Lehrangebot
Eine kollaborative Gesundheitsversorgung setzt interprofessionelle Kompetenzen voraus. Diese erwerben die Studierenden in unseren Modulen für die vier Bachelor-Studiengänge. Leadership-Kompetenzen können die Studierenden in unserem einzigartigen Master of Science in Healthcare Leadership erwerben.
Master of Science in Healthcare Leadership
Mit dem neuen und schweizweit einzigartigen Master of Science in Healthcare Leadership entwickeln Sie als Gesundheitsfachperson umfassende Führungsqualitäten und spezifisches Fachwissen im Management.
Der Master-Studiengang wurde zusammen mit der Direktion Pflege der Insel Gruppe speziell für Gesundheitsfachpersonen entwickelt. Das Studium erweitert Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten in fünf Modulgruppen. In diesen vertiefen Sie Ihr Handeln im Gesundheitswesen, Grundlagen der Gesundheitsökonomie, angewandte Statistik und Forschungsmethoden. Der Fokus im Studium liegt auf Leadership und Management. Sie schliessen Ihr Studium mit einer Master-Thesis ab.
Interprofessionelle Lehre in den Bachelor-Studiengängen
In interprofessionellen Modulen eignen sich die Studierenden der Bachelor-Studiengänge Ernährung und Diätetik, Hebamme, Pflege sowie Physiotherapie interprofessionelle und berufsgruppenübergreifende Kompetenzen an.
Die Module vermitteln sowohl interprofessionelle Kompetenzen wie beispielsweise Kommunikation und Rollenverteilung, als auch berufsgruppenübergreifende Kompetenzen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit der Interprofessionalität stehen. Dazu gehören Forschungsmethoden, Public Health, Qualität und Sicherheit sowie Self Leadership. Die interprofessionellen Module machen insgesamt 45 ECTS-Credits des gesamten Bachelor-Studiums (180 ECTS-Credits) aus.
Interprofessionelle Module
Module
- Forschungsmethoden 1
- Forschungsmethoden 2
- Innovation und Transformation
- Kommunikation und Partizipation
- Public Health
- Qualität und Sicherheit
- Self Leadership
- Bachelor-Thesis
Interprofessionelle Lehre in den MSc-Studiengängen
Unsere Master-Studiengänge sind interprofessionell ausgerichtet, um die Absolvent*innen zu starken Akteur*innen im Gesundheitswesen auszubilden. Die Studierenden absolvieren gemeinsam mit den anderen Master-Studierenden des Departements Gesundheit ausgewählte interprofessionelle Module wie angewandte Ethik, Advanced Practice oder Grundlagen der Gesundheitsökonomie. Sie werden mit unterschiedlichen Perspektiven konfrontiert, lernen, ihre eigenen Standpunkte zu hinterfragen und andere zu verstehen. Damit entwickeln sie Fertigkeiten zur interprofessionellen Zusammenarbeit und werden in der Lage sein, Praxissituationen ganzheitlich anzugehen. Die Expertise unserer Absolvent*innen geht über die fachliche Expertise der eigenen Profession hinaus. Sie arbeiten agil und auf Augenhöhe mit anderen Gesundheitsfachpersonen, aber auch mit Patient*innen, Klient*innen und deren Angehörigen arbeiten.
So werden sie als professionell und interprofessionell akademisch ausgebildete Gesundheitsfachpersonen nicht nur Ihre Profession, sondern auch das Gesundheitswesen weiterentwickeln.
Angewandte Ethik
In der professionellen Betreuung von Menschen, die gesundheitliche Anliegen haben, stellen sich immer auch ethische Fragen. In diesem Modul entdecken Sie, wie diese Fragen theoretisch erörtert, praktisch veranschaulicht und in Ihrer konkreten Berufspraxis entwickelt werden können. Dabei vertiefen Sie auch ethische Grundlagen der interprofessionellen Zusammenarbeit und der klinischen Ethik, welche für das Handlungsfeld von Gesundheitsfachpersonen auf Masterstufe unabdingbar sind.
Kommunikation
In diesem Modul werden verschiedene Kommunikationsarten vertieft. So wird zum einen die Kommunikation mit Klient*innen und Patient*innen (therapeutische Beziehung) im Mittelpunkt stehen. Dabei erlernen Sie auch die erweiterte Technik der motivierenden Gesprächsführung im interprofessionellen Kontext oder bei kritischen Situationen mit Klient*innen oder Patient*innen. Zum anderen professionalisieren Sie Ihre adressatengerechte, schriftliche Ausdrucksweise im wissenschaftlichen Schreiben, erhalten einen Einblick in die Kommunikation in Forschungseinrichtungen und festigen Ihre Auftrittskompetenzen im öffentlichen und gesundheitspolitischen Rahmen.
Leadership und Organisationsentwicklung
Dieses Modul beleuchtet die Grundlagen von Leadership, Projektmanagement und verschiedener Führungsmodelle. Sie lernen Möglichkeiten der Organisationsentwicklung kennen, um Changemanagement-Prozesse zu initiieren, umzusetzen und anschliessend zu evaluieren.
Advanced Practice
Sie lernen Advanced Practice sowie entsprechende Rollen kennen. Dabei setzen Sie sich mit der Entwicklung und Implementierung neuer Rollen für Gesundheitsfachpersonen in zukünftigen oder bestehenden Versorgungsmodellen auseinander. Der interprofessionelle Kontext verhilft zum ganzheitlichen Verständnis solcher neuen Modelle und Rollen. Gleichzeitig werden Ihnen die rechtlichen Grundlagen sowie gesundheitspolitische und gesundheitsökonomische Themen im Zusammenhang mit Advanced Practice Rollen vermittelt. Dabei wird darauf eingegangen, wie solche neuen Versorgungsmodelle in die Praxis implementiert werden können.
Grundlagen der Gesundheitsökonomie
In diesem Modul erhalten Sie ein vertieftes Verständnis für das Gesundheitswesen und das Entscheidungsverhalten von Schlüsselakteuren auf der Nachfrage- (Versicherte, Patient*innen) und der Angebotsseite (Gesundheitsfachpersonen, Ärzt*innen) des Gesundheitsmarktes. Anhand von theoretischen wie auch aktuellen empirischen Forschungsergebnissen aus der Gesundheitsökonomie wird eine breite Palette an praxisrelevanten Fragen analysiert. Die Frage nach den Ursachen des Kostenwachstums im Gesundheitssektor wird dabei ebenso diskutiert wie etwa der Einfluss von finanziellen Anreizen auf die Behandlungsentscheidungen von Gesundheitsfachpersonen oder die Wirkung von Franchisen auf die Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen durch Patient*innen.
Ernährung und Schlaf bei Schmerzpatient*innen
Nahrung als Medizin. Auswirkung von Nahrungsmitteln auf das menschliche Verhalten im Rahmen der Psychoneuroimmunologie. Aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft im Zusammenhang zwischen Darmflora, Schmerz und Depression. Pre- und Probiotika sowie Phytotherapie in der Schmerztherapie. Genetische und epigenetische Faktoren von Schmerzen. Neurobiologie des Schlafes, Schlaferkrankungen, Schlafstörungen und Therapie bei Schlafstörungen.
Digitalisierung und Transformation im Gesundheitswesen
Die digitale Transformation im Gesundheitswesen bietet zahlreiche Möglichkeiten für die Gesundheitsförderung, Prävention, Diagnostik, Therapie, Betreuung und Behandlung. Menschen aller Altersgruppen und Versorgungssettings. Mit einer gezielten, reflektierten, kritisch und aktiven Gestaltung kann die digitale Transformation die Qualität und Effizienz des schweizerischen Gesundheitssystems aufrechterhalten und optimieren.