirkungen von Entscheidungen im gesamten Ernährungssystem», erklärt Marie-Noëlle Falquet und ergänzt: «Ich habe grosses Vertrauen, dass sie die Herausforderungen von morgen verantwortungsvoll mitgestalten werden.»
Einige Studierende entdecken dank dieser Vertiefung neue Leidenschaften und legen den Grundstein für ein einzigartiges berufliches Profil.
Über Grenzen hinweg
Heute studieren Menschen aus 15 Nationen in der Vertiefung Food, Nutrition and Health des Master of Science in Life Sciences. Die internationale Ausrichtung freut Marie-Noëlle Falquet: «Die Themen und Herausforderungen im Bereich der Ernährung sind weltweit von Bedeutung, auch wenn die Lösungen lokal gestaltet werden müssen.» Studierende aus unterschiedlichen Ländern bereichern mit ihren Erfahrungen und kulturellen Prägungen die Diskussionen im Studienalltag.
Diese Offenheit zeigt sich später auch in den beruflichen Wegen der Absolventinnen und Absolventen. «Besonders schön finde ich, dass einige dank dieser Vertiefung neue Leidenschaften entdecken und so den Grundstein für ein einzigartiges berufliches Profil legen», sagt Franziska Pfister.
Marie-Noëlle Falquet und Franziska Pfister wünschen sich, dass die Vertiefung auch in Zukunft dynamisch bleibt. Denn die Fragen rund um Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit entwickeln sich laufend weiter – und mit ihnen die Anforderungen an die Fachpersonen von morgen.