Alterspolitik

Im Fokus des Studiengangs stehen aktuelle Fragen der Lebensgestaltung im Alter, auf die wir als Individuen und als Gesellschaft Antworten finden müssen.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Personen, die sich mit Fragen des Alterns und mit Altersthemen auseinandersetzen, welche die Gestaltung des öffentlichen Raumes betreffen, 
  • fokussiert auf aktuelle Fragen der Lebensgestaltung im Alter, auf die wir als Individuen und als Gesellschaft Antworten finden müssen,
  • setzt sich damit auseinander, inwieweit wir ältere Menschen in unser Handeln einbeziehen und was diese motiviert, den öffentlichen Raum und die Politik mitzugestalten,
  • macht Sie mit Konzepten zur altersfreundlichen Lebens- und Umweltgestaltung vertraut, die Sie auf die politische Praxis anwenden,
  • ermöglicht Ihnen, Fälle aus Ihrem Erfahrungsbereich zu behandeln; Ihr Kompetenznachweis steht in direktem Bezug zu Ihrer beruflichen Situation,
  • sorgt mit dem Mix von Studierenden aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen und praxisorientierten Fachexpertinnen und -experten für einen anregenden Austausch.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 24 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 7.5.2019
  • Anzahl ECTS 15 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7'800
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Juni 2019 bis März 2020
  • Broschüre

Weiterbildung Institut Alter | Studienaufbau

Inhalt + Aufbau

Portrait

Im Fokus dieser Weiterbildung stehen Fragen im Zusammenhang von Politik und Lebensgestaltung im Alter:

  • Inwieweit stehen öffentliche Räume älteren Menschen offen? 
  • Inwieweit fühlen sich ältere Menschen motiviert, diese Räume mit ihrem Wissen mitzugestalten? 

Die Basis für die Bearbeitung dieser Fragen bilden Konzeptionen aus der politischen Philosophie. So bedeutet Leben z. B. im Sinne von Hannah Arendt «unter Menschen sein» und mitverantwortlich zu handeln. Hier stellt sich u. a. die Frage, inwieweit wir ältere und hochaltrige Menschen in unser Handeln einbeziehen und ihre Stärken und Kräfte gezielt ansprechen.

Ausbildungsziel

  • Sie sind vertraut mit politischen Konzeptionen einer altersfreundlichen Lebens- und Umweltgestaltung und können diese in politische Theorien (so zum Beispiel in jene von Hannah Arendt) einordnen.
  • Sie sind mit zentralen ethischen Fragestellungen vertraut, die sich mit Blick auf eine altersfreundliche Lebens- und Umweltgestaltung (einschliesslich der Versorgungs- und Dienstleistungsstruktur) ergeben, und sind in der Lage, ethische Herausforderungen und Problemsituationen differenziert wahrzunehmen und zu bearbeiten.
  • Sie sind vertraut mit den wichtigsten internationalen und nationalen Politikdokumenten, in denen die Lebensgestaltung im Alter adressiert wird.
  • Auf der Basis dieses Fundaments, können Sie Fragen der Politik und Ethik des Alters einordnen und reflektieren.
  • Sie können politische Konzepte beurteilen und diese mit Faktenwissen untermauern und wissenschaftlich einordnen.

Dieses Angebot ist eine Neukonzeption des langjährig geführten CAS Altern im gesellschaftlichen Kontext. Das neue Angebot zeichnet sich inhaltlich durch drei Angebotsteile aus:

Politik und Ethik

Aussagen zur politischen Philosophie und ein Grundverständnis von Ethik bilden die Basis und Rahmung der Weiterbildung.

Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur

Etablierte Hochschuldozierende aus der Schweiz, aus Deutschland und aus Österreich unterrichten aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen zu relevanten alterspolitischen Themen.

Alterspolitik und Praxis in der Schweiz

Beraten durch Fachpersonen und Praktiker aus Wirtschaft und Verwaltung, werden aktuell relevante Themen aus der Schweizer Alterspolitik sowie der Wirtschafts- und Sozialpolitik identifiziert und für den Unterricht aufbereitet.

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium enthält themenspezifische Gruppenarbeiten und praxisrelevante Übungen. 

  • In Vorausaufgaben bereiten Sie sich – vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrung – auf die jeweiligen Themen vor. 
  • In Übungen, die das eigene Erleben konkreter Situationen fördern, reflektieren Sie die eigene Person und Rolle als Teil von Person-Umwelt-Interaktionen. 
  • In Intervisionsgruppen üben und praktizieren Sie kollegiale Beratung. 
  • Sie bearbeiten ein von Ihnen gewähltes Thema empirisch. Dabei werden Sie individuell unterstützt und begleitet.

Konsequente Praxisorientierung 

Unsere Praxisnähe spiegelt sich nicht nur in den Studieninhalten. Reflektierte, dokumentierte und evaluierte Praxiserfahrungen bilden wesentliche Bestandteile unserer Weiterbildung. Wir arbeiten mitunter mit Beispielen und Situationen aus Ihrem Erfahrungsbereich und die Kompetenznachweise stehen in direktem Bezug zu Ihrer beruflichen Situation. Das Studium lässt Ihnen Raum zu Reflexion und Diskussion und fördert damit die Entwicklung neuer Ideen für Ihre berufliche Praxis. 

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Vollständige Teilnahme an den Studientagen mit den damit verbundenen Voraus-, Umsetzungs- und Reflexionsaufgaben
  • Teilnahme an Intervisionsgruppen
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Mündliche Präsentation im Rahmen der Abschlusstage 

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Änderungen vorbehalten

Partner

Ein Angebot des Instituts Alter der Berner Fachhochschule, entwickelt in Kooperation mit dem Institut für Gerontologie der Universität Heidelberg, Herrn Prof. Dr. Andreas Kruse.

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Personen, die sich für Alters- und Alternsthemen interessieren und sich mit Fragestellungen auseinandersetzen, welche die Politik, das heisst die Gestaltung des öffentlichen Raumes betreffen. Angesprochen sind hier insbesondere:

  • Leitungsverantwortliche und Fachpersonen aus Verwaltung, Beratung, Politik und weiteren Berufsrichtungen
  • Personalverantwortliche privatwirtschaftlicher Unternehmen und des öffentlichen Sektors.
  • Administrative Fachpersonen in Verwaltung, Verbänden und Unternehmen

Der CAS eignet sich auch für interessierte Personen, die zukünftig im Bereich Alterspolitik aktiv sein wollen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

Studienort + Infrastruktur