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Die Welt ordnet sich neu – was bedeutet das für die Schweiz?
19.05.2026 «America First», Zölle für Verbündete und schwindendes Vertrauen in die NATO. Was das für eine kleine, offene Wirtschaft wie die Schweiz bedeutet, erklärt Omar Serrano im Podcast «Let's Talk Business».
«We are in the midst of a rupture, not a transition». Diese Worte stammen von Kanadas Premierminister Marc Carney anlässlich seiner Rede am WEF 2026 in Davos. Omar Serrano, Leiter des International Office der BFH-Wirtschaft, teilt diese Einschätzung: «Der aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Wandel ist kein sanfter Übergang, sondern ein Bruch.» Zwei Ereignisse tragen massgeblich dazu bei: Der «Zollhammer» von Donald Trump sowie begründete Zweifel daran, ob die USA ihren NATO-Partnern im Ernstfall wirklich beistehen würden.
Das bisherige unipolare System – mit den USA als dominierender Macht – gerät ins Wanken. An seine Stelle tritt eine multipolare Weltordnung mit neuen Machtzentren, neuen Abhängigkeiten und neuen Allianzen. Für die Schweiz als kleine, exportorientierte Volkswirtschaft stellt sich damit eine zentrale Frage: Wie behauptet sie sich in einer Welt, die zunehmend von geopolitischen Interessen geprägt ist? Welche Rolle dabei Länder wie Indien spielen – und warum Serrano trotz aller Unsicherheiten auch Chancen für die Schweiz sieht – erklärt er im Podcast.