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Städte gestalten, Gesellschaft stärken: Neuer BFH-Master startet 2027
02.07.2026 Wie werden Städte sozial, nachhaltig und zukunftsfähig? Der neue interdepartementale Master-Studiengang Resilient Cities and Communities liefert ab Herbst 2027 Antworten – und eröffnet Absolvent*innen der Sozialen Arbeit neue berufliche Perspektiven. BFH-Dozentin Annina Tischhauser erklärt, was den neuen Studiengang besonders macht.
Das Wichtigste in Kürze
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Der Master-Studiengang Resilient Cities and Communities verbindet Soziale Arbeit, Architektur, Wirtschaft und Umwelt, um nachhaltige und resiliente Städte und Gemeinden zu gestalten.
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Vielfältige Karriereperspektiven für Sozialarbeitende: Absolvent*innen qualifizieren sich für neue Rollen in der Stadtentwicklung, Gemeinwesenarbeit, Verwaltung, NGOs oder als Projekt- und Schnittstellenmanager*innen.
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Reale Projekte, enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern sowie internationale Austauschmöglichkeiten im Rahmen der PIONEER-Allianz prägen das Studium.
Worum geht es in diesem neu lancierten Studiengang?
Annina Tischhauser: Der Studiengang bildet Fachpersonen aus, die Städte, aber auch Gemeinden im Wandel nachhaltig, inklusiv und gerecht weiterentwickeln. Architektonische, ökologische, soziale und ökonomische Perspektiven, die alle bestens an der BFH vertreten sind, werden hierfür verbunden. Studierende lernen, sozialräumliche Systeme ganzheitlich zu analysieren und gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen aus der Praxis als sogenannte «Urban Change Agents» konkrete Transformationsprozesse zu gestalten.
Der Studiengang richtet sich auch an Absolvent*innen des Bachelors Soziale Arbeit. Wen konkret spricht der Studiengang an?
Angesprochen werden Personen, die sich für soziale und räumliche Entwicklungen interessieren, die interdisziplinär mit Fachpersonen u.a. aus der Architektur und Wirtschaft zusammenarbeiten und aktiv zu nachhaltigen und resilienten Sozialräumen beitragen wollen. Räumen, die von einer starken Zivilgesellschaft getragen und belebt werden.
Zudem ist der Studiengang Teil der europäischen Hochschulallianz PIONEER, weshalb er sich auch an internationale Studierende richtet und umgekehrt international interessierten Schweizer Studierenden zahlreiche Lern- und Vernetzungsfelder in europäischen Ländern bietet. Wir stellen uns Studierende vor, die eine intrinsische Motivation mitbringen, die soziale, ökologische und räumliche Transformation von Städten und Gemeinden mitzugestalten und zwischen verschiedenen Fachbereichen zu vermitteln.
Angesprochen werden Personen, die sich für soziale und räumliche Entwicklungen interessieren.
Für welche Handlungsfelder oder Stellen qualifiziert der Studiengang?
Wir haben im Vorfeld einen wachsenden Bedarf an Absolvent*innen eruiert, die sich in der Stadt- und Raumplanung und in den Bereichen Umwelt und Soziales der öffentlichen Verwaltung, in Beratungsunternehmen und NGOs oder in Forschungs- und Innovationsprojekten interdisziplinär positionieren. Typisch sind immer mehr Funktionen als Projektleiter*innen oder sog. Schnittstellenmanager*innen, die komplexe und partizipative Prozesse zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gestalten.
Gleichzeitig entstehen in der Sozialen Arbeit unter dem Eindruck rascher gesellschaftlicher und räumlicher Veränderungen neue Stellen im Bereich Gemeinwesenarbeit und Wohnen resp. in der Siedlungs- und Quartierentwicklung. Diese Stellen zielen darauf ab, vielfältige Nachbarschaften auf der Ebene einer Gemeinde, eines Quartiers oder einer Siedlung professionell zu begleiten. Der Master bietet hier mit seinem holistischen Ansatz und dem Verständnis für disziplinübergreifende Entwicklungsprozesse eine ideale Ausbildung.
Interdisziplinäre Ausbildung mit Praxisnähe
Klima- und Biodiversitätskrise, demografische Veränderungen, Strukturwandel oder soziale Ungleichheit stellen Städte und Gemeinden vor komplexe Herausforderungen. Um die urbane Transformation hin zu einer resilienten Zukunft erfolgreich zu bewältigen, braucht es Fachpersonen, die unterschiedliche Perspektiven zusammenführen und nachhaltige Lösungen entwickeln können. Da setzt der neue Studiengang an und befähigt zukünftige Fachkräfte mit Fachwissen aus allen Departementen der BFH.
Mit dem neuen Master-Studiengang Resilient Cities and Communities schliesst die BFH eine Ausbildungslücke in der Schweizer Hochschullandschaft. Der Studiengang vermittelt Kompetenzen an den Schnittstellen von Raum, Klima, Gesellschaft, Wirtschaft und Governance und bereitet Studierende darauf vor, Transformationsprozesse in Städten, Agglomerationen und Gemeinden aktiv mitzugestalten und voranzutreiben.
Der neue Master-Studiengang orientiert sich am Nachhaltigkeitsziel 11 der UNO, demzufolge Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, resilient und nachhaltig gestaltet werden sollen. Studierende profitieren vom internationalen Netzwerk der Hochschulallianz PIONEER und arbeiten in gemeinsamen Modulen, Projekten und Summer Schools mit internationalen Studierenden und europäischen Städten zusammen.
Der Master richtet sich an Absolvent*innen unterschiedlicher Fachrichtungen, die an der Gestaltung von zukunftsfähigen Städten und Gemeinden mitwirken möchten. Angesprochen sind auch Absolvent*innen der Sozialen Arbeit.
Der Studiengang ist interdisziplinär konzipiert, Studierende aus verschiedensten Fachrichtungen werden gemeinsam lernen, was nachhaltige Städte ausmacht und Gemeinschaft in Städten stärkt. Sie stehen zurzeit mitten in der Modulentwicklung und tauschen sich regelmässig mit den Beteiligten anderer BFH-Departemente aus. Wie erleben Sie diesen Prozess?
Es ist bereichernd und inspirierend, weil unterschiedliche Perspektiven geteilt werden und gleichzeitig bereits eine gemeinsame Sprache und Idee da ist. Der Austausch zwischen den Departementen ermöglicht es, aktuelle Anliegen der Sozialen Arbeit – z.B. partizipative, inklusive und sozialräumliche Prozesse in der Raumplanung mitzugestalten – im Verbund anzugehen und fachlich prominent zu platzieren. Auch ist im Fachdiskurs die Sensibilisierung für soziale Dimensionen der Nachhaltigkeit – zum Beispiel der Umgang mit Diversität – aktuell ein grosses Thema, bei dem wir uns sehr gut einbringen können.
Worauf freuen Sie sich besonders, wenn der Studiengang im Herbst 2027 startet?
Ich freue mich besonders darauf, dass Studierende und Dozierende aus unterschiedlichen Disziplinen das Thema Resilient Cities and Communities gemeinsam angehen und dass der Studiengang sehr praxisnah mit realen Projekten arbeitet. Daraus wird sich eine neue Generation von Fachpersonen der Sozialen Arbeit entwickeln, die viel zur nachhaltigen Gestaltung unserer Städte und Gemeinden beitragen kann.