Systemische Beratung mit Persönlichkeitsanteilen

Das hier vermittelte Modell für die Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen ist in den unterschiedlichen Kontexten von Beratung anwendbar und dient der kompetenten Begleitung nachhaltiger Veränderungsprozesse.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Fachkräfte der Sozialen Arbeit und aus angrenzenden Handlungsfeldern, die beratend tätig sind,
  • vermittelt Ihnen praxisrelevantes Grundwissen zum IIFS-Modell und die Art und Weise, wie Sie dieses in Ihre Beratungspraxis integrieren,
  • macht Sie mit den verschiedenen Persönlichkeitsanteilen eines Menschen bekannt und befähigt Sie, diese für die persönliche Weiterentwicklung Ihrer Klientinnen und Klienten zu nutzen,
  • vermittelt Ihnen eine methodisch strukturierte und respektvolle Vorgehensweise für die Begleitung nachhaltiger Veränderungsprozesse,
  • verschafft Ihnen Sicherheit in herausfordernden Beratungssituationen und befähigt Sie, Unterstützungsprozesse achtsam und ressourcenorientiert zu gestalten,
  • gibt Ihnen die Möglichkeit, an Supervisionstagen eigene Fälle einzubringen.
Interagierende Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkurs
  • Dauer 8 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 9.9.2019
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2'560
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 8.10.2019 / 9.10.2019 / 10.10.2019 / 11.10.2019
    28.1.2020 / 29.1.2020 / 30.1.2020 / 31.1.2020
  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Systemische Beratung

Inhalt + Aufbau

Portrait

In aktuellen Konzepten zur Teilearbeit wird davon ausgegangen, dass jeder Mensch über eine Vielzahl von Persönlichkeitsanteilen verfügt, die miteinander interagieren.

Das systemisch-integrative Modell zur Arbeit mit der Inneren Familie (IIFS) ermöglicht Beratenden einen feinfühligen, aber konsequenten Weg in die innere Welt des Gegenübers. In einer strukturierten und respektvollen Vorgehensweise werden Klientinnen und Klienten befähigt, zwischen den oft streitenden inneren Anteilen ein neues Gleichgewicht herzustellen, was eine Voraussetzung für nachhaltige Veränderungsprozesse ist.

Ausbildungsziel

  • Sie haben praxisrelevantes Grundwissen zum IIFS-Modell und können es in Ihrer Beratungspraxis sinnvoll integrieren.
  • Sie können IIFS-typische, systemisch ausgerichtete Interventionen und Frageformen nutzen.
  • Sie erlangen durch IIFS Sicherheit in herausfordernden Beratungssituationen und können Unterstützungsprozesse achtsam und ressourcenorientiert gestalten.
  • Sie sind in der Lage, wiederkehrende Muster der Klientinnen und Klienten vor dem Hintergrund ihrer inneren Anteile zu erkennen.
  • Sie wissen, wie Sie den Körper in seinem Ausdruck und Wissen in Ihre Arbeit einbeziehen können und schärfen Ihre Wahrnehmung für nonverbale Signale.
  • Sie kennen Zugänge zu selbst-stärkenden Ressourcen für sich und Ihre Klientel.
  • Einführung in das IIFS-Modell und seine Bedeutung in der Beratungspraxis
  • Haltung des/der Beratenden in der IIFS-Arbeit
  • Kennenlernen der verschiedenen Typen der Persönlichkeitsanteile, deren Aufgaben, Rollen und Lasten im inneren System
  • Die Bedeutung des Selbst und seine Qualitäten
  • Umsetzung des IIFS-Modells im Beratungsalltag:
  • Die ersten Schritte und die wichtigsten Fragen zur Erforschung eines inneren Persönlichkeitsteils
  • Körperwissen, Körpersprache
  • Erproben spielerischer Methoden, die das Veranschaulichen innerer Teile unterstützen
  • Verlauf und Abschluss einer IIFS-Sitzung
  • Supervision

Aufbau

Der Fachkurs besteht aus 2 Kurseinheiten à 4 Tagen. Der 4. Kurstag ist jeweils als Supervisionstag konzipiert, an dem eigene Fälle eingebracht werden können. Auch dadurch wird ein Transfer in Ihre jeweiligen Handlungsfelder und Beratungssituationen sichergestellt.

Fachliche Inputs, praktische und selbstreflexive Übungen, Demonstrationen, Gruppenarbeiten, Bearbeitung von Fallbeispielen.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

  • Ruthild Haage-Rapp: Diplom-Psychologin. Eigene Praxis als Psychologische Psychotherapeutin. Lehrtätigkeiten an verschiedenen Hochschulen. Ausgebildet u.a. in personenzentrierter Gesprächstherapie (GwG), Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie (Hakomi), Traumatherapie (EMDR, PITT). 2011 Ausbildung zur IFS-Therapeutin.

  • Anette Schütz-Leberecht: Diplom-Psychologin. Eigene Praxis als Psychologische Psychotherapeutin. Ausgebildet u.a. in personenzentrierter Gesprächstherapie (GwG) und Verhaltenstherapie. 2011 Ausbildung zur IFS-Therapeutin, seit 2015 Assistentin im IFS-Lehrteam München

Voraussetzungen + Zulassung

Fachkräfte aus den verschiedenen beruflichen Kontexten der Sozialen Arbeit und aus angrenzenden Handlungsfeldern, die in ihrem Arbeitsfeld beratend und begleitend tätig sind und ihre beruflichen Kompetenzen vertiefen möchten

Erwartet wird eine entsprechende Berufserfahrung sowie Beratungspraxis, die einen Transfer des Gelernten ermöglicht. Zur Sicherung des eigenen Kompetenzerwerbs ist die Bereitschaft zum praktischen Üben in Kleingruppen erwünscht.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

8.-11. Oktober 2019
28.-31. Januar 2020
jeweils 8.45-16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur