Bauforschung - D6

Das Modul Bauforschung behandelt die Grundbereiche der historischen und archäologischen Bauforschung.

Dozierende: Ueli Fritz, Restaurator HFG und Volker Herrmann, Dr. phil. I.

Das Modul

  • macht Sie mit dem Bauwerk – «vom Baugrund bis zum Lichtschalter» – in seiner geschichtlichen Entwicklung vertraut,
  • verschafft Ihnen einen Einblick in Bauanalyse und -dokumentation sowie in die archäologische Erforschung,
  • ermöglicht Ihnen, Arbeiten an Untersuchungsobjekten auszuführen,
  • bietet Wissen von Experten mit einer breiten Praxiserfahrung.

Heiliger Dominikus im Deckengewölbe des Berner Münsters

     Heiliger Ambrosius - © Berner Münster-Stiftung

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kurs
  • Dauer 5 aufeinander folgende Freitage
  • Unterrichtstage Jeweils freitags, 9.00 – 16.30 Uhr, je 8 Lektionen
  • Anmeldefrist 14 Tage vor Modulbeginn
  • Anzahl ECTS 3 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 1'200.–
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Burgdorf
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Durchführung 15.3. / 22.3. / 29.3. / 5.4. / 12.4.2019

Inhalt + Aufbau

Ausbildungsziel

Wir wollen mit dem Kurs nicht «Pseudo-Bauforschende» ausbilden, sondern Partnerinnen und Partner der professionellen Bauforschenden. Darum sollen Einblicke in die Arbeitsgebiete der Bauanalyse und der Baudokumentation sowie der archäologischen Bau- und Bodenforschung gegeben und am konkreten Objekt unter fachlicher Anleitung selber nachvollzogen werden.
Wir nehmen eine Analyse, Einordnung und Bewertung der Primärstrukturen von Gebäuden, vom Baugrund bis zu den Oberflächen und Beschichtungen und deren vielfältige Materialien vor. Wir lernen Stratigraphien zu lesen und interpretieren und entwickeln einen Sinn für Verhältnismässigkeit.

Inhalte
 

  • Grundbereiche der historischen und archäologischen Bauforschung aufzeigen.
  • Das Bauwerk in seiner geschichtlichen Entwicklung, d.h. seine materielle Existenz «vom Baugrund bis zum Lichtschalter» in chronologischer Abfolge kennen lernen.
  • Aufbauend auf diesem Wissen diagnostische Grundlagen für Massnahmen zur Existenzsicherung des Baudenkmals und dessen optimaler materiellen Überlieferung gewinnen.

Literatur
 

  • Bauforschung und ihr Beitrag zum Entwurf (Veröffentlichungen des ETH-Instituts für Denkmalpflege), Zürich: Verlag der Fachvereine, 1993.

  • Ulrich G. Grossmann, Einführung in die historische Bauforschung, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt, 1993.

  • Fritz Wenzel u. Joachim Kleinmanns (Hrsg.), Denkmalpflege und Bauforschung: Aufgaben, Ziele, Methoden. Erhalten historisch bedeutsamer Bauwerke, Empfehlungen für die Praxis. Karlsruhe, Sonderforschungsbereich 315, 2000.

  • Ulrich Klein, Bauaufnahme und Dokumentation, Stuttgart/München: Deutsche Verlags-Anstalt, 2001.

  • Krista de Jonge & Koen van Balen (Hrsg.), Preparatory Architectural Investigation in the Restoration of Historical Buildings, Leuven: University Press, 2002

  • Vorlesungsblöcke zu den Grundmethoden und zu Grundbefunden
  • Diskussionsrunden
  • Arbeiten am Untersuchungsobjekt
  • Hausarbeiten
  • Bewertung der Hausarbeiten am folgenden Kurstag.
  • Mündliche und schriftliche Schlussprüfung mit Experten und Expertinnen anhand konkreter Beispiele.
  • Mindestens 80% des Unterrichts muss besucht werden.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

  • Ueli Fritz, Restaurator HFG
  • Volker Herrmann, Dr. phil. I.

Experte am Schlusstag: Michael Muttner

Voraussetzungen + Zulassung

Der Kurs richtet sich an Architekten, Kunsthistorikerinnen, Ingenieure und an alle Interessierten.

Der Besuch des Moduls unterliegt keiner Zulassungsbedingung.

Wenn Sie den gesamten MAS Denkmalpflege und Umnutzung absolvieren möchten, müssen Sie einen Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität oder ETH) oder Diplomabschluss in verwandten Themen vorweisen. In Ausnahmefällen ist eine Zulassung «sur dossier» möglich.

Organisation + Anmeldung

Das Weiterbildungsmodul umfasst insgesamt 40 Lektionen, die auf 5 Studientage aufgeteilt sind. Für die Vor- und Nachbearbeitung, die selbstständigen Übungen und die Hausarbeiten muss mit ca. 50 Stunden Selbststudium gerechnet werden.

Stets fünf aufeinanderfolgende Freitage von 9.00–16.30 Uhr (je 8 Lektionen)

Anmeldefrist ist 14 Tage vor Modulbeginn.
Die Studienplätze werden nach der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen vergeben.

CHF 1’200 inkl. Kursunterlagen
Nicht inbegriffen sind Verpflegungskosten, Kosten für Übernachtungen, Anreisekosten und Parkgebühren.

Maximal 18 Personen, in Ausnahmefällen 20

Erfolgt der Rückzug der Anmeldung unmittelbar auf das per E-Mail versandte Informationsschreiben, das in der Regel vier Wochen vor Modulbeginn zugestellt wird, so ist dieser ohne Kostenfolge.

Bei Rückzug der Anmeldung zu einem späteren Zeitpunkt wird ein Unkostenbeitrag von CHF 100 verrechnet.

Nach Beginn der Weiterbildung ist der ganze zu verrechnende Betrag geschuldet.

Studienort + Infrastruktur

Das Bild des Heiligen Ambrosius wurde mit freundlicher Genehmigung der Berner Münster-Stiftung verwendet.