Neue Broschüre: Soziale Arbeit in Arztpraxen

17.02.2021 Viele Ärztinnen und Ärzte wünschen sich Unterstützung bei sozialen Patientenanliegen. Eine integrierte oder angegliederte Sozialberatung kann sie entlasten und die Versorgungsqualität verbessern. Die neue Broschüre zeigt auf, wie ein solches Angebot implementiert werden kann.

Im Gesundheitsbereich ist die Soziale Arbeit unterschiedlich stark vertreten. Spitäler oder psychiatrische Ambulatorien arbeiten oft eng mit Sozialarbeitenden zusammen. In Arztpraxen sind sie hingegen selten zu finden. Dies erstaunt, fällt es doch ambulant tätigen Ärzt*innen oft schwer, den Kontakt zu den vielfältigen Angeboten des Sozialwesens zu erstellen und zu pflegen. Sozialarbeitende können diese Brücke für die Arztpraxen schlagen und mit ihrer Arbeit viel zu einer besseren Vernetzung von Gesundheits- und Sozialwesen beitragen.

In Arztpraxen beraten und vernetzen Sozialarbeitende sowohl die Patient*innen als auch die Ärzt*innen bei versicherungsrechtlichen Anliegen, prekären Wohnsituationen, mangelnder Adhärenz, kulturellen Barrieren, genereller Lebensüberforderung, Stress oder Mobbing, drohendem Arbeitsplatzverlust oder bei sozialer Isolation. Durch die zusätzliche Expertise wird die Arztpraxis zur lernenden Organisation, die eine nachhaltige, patientenzentrierte und effiziente Versorgung gewährleisten kann.

Die neue Broschüre der BFH zeigt auf, wie Ärzt*innen der Schweiz mit Sozialarbeitenden zusammenarbeiten und wie sie davon profitieren. Zudem zeigt sie auf, wie ein solches Angebot finanziert werden kann. Sie gibt auch Antwort auf die Frage, welches sozialarbeiterische Angebot zu einer eher urbanen, einer eher ländlichen oder einer psychiatrischen Praxis passt.

Ärztliche Sprechstunde
Fachgebiet: Soziale Arbeit, Management + Organisationen
Rubrik: Dienstleistungen, Forschung