Graslandökologie

Der Fokus unserer Forschung und Dienstleistungen im Bereich der Graslandökologie liegt auf den Auswirkungen von Bewirtschaftung, Trockenheit und invasiver Arten auf die Vegetation.

Unsere wissenschaftliche Forschung thematisiert die Auswirkungen von veränderter Bewirtschaftung und extremer Trockenheit in naturnah und intensiv bewirtschaftetem Grasland. Wir untersuchen strukturelle und funktionelle Veränderungen in Vegetation und Boden. Wir interessieren uns für angepasste Pflegemassnahmen und die ökologische Aufwertung von degradiertem Grasland.

Kompetenzen

  • Ökosysteme und Biodiversität
  • Ökologische Prozesse und räumlich-zeitliche Vegetationsmuster
  • Samenökologie
  • Vegetationsmonitoring
  • Renaturierung von Trockenrasen und Feuchtgebieten
  • Bewirtschaftungsempfehlungen

Projekte

Die HAFL beteiligt sich an international vernetzten Experimenten zur Erforschung der Auswirkungen von Dürren auf Biodiversität und Ökosystemfunktionen des Graslands.

Das Forschungsteam untersucht in Feldexperimenten die Auswirkungen von extremer Sommertrockenheit, Produktivität, Ausbreitungsdruck und Herkunft von Pflanzen auf die Invasionsempfindlichkeit in zwölf unterschiedlich intensiv bewirtschafteter Heuwiesen in sechs Regionen der Schweiz (Jura, Mittelland, nördliche Voralpen, Zentralalpen, Südalpen und Südliche Voralpen). In der Analyse interessiert besonders, welche Faktoren und Interaktionen das Risiko des Rückgangs der Artenvielfalt und der Degradation von Ökosystemleistungen erhöhen.

In verschiedenen Projekten analysieren die Graslandökolog/innen seit 1988 die Ursachen von Schwankungen der Artenzusammensetzung und des Ertrages in artenreichen Wiesen. Im Bleniotal erfassen sie beispielsweise in der Trockenwiese von Negrentino quantitative Vegetationsdaten und Bodenfeuchte und ergänzen die Langzeitreihen durch spezifische Feldexperimente. Der Fokus liegt auf langfristigen Auswirkungen von Veränderungen in der Bewirtschaftung und Schwankungen des Wetters auf das Ökosystem.

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