Internationales

Migration, Globalisierung und die Weltgesellschaft des 21. Jahrhunderts: Für uns ist eine grenzüberschreitende Perspektive in Lehre, Forschung und Berufspraxis selbstverständlich. Wir bilden Fachpersonen für Soziale Arbeit aus, die sich mit der internationalen Dimension der Profession und Disziplin der Sozialen Arbeit auskennen. Unsere Studierenden und Mitarbeitenden profitieren von unseren Kooperationen mit Hochschulen auf der ganzen Welt.

Mobilität + Austausch

Wir fördern den internationalen Austausch von Studierenden und Mitarbeitenden. Unsere Studierenden können ein Praxissemester in einer ausländischen Praxisorganisation absolvieren oder ein Studiensemester an einer ausländischen Hochschule belegen. Für Studiensemester im Ausland steht ein breites Netzwerk an Partnerhochschulen zur Verfügung. Regelmässig dürfen wir auch ausländische Studierende und Dozierende bei uns begrüssen.

Partnerhochschulen

Certificate of Global Competence

Mit dem «Certificate of Global Competence» der BFH können Sie sich dafür auszeichnen lassen, während des Studiums inter- und transkulturelle Kompetenzen erworben zu haben. 
 

Alexander Post, ehemaliger Student der Sozialen Arbeit, hat das BFH-Zusatzzertifikat «Certificate of Global Competence» erhalten. Die dazu erworbenen Fähigkeiten sind ihm nun bei seiner Arbeit auf dem Sozialdienst hilfreich, wo er häufig auf unterschiedliche Kulturen trifft.

Was ist das «Certificate of Global Competence»?

Das «Certificate of Global Competence» bietet Ihnen die Möglichkeit, sich im Rahmen des regulären Studiums zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen der Inter- und Transkulturalität anzueignen und gegenüber künftigen Arbeitgebenden auszuweisen.

Wer kann das «Certificate of Global Competence» erwerben?

Das Zertifikat können grundsätzlich alle Bachelor- oder Master-Studierenden erwerben, sofern sie es früh genug in ihre Studienplanung einbeziehen.

Wie funktioniert das «Certificate of Global Competence»?

Für das «Certificate of Global Competence» erwerben Sie keine ECTS-Credits, sondern Portfolio-Punkte. Damit können Sie die notwendigen Komponenten auf Ihre persönlichen und beruflichen Interessen abstimmen und sich auch ausserhalb des Studiums erbrachte Leistungen anrechnen lassen.

Um das Zertifikat zu erlangen, legen Sie ein persönliches «Portfolio of Global Competence» an. Das Portfolio beinhaltet 100 Punkte und besteht aus vier Komponenten:

Knowledge (30 Punkte)

Erwerb von spezifischen Kenntnissen wie beispielsweise theoretischen Rahmenkonzepten, welche Sie zur Analyse inter- und transkultureller Aspekte nutzen können, um in diesen Kontexten professionell zu handeln.

Activities & Engagement (30 Punkte) 

Durch inter- und transkulturelle Austausche sowie die Teilnahme an internationalen Fachdiskursen (Studienreisen, Summer Schools, Praxis- oder Studiensemester im Ausland etc.) erweitern Sie Ihren persönlichen und fachlichen Horizont.

Language (20 Punkte)

Durch den Erwerb von Fremdsprachen können Sie sensibel mit sprachlicher Vielfalt umgehen und auf internationaler Ebene aktiv am professionellen Diskurs teilnehmen.

Personal Reflection Report (20 Punkte)

In einem Reflexionsbericht analysieren Sie ein konkretes Ereignis und wenden dabei die erworbenen theoretischen Kenntnisse an.

Für Studierende des Departements Soziale Arbeit sind weiterführende Informationen auch auf dem Studienportal Moodle erhältlich.

Stipendien

Wir sind Teil des Swiss-European Mobility Programmes (SEMP, Schweizer Übergangslösung für Erasmus+). Stipendien für ein Studien- oder Praxissemester bei uns oder im europäischen Ausland betragen pauschal CHF 1'600 für ein Semester.

 

Outgoing Students

Ein Studien- oder Praxissemester im Ausland ermöglicht unseren Studierenden, ihre Lern- und Praxiserfahrungen im internationalen und fremdsprachigen Kontext auszuweiten und transkulturelle Kompetenzen zu erwerben. Als Fachleute der Sozialen Arbeit werden sie zunehmend auch im Inland mit einer Diversifizierung von Lebenswelten konfrontiert, welche transkulturelle Kompetenzen verlangen.


Studien- oder Praxissemester im Ausland

Im Rahmen des regulären Studiengangs ist es möglich, nach dem ersten Studienjahr ein Studien- oder Praxissemester im Ausland zu absolvieren. Auslandsemester werden vorzugsweise in Kooperation mit Partnerhochschulen organisiert. Studierende können aber auch selbständig Gasthochschulen und Praxisstellen im Ausland suchen.

Für Studierende des Departements Soziale Arbeit sind weiterführende Informationen auch auf dem Studienportal Moodle erhältlich.

Für ein Praxissemester im Ausland gelten die gleichen Anforderungen wie für eines in der Schweiz. Die Praxisausbildung umfasst ein Praxismodul von 5 oder 6 Monaten und die praxisbegleitenden Module (Theorie-Praxis-Werkstatt / Fallwerkstatt und die Ausbildungssupervision).


Auf dieser Karte sehen Sie, in welchen Ländern Studierende bisher Praxissemester absolviert haben.

 

Studien- oder Praxissemester an einer anderen Fachhochschule in der Schweiz

Unsere Studierenden haben auch die Möglichkeit, an einer anderen Fachhochschule in der Schweiz ein Praxis- oder Studiensemester zu absolvieren. Die Fachhochschule Westschweiz HES-SO und die Fachhochschule Südschweiz SUPSI bieten Module in französischer oder italienischer Sprache an und ermöglichen so, die Fremdsprachenkompetenzen zu erweitern.

Incoming Students

Wir fördern den internationalen und nationalen Studierendenaustausch und bieten Incoming Students die Möglichkeit, ein Studien- oder Praxissemester zu absolvieren.


Das Studienjahr ist aufgeteilt in zwei identisch gegliederte Semester:

  • Herbstsemester: Beginn Woche 38
  • Frühlingssemester: Beginn Woche 08

Aufbau der Semester:

  • Reguläres Studium: 12 Wochen
  • Blockunterricht: 4 Wochen
  • Prüfungswochen: 2 Wochen
     

Anmeldung Studiensemester

  1. Anmeldung beim International Office (IRO) in der Heimathochschule
  2. Fristgerechte Nominierung durch das IRO der Heimathochschule beim IRO des Departementes Soziale Arbeit der BFH
  3. Bestätigung der Nominierung durch das Departement Soziale Arbeit mit Link zur Online-Anmeldung für das geplante Studiensemester.
  4. Sobald die Online-Anmeldung vollständig ausgefüllt ist, erhalten die Incoming Students Informationen über das weitere Vorgehen.

Wir empfehlen unseren Incoming Students, im Voraus ihre Studienpläne mit dem Erasmus-Koordinator oder der Erasmus-Koordinatorin ihrer Heimathochschule zu besprechen und im «Learning Agreement» festzuhalten. Dies soll garantieren, dass die Studienleistungen von der Heimathochschule nach dem Auslandsemester anerkannt werden.

Anmeldetermine

  • Für ein Studiensemester im Frühling (Februar bis Juni): 15. Oktober 
  • Für ein Studiensemester im Herbst (September bis Januar): 15. Mai
     

Anmeldung Praxissemester

  1. Anmeldung beim International Office (IRO) in der Heimathochschule
  2. Fristgerechte Nominierung durch das IRO der Heimathochschule beim IRO des Departementes Soziale Arbeit der BFH
  3. Bestätigung der Nominierung durch das Departement Soziale Arbeit mit Link zur Stellengalerie
  4. Online Anmeldung auf der Plattform MoveOn und IS-Academia
  5. Selbständige Bewerbung um eine Praxisstelle in einer von der BFH anerkannten Praxisorganisation
  6. Meldung der Zusage der Praxisorganisation für eine Praxisstelle beim Ressort Praxisausbildung des Departements Soziale Arbeit 
  7. Bestätigung durch das Departement Soziale Arbeit 

Anmeldetermine

  • Für ein Praxissemester im Frühling (Februar-Juni): 1. Mai des Vorjahres
  • Für ein Praxissemester im Herbst (September-Januar): 1. November des Vorjahres

Unterstützung von Gaststudierenden

Das «Erasmus Student Network» (ESN) ist eine internationale Selbsthilfeorganisation von Studierenden zur Förderung der Studierendenmobilität. Die lokalen ESN-Sektionen wie die Sektion Bern unterstützen Gaststudierende während ihres Aufenthalts durch ein Buddy System und durch die Organisation sozialer Anlässe. 

Unterstützung von Forschenden

Das Welcome Center ist das Euraxess Service Center der BFH und Teil des Euraxess Netzwerks für mobile Forschende, welches in rund 40 europäischen Ländern vertreten ist. Ebenfalls zur Verfügung stehen die umfassenden Informationen von Euraxess Switzerland rund um die Themen Einreise, Arbeitsbeginn, Forschung und Familie.

Projekte

Auf vielfältige internationale Zusammenarbeit legen wir grossen Wert. In der Forschung arbeiten wir in mehreren Projekten mit ausländischen Partnern zusammen.

MehrNetzWert

Forschungsprojekt zur Optimierung des Unterstützungsnetzwerks von Kindern und Jugendlichen in Gefährdungssituationen 

Das Projekt befasst sich länderübergreifend (Schweiz-Deutschland) mit der Unterstützung, welche Fachkräfte der Sektoren Justiz, Soziale Arbeit, Gesundheit und Volksschule an Kinder in Gefährdungssituationen leisten.

Projektpartner:

  • Universität Duisburg-Essen, Institut für Stadtteilentwicklung und Soziale Arbeit

Praxispartner:

  • Mitarbeitende des Sozialen Dienstes des Jugendamts der Stadt Essen
  • Mitarbeitende des Sozialen Dienstes des Jugendamts des Landkreises St. Wendel
  • KESB Bern
  • KESB Emmental

Neue Finanzierungsmodelle für soziale Dienstleistungen

Eine neue Entwicklung in der Finanzierung sozialer Dienstleistungen sind Social Impact Bonds. Dabei finanzieren private Investitionen (mit der Möglichkeit eines Gewinns), öffentliche Güter. Das Instrument wurde 2010 in Grossbritannien erstmals angewendet und hat sich schnell verbreitet. Heute gibt es mehr als 74 Programme. Diese Ausdehnung ist mit mehreren unbewiesen positiven und negativen Thesen verbunden, die im Projekt untersucht werden sollen. 

Research collaborators: 

  • International Labor Organization (Craig Churchill and Patricia Richter)
  • University of Utrecht (Prof. Dr. Wojtek Przepiorka)
  • London School of Hygiene and Tropical Medicine (Prof Dr. Alec Fraser)

Provider Partners: 

  • St Mungos (London, UK)
  • Sheffield Futures (Sheffield, UK) 
  • Caritas (Bern, CH)
  • Eckert Schule (Augsburg, Germany)
  • Buzinezz Club (Amsterdam, Netherlands)
  • Boas Werkt (Enschede, Netherlands)

Government Data Partners:

  • Department of Work and Pensions (DWP) in the UK
  • Bundesamt für Statistik in CH
  • CBS in NL
  • IAB in DE

 

TAO - Third Age Online

Die Online-Enzyklopädie Wikipedia hat nicht genügend loyale und langfristig tätige Autoren. Viele ältere Leute (60+) hätten die Sachkenntnis und die Zeit für Wikipedia zu schreiben: eine  vielversprechende Kombination? Ein von der BFH durchgeführtes Projekt hat untersucht, wie sowohl ältere Leute als auch Wikipedia von einer solchen Zusammenarbeit profitieren können. Am Forschungsprojekt TAO (Third Age Online) nahmen auch Wikimedia Schweiz und Wikimedia Deutschland teil. In der Schweiz, in Deutschland und in den Niederlanden wurde untersucht, was ältere Leute an Wikipedia anzieht und was sie von einer aktiven Beteiligung abhält. Zudem wurde überprüft, wie man den Zugang für ältere Personen zu den Online Communities (wie z.B. Facebook oder Wikipedia) fördern kann. 

Kinderschutzsysteme: ein internationaler Vergleich von Good Practice

Im Rahmen eines Forschungsprojekts des Fachbereichs Soziale Arbeit wurde für Grossbritannien, Australien, Finnland, Schweden und Deutschland das System des Kinderschutzes beschrieben und unter dem Blickwinkel positiver und negativer Erfahrungen untersucht. Das internationale Forschungsteam erarbeitete auf dieser Grundlage Empfehlungen für die Schweiz, die von einem interdisziplinär zusammengesetzten Schweizer Expertenpanel diskutiert und hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit bewertet wurden.

Am 9. Oktober 2014 wurden die Projektresultate im British Journal of Social Work publiziert.

Projektpartner:

  • Deutsches Jugendinstitut e.V.
  • Lunds universitet
  • Queen’s University Belfast- School of Sociology, Social Policy and Social Work
  • University of Jyväskylä
  • University of South Australia