- Story
Industrialisierung dort erleben, wo sie stattfindet
31.08.2026 Wie funktioniert Industrialisierung in der Praxis? Bei der IPM Summer School konnten Studierende dies während zwei Wochen direkt im Werk von Endress+Hauser in Reinach erleben.
Das Wichtigste in Kürze
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Industrie erleben: Zwei Wochen Praxis in der Summer School bei Endress+Hauser – direkt im Werk und an realen Fragestellungen.
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Wissen anwenden: Fachinputs, Workshops und Projekte mit Expert*innen und Dozierenden.
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Gemeinsam lernen: Interdisziplinärer Austausch, Teamwork und Präsentation eigener Lösungen.
Bereits zum zweiten Mal nahmen Studierende des Wirtschaftsingenieurwesens der BFH gemeinsam mit Studierenden der FH Graubünden, Hochschule Luzern und FHNW an der Summer School teil. Im Zentrum standen Themen wie Lean Management, Produktion, Industrialisierung, Smart Manufacturing und Supply Chain.
Das industrielle Umfeld dafür ist eindrücklich: Die Endress+Hauser Gruppe beschäftigt weltweit rund 18'000 Mitarbeitende und produziert in über 30 Werken auf vier Kontinenten. Endress+Hauser Flow, das Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik und Gastgeber der Summer School, beschäftigt rund 2'900 Mitarbeitende weltweit – davon über 1'600 am Standort Reinach.
Die fachlichen Inputs kamen sowohl von den beteiligten Hochschulen als auch von Expertinnen und Experten von Endress+Hauser. Das Besondere: Die vermittelten Konzepte wurden unmittelbar im Werk erlebt und auf konkrete Fragestellungen übertragen. So konnten die Studierenden nicht nur Methoden und Modelle kennenlernen, sondern direkt sehen, wie diese in einem internationalen Industrieunternehmen angewendet werden.
Seitens BFH brachten Cédric Bessire und Moritz Maier zwei zentrale Perspektiven der Industrialisierung ein: Cédric Bessire vermittelte das Thema Werksplanung, Moritz Maier Innovation und Stage-Gate. Damit spannten die Beiträge den Bogen von der Entwicklung neuer Produkte bis zur Gestaltung der industriellen Strukturen, in denen diese effizient produziert werden können.
Wie anspruchsvoll dieses Zusammenspiel in der Praxis ist, zeigt allein die Variantenvielfalt bei Endress+Hauser Flow: Das Produktportfolio umfasst über 30 Millionen mögliche Varianten. Produktinnovation schafft neue Möglichkeiten und zusätzliche Varianz – Produktion, Prozesse und Werksplanung müssen diese Komplexität beherrschbar machen.
Die Studierenden blieben dabei nicht in der Rolle der Beobachtenden. In hochschulübergreifenden Teams arbeiteten sie an konkreten Praxisaufgaben rund um Produkte von Endress+Hauser Flow. Dabei galt es, Zusammenhänge zu analysieren, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und eigene Lösungsansätze zu entwickeln.
Zum Abschluss präsentierten die Studierenden die Ergebnisse ihrer Praxisarbeiten vor Vertreterinnen und Vertretern von Endress+Hauser, darunter Urs Endress und Mitglieder der Geschäftsleitung, und diskutierten ihre Lösungsansätze direkt mit ihnen. Damit erhielten sie unmittelbares Feedback von Personen, die sich in der Praxis mit genau solchen industriellen Herausforderungen auseinandersetzen.
Die IPM Summer School verbindet damit akademische Inhalte konsequent mit industrieller Praxis. Für die Studierenden werden Zusammenhänge zwischen Innovation, Produktion, Industrialisierung und Supply Chain nicht nur theoretisch verständlich, sondern unmittelbar erlebbar.
Wir freuen uns bereits auf die nächste IPM Summer School!
Wir können Industrialisierung im Hörsaal erklären. Wirklich verstehen lernt man sie aber dort, wo sie täglich stattfindet. Genau das macht die Summer School für mich so wertvoll: Unsere Studierenden arbeiten zwei Wochen mitten in der Industrie an realen Fragestellungen und diskutieren ihre Lösungen direkt mit den Menschen, die sie in der Praxis umsetzen.