Demenz und Lebensgestaltung

In diesem CAS erhalten Sie das nötige Wissen und wertvolle Praxisanregungen für eine hochwertige Betreuung und Begleitung von Menschen mit einer Demenzerkrankung.

Der Studiengang:

  • richtet sich an qualifizierte Fachleute aus dem pflegerischen, sozialen, therapeutischen, medizinischen, psychologischen oder pädagogischen Bereich,
  • befähigt Sie, das Zusammenwirken familiärer und institutioneller Bezugspersonen für eine optimale Betreuung von an Demenz erkrankten Menschen zu gestalten,
  • ermöglicht Ihnen, Fälle aus Ihrem Erfahrungsbereich zu behandeln; Ihr Kompetenznachweis steht in direktem Bezug zu Ihrer beruflichen Situation,
  • sorgt mit dem Mix von Studierenden aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen und praxisorientierten Fachexpertinnen und -experten für einen anregenden Austausch.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 23 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 30.9.2020
  • Anzahl ECTS 15 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7‘800
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung November 2020 bis Oktober 2021
    Erneute Durchführung im Herbst 2021

Administrative Auskünfte

  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Wie kann die Lebensqualität von Menschen mit Demenz gezielt gefördert werden? Dank eines interprofessionellen Ansatzes lernen Sie, das Zusammenwirken der verschiedenen familiären, sozialräumlichen und institutionellen Bezugspersonen zu gestalten und so Voraussetzungen für eine optimale Betreuungsqualität zu schaffen. Das im Studiengang vermittelte Fach- und Gestaltungswissen beruht auf aktuellen Forschungsergebnissen sowie aktuellen Innovationen und Erfahrungen aus der Praxis.

Ausbildungsziel

  • Sie sind in der Lage, sich gezielt und wirksam für die Gestaltung und Weiterentwicklung aller Aspekte der Lebensgestaltung im Demenzkontext einzusetzen.
  • Sie können die Lebens- und Beziehungsqualität von Menschen mit Demenz, deren Angehörigen sowie den professionellen und freiwilligen Betreuungspersonen gezielt fördern.
  • Sie können eigene Grundwerte und Grundhaltungen im Umgang mit Menschen mit Demenzerkrankungen selbstkritisch reflektieren und haben Ihre Beziehungsgestaltung und Kommunikation in Richtung personenzentrierter, validierender Kompetenz weiterentwickelt.
  • Sie vertiefen Ihr bestehendes Berufsprofil und erweitern Ihre Qualifikationen, beispielsweise in Führung, Beratung oder Bildung, themenspezifisch mit dem Fokus Demenz.

Die Inhalte sind in folgende Themenbereiche gegliedert:

  • Grundlagen zur Demenz
  • Grundlagen zum Konzept Lebensgestaltung
  • Angehörige von Menschen mit Demenz
  • Kommunikation/soziale Interaktion
  • Alltagsgestaltung und Betreuung
  • Umfeldgestaltung
  • Ethik

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Sie verfassen als Kompetenznachweis eine schriftliche Arbeit zu einer selbst gewählten Fragestellung. Der Aufwand für die schriftliche Arbeit entspricht einer Studienleistung von 192 Stunden.

  • Anderer Karin, Dr. iur., Sozialarbeiterin FH, Pflegefachfrau Psychiatrie
  • Bachmann Andreas, Ethiker und Philosoph, Ethik im Diskurs GmbH
  • Bertschi Manuel, Dr. med., neuroaarau AG, Facharztpraxis für Neurologie, Aarau
  • Blaser Regula, Dr. phil., Psychologin, Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Bohn Felix, dipl. Architekt ETH, dipl. Ergotherapeut HF, zert. Gerontologe INAG, Fachberatung für altersgerechtes Bauen
  • Held Christoph, Dr. med., Gerontopsychiater, Heimarzt, Stadtärztlicher Dienst Zürich
  • Kalbermatten Urs, Dr. phil. hist., Gerontologe
  • Leu Irene, dipl. Pflegefachfrau Psychiatrie, Ausbilderin mit eidg. Fachausweis, DCM Evaluatorin
  • Miauton Marc, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin und Geriatrie, eigene Praxis und Heimarzt
  • Mösli Pascal, Theologe und Supervisor IAP MAS
  • Müller-Hergl Christian, Pflegewissenschaftler, Dialog- und Transferzentrum Demenz der Universität D-Witten-Herdecke
  • Neuhaus Ursa, dipl. Pflegefachfrau, Pädagogin, Bildungsverantwortliche im Zentrum Schönberg, Bern
  • Scherer Edith, Angehörigenberaterin, Psychiatrische Klinik Wil
  • Wenz Michael, Dr. phil. Diplom-Psychologe und Psychotherapeut, Schön Klinik Bad Aibling, Alzheimer Therapiezentrum

Änderungen vorbehalten

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Die Weiterbildung richtet sich an Fachleute

  • mit qualifizierter Ausbildung im pflegerischen, sozialen, therapeutischen, medizinischen, psychologischen oder pädagogischen Bereich,
  • in Leitungs- und Spezialfunktionen (Heimleitungen, Pflegedienstleitungen, Stationsleitungen, Fachverantwortliche in SPITEX, Pflegeexperten, Bildungsverantwortliche, Leitende von Beratungsstellen u.a.m.),
  • die sich auf eine Funktion in Leitung, Bildung oder Forschung im Bereich Demenz vorbereiten möchten,
  • anderer Disziplinen, die sich Kompetenzen im Bereich Demenz aneignen wollen (Architektur, Ökonomie, Technik, etc.).

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

Studienort + Infrastruktur