- Dozierende + Mitarbeitende
Jean Purdy Award für BFH-Forscherin Madeleine Bernet
10.07.2026 Dr. Madeleine Bernet ist am European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) 2026 Annual Meeting in London mit dem Jean Purdy Award ausgezeichnet worden. Sie ist die erste Pflegewissenschaftlerin aus der Schweiz, die diese internationale Ehrung erhält.
Das Wichtigste in Kürze
- Madeleine Bernet erhielt für ihre Forschungsarbeit den Jean Purdy Award 2026.
- Der Preis wurde am European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) 2026 Annual Meeting in London verliehen.
- Madeleine Bernet will ihre Forschung in diesem Bereich weiterführen.
Mit dem Jean Purdy Award würdigt die ESHRE herausragende wissenschaftliche Beiträge im Bereich der Reproduktionsmedizin. Ausgezeichnet wurde Madeleine Bernet für ihre Forschung zum Thema unerfüllter Kinderwunsch und Fertilitätsbehandlungen in der Schweiz. Im Rahmen des Forschungsprojekts HoPE (Health care users’ and professionals’ perspectives and experiences in fertility treatment in Switzerland) untersuchte sie die Erfahrungen und Bedürfnisse von Betroffenen sowie von Gesundheitsfachpersonen. Ihr Ziel war es, die psychosoziale Versorgung von Menschen mit unerfülltem Kinderwunsch zu verbessern und Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Betreuung in der Schweiz zu geben.
Die Preisverleihung fand anlässlich des European Society of Human Reproduction and Embryology (ESHRE) 2026 Annual Meeting in London statt. Der Jean Purdy Award erinnert an die britische Pflegefachfrau und Embryologin Jean Purdy, Pionierin der Reproduktionsmedizin. Sie war massgeblich an der ersten erfolgreichen In-vitro-Fertilisation (IVF) beteiligt, die 1978 zur Geburt des ersten durch IVF gezeugten Menschen führte. Trotz der Bedeutung ihrer Arbeit wurde ihr Name jahrzehntelang in jeder Anerkennung ausgelassen. Erst nach Tod wurde ich Beitrag zur Wissenschaft gewürdigt.
«Dieser Award bedeutet mir unglaublich viel. Dass der Preis den Namen von Jean Purdy trägt, macht diese Auszeichnung für mich besonders wertvoll. Ihr Wirken heute sichtbar zu machen, ist ein wichtiges Zeichen für die Anerkennung wissenschaftlicher Leistungen von Frauen», sagt Madeleine Bernet.
Auch künftig will sie ihre Forschung in diesem Bereich weiterführen: «Besonders wichtig ist mir der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis. Wissenschaftliche Ergebnisse sollen die Betreuung und Versorgung von Menschen verbessern, in die Lehre einfliessen und Impulse für Gesellschaft und Politik geben. Dafür werde ich mich auch in Zukunft mit grossem Engagement einsetzen.»