- Forschungsprojekt
First-Generation-Studierende an Fachhochschulen
Rund zwei Drittel der Studierenden an der BFH sind First-Generation-Studierende. Sie stehen oft vor besonderen Herausforderungen. Ein PgB von swissuniversities unterstützt die Entwicklung gezielter Massnahmen.
Steckbrief
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Beteiligte Departemente
Vizerektorat Lehre
Architektur, Holz und Bau
Gesundheit
Wirtschaft
Hochschule der Künste Bern - Strategisches Themenfeld Themenfeld Caring Society
- Förderorganisation swissuniversities
- Laufzeit (geplant) 01.01.2025 - 31.03.2027
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Projektleitung
Sabine Witt (Gesamtprojektleitung; HSLU)
Domingo Valero (Gesamtprojektleitung; HSLU)
Jacqueline Achermann (Projektleitung BFH) -
Projektmitarbeitende
Anne-Marie Weist
Christoph Brunner
Nina Hüppi
Martina Becker -
Partner
Hochschule Luzern (Leading House)
Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften
Ausgangslage
An Schweizer Fachhochschulen sind First-Generation-Studierende deutlich stärker vertreten als an universitären Hochschulen: Rund zwei Drittel der Studierenden an Fachhochschulen gehören zu dieser Gruppe, während ihr Anteil an universitären Hochschulen weniger als die Hälfte beträgt. Als First-Generation-Studierende gelten Personen, deren Eltern keinen Hochschulabschluss besitzen.
Fachhochschulen übernehmen damit eine zentrale Rolle für Chancengerechtigkeit und sozialen Aufstieg. First-Generation-Studierende stammen häufiger aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen und weisen öfter einen Migrationshintergrund auf als Studierende mit akademisch gebildeten Eltern. Diese Verschränkung verschiedener Dimensionen sozialer Ungleichheit wird im Projekt «First-Generation-Studierende an Fachhochschulen» ausdrücklich berücksichtigt. Das Projekt wird von Swissuniversities mit einem projektgebundenen Beitrag (PgB) unterstützt.
Vorgehen
Auf Grundlage einer bestehenden Studie zur Situation von First-Generation-Studierenden werden nach einer Bedarfsanalyse gemeinsam hochschulübergreifende Fördermassnahmen entwickelt. Jede beteiligte Hochschule setzt ein bis zwei geeignete Massnahmen um. Eine Desk Research zu bestehenden Praxisprojekten und Forschungsergebnissen bildet dafür die Grundlage.
Zur Überprüfung der Wirksamkeit kommt ein gemeinsames Evaluationsinstrument zum Einsatz, das sowohl objektive Kriterien (z. B. Studienleistungen und Studienabbrüche) als auch subjektive Faktoren wie das Zugehörigkeitsgefühl erfasst und hochschulübergreifende Vergleiche ermöglicht.
Als Ergebnis entsteht ein Massnahmenkatalog mit Förderangeboten, Materialien, Evaluationsergebnissen sowie Kommunikationsempfehlungen. Dieser wird veröffentlicht und ermöglicht weiteren Hochschulen die Übernahme und Anpassung der entwickelten Massnahmen.
Die Hochschule Luzern übernimmt als Leading House die Koordination und das Reporting in Zusammenarbeit mit der BFH und der ZHAW. Die Projektsteuerung stellt die nachhaltige Verankerung sicher, während die Projektleitungen für Organisation und Umsetzung verantwortlich sind. Erweiterte Projekt- und Stakeholder-Teams – einschliesslich Studierendenvertretungen und Alumni*ae – begleiten das Projekt.