Systemische Beratung mit Persönlichkeitsanteilen

Das im Fachkurs vermittelte Modell für die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen IIFS ist in verschiedenen Beratungskontexten anwendbar und dient der kompetenten Begleitung nachhaltiger Veränderungsprozesse.

Der selbsterfahrungs- und achtsamkeitsorientierte Fachkurs:

  • richtet sich an Fachkräfte der Sozialen Arbeit und aus angrenzenden Handlungsfeldern, die beratend tätig sind,
  • vermittelt Ihnen das praxisrelevante Grundwissen zum IIFS-Modell,
  • vermittelt eine Haltung, wie Sie als beratende Person Ihren eigenen Persönlichkeitsanteilen und denen Ihrer Klientinnen und Klienten mit Verbundenheit, Interesse und Akzeptanz begegnen können,
  • vermittelt durch praktische Übungseinheiten in Kleingruppen eine strukturierte Vorgehensweise, wie Sie in der Beratung den Zugang in die innere Welt Ihres Gegenübers anregen und begleiten können,
  • zeigt Ihnen, wie Sie die Selbstführungskompetenz Ihrer Klientel stärken und nachhaltige Veränderungsprozesse anregen können,
  • fördert Ihre Authentizität, Zentrierung und Gelassenheit in herausfordernden Beratungssituationen und verhilft Ihnen zu mehr Leichtigkeit,
  • gibt Ihnen die Möglichkeit, an Supervisionstagen eigene Fälle einzubringen.
Interagierende Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kursbestätigung
  • Dauer 8 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 19.10.2020
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2'560
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 17.-20. November 2020
    2.-5. März 2021
  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Systemische Beratung

Inhalt + Aufbau

Portrait

In aktuellen Konzepten zur Teilearbeit wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch über eine Vielzahl von Persönlichkeitsanteilen verfügt, die miteinander interagieren.

Das systemisch-integrative Modell zur Arbeit mit der Inneren Familie (IIFS) ermöglicht Beratenden einen feinfühligen, aber konsequenten Weg in die innere Welt des Gegenübers. In einer strukturierten und respektvollen Vorgehensweise werden Klientinnen und Klienten befähigt, zwischen den oft streitenden inneren Anteilen ein neues Gleichgewicht herzustellen, was eine Voraussetzung für nachhaltige Veränderungsprozesse ist.

Ausbildungsziel

Mit diesem Fachkurs

  • haben Sie praxisrelevantes Grundwissen zum IIFS-Modell und können es in Ihrer Beratungspraxis sinnvoll integrieren.
  • können Sie IIFS-typische, systemisch ausgerichtete Interventionen und Frageformen nutzen.
  • erlangen Sie mit IIFS Sicherheit in herausfordernden Beratungssituationen und können Unterstützungsprozesse achtsam und ressourcenorientiert gestalten.
  • sind Sie in der Lage, wiederkehrende Muster der Klientinnen und Klienten vor dem Hintergrund ihrer inneren Anteile zu erkennen.
  • wissen Sie, wie Sie den Körper in seinem Ausdruck und Wissen in Ihre Arbeit einbeziehen können und schärfen Ihre Wahrnehmung für nonverbale Signale.
  • kennen Sie Zugänge zu selbst-stärkenden Ressourcen für sich und Ihre Klientel.
  • Einführung in das IIFS-Modell und seine Bedeutung in der Beratungspraxis
  • Haltung des/der Beratenden in der IIFS-Arbeit
  • Kennenlernen der verschiedenen Typen der Persönlichkeitsanteile, deren Aufgaben, Rollen und Lasten im inneren System
  • Die Bedeutung des Selbst und seine Qualitäten
  • Umsetzung des IIFS-Modells im Beratungsalltag:
  • Die ersten Schritte und die wichtigsten Fragen zur Erforschung eines inneren Persönlichkeitsteils
  • Körperwissen, Körpersprache
  • Erproben spielerischer Methoden, die das Veranschaulichen innerer Teile unterstützen
  • Verlauf und Abschluss einer IIFS-Sitzung
  • Supervision

Der Fachkurs besteht aus 2 Kurseinheiten à 4 Tagen. Der 4. Kurstag ist jeweils als Supervisionstag konzipiert, an dem eigene Fälle eingebracht werden können. Auch dadurch wird ein Transfer in Ihre jeweiligen Handlungsfelder und Beratungssituationen sichergestellt.

Fachliche Inputs, praktische und selbstreflexive Übungen, Demonstrationen, Gruppenarbeiten, Bearbeitung von Fallbeispielen.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

  • Angelika Krebs, Diplom-Psychologin. Eigene Praxis als Psychologische Psychotherapeutin. Dozentin an verschiedenen Ausbildungsinstituten. Ausbildung u.a. in tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und personenzentrierter Gesprächstherapie (GwG), Focusing, Traumatherapie (PITT). 2008 Ausbildung zur IFS-Therapeutin.
  • Anette Schütz-Leberecht: Diplom-Psychologin. Eigene Praxis als Psychologische Psychotherapeutin. Ausgebildet u.a. in personenzentrierter Gesprächstherapie (GwG) und Verhaltenstherapie. 2011 Ausbildung zur IFS-Therapeutin, seit 2015 Assistentin im IFS-Lehrteam München

Voraussetzungen + Zulassung

Fachkräfte aus den verschiedenen beruflichen Kontexten der Sozialen Arbeit und aus angrenzenden Handlungsfeldern, die in ihrem Arbeitsfeld beratend und begleitend tätig sind und ihre beruflichen Kompetenzen vertiefen möchten.

Erwartet werden Berufserfahrung sowie Beratungspraxis, die einen Transfer des Gelernten ermöglicht. Zur Sicherung des eigenen Kompetenzerwerbs ist die Bereitschaft zu Selbsterfahrung und zum praktischen Üben in Kleingruppen erwünscht.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

17.-20. November 2020
2.-5. März 2021
jeweils 8.45-16.45 Uhr

19.10.2020

Studienort + Infrastruktur