Chancengleichheit

Die Berner Fachhochschule erachtet die Chancengleichheit als wichtigen Bestandteil ihrer Unternehmenskultur.

Die BFH setzt sich in ihrem Bereich für die Verwirklichung der Gleichstellung von Frauen und Männern ein und sie bekennt sich zu Diversity. Sie fördert die Chancengleichheit ihrer Mitarbeitenden und Studierenden unabhängig von Geschlecht, Herkunft und allfälliger Behinderung mit entsprechenden Massnahmen. Ebenso unterstützt sie die Vereinbarkeit von Studium und Beruf mit Familie und der Pflege von Angehörigen.

Weitere Informationen

Gleichstellung von Frauen und Männern

Die Berner Fachhochschule fördert die tatsächliche Gleichstellung von Mann und Frau und sie strebt eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter auf allen Hierarchiestufen und in allen Funktionen an.

Die Förderung der tatsächlichen Gleichstellung von Frau und Mann ist im Personalgesetz (PG Art. 4 Bst. f) und der Personalverordnung (PV Art. 3) des Kantons Bern sowie in Gesetz (FaG Art. 14) und Verordnung (FaV Art. 9) der Berner Fachhochschule verankert. Bereiche für Massnahmen zur Verwirklichung der Gleichstellung von Frau und Mann an der BFH sind im Statut der BFH (FaSt Art. 44) und im Reglement über die Gleichstellung von Frauen und Männern der BFH (GFMR) festgehalten.

Der aktuelle «Aktionsplan Chancengleichheit» beinhaltet Massnahmen zur Verwirklichung der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männer an der BFH.

Die BFH verwendet geschlechtergerechte Sprache. Mit Hilfe von Sprache wird Wirklichkeit konstruiert. Wenn wir mit unseren Texten Männer und Frauen ansprechen wollen, müssen wir das auch «wörtlich» tun und männliche und weibliche oder geschlechtsneutrale Formen verwenden.
 
Der Leitfaden für die sprachliche Gleichstellung der BFH unterstützt die Studierenden und Mitarbeitenden in der Anwendung geschlechtergerechter Sprache.

Weitere gute Beispiele zu hilfreichen Formulierungen:

Beruf und Familie vereinbaren

Die Berner Fachhochschule BFH fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bei der Übernahme von Betreuungsarbeit bieten wir Ihnen Hand zu Lösungen.

Vereinbarkeitsfragen betreffen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Pflege- oder Betreuungsaufgaben übernehmen – sei dies für Eltern, für kranke Partnerinnen und Partner oder für gesunde und kranke Kinder. Als Arbeitgeberin wollen wir unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege- sowie Betreuungsaufgaben erleichtern. Um den vielfältigen Unterstützungsbedürfnissen gerecht zu werden, die durch sogenannte Care-Aufgaben im Lebensverlauf entstehen, bietet die BFH verschiedene Möglichkeiten an.

Allen Berufstätigen stellt sich die Frage, wie sie die Erwerbsarbeit mit der privaten Lebenswelt verbinden können. Sind Kinder mit im Spiel, wird die Vereinbarkeitsfrage zur Gratwanderung und die viel gerühmte Work-Life-Balance häufig zu einem labilen Konstrukt. Führungskräfte müssen diesen Balanceakt gleich doppelt unternehmen. Zum einen sind sie als Inhaberin oder Inhaber einer höheren Position nicht von der Frage ausgenommen, wie sich berufliche und familiäre bzw. private Ansprüche ausgleichen lassen. Zum anderen sind sie mit den Work-Life-Balance-Bedürfnissen ihrer Mitarbeitenden konfrontiert. Sie sind verantwortlich für deren Arbeitsbedingungen und gestalten das Arbeitsklima an vorderster Front mit. Sie sind aber auch Vorbild und Beispiel, wie Arbeitnehmende mit der Doppelbelastung von Beruf und Familie umgehen können.

Die Broschüre «Familienfreundlichkeit an Hochschulen» bietet Denkanstösse für eine vereinbarkeitsorientierte Personalpolitik von Hochschulen und zeigt juristische Hintergründe auf.

Die BFH bietet ihren Angehörigen eine beschränkte Anzahl Kitaplätze an. Interessierte Studierende und Mitarbeitende finden die Unterlagen im BFH-Intranet. Die Preise sind einkommensabhängig und richten sich nach den kantonalen Tarifen gemäss der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) des Kantons Bern.
 
Die Anmeldung für einen Kitaplatz erfolgt über das Webformular im BFH-Intranet. Angehende Studierende und Mitarbeitende ohne Intranet-Zugriff wenden sich bitte an Frau Corinne Badertscher. Die BFH kann keine Kitaplätze garantieren, freut sich aber, mit diesem Angebot einen Beitrag zur Lösung der Betreuungsproblematik leisten zu können.

Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub

Mitarbeiterinnen steht ein bezahlter Mutterschaftsurlaub von 16 Wochen bei hundertprozentiger Gehaltsfortzahlung zu. Vätern und Adoptiveltern wird ein bezahlter Urlaub von zehn Tagen gewährt. Mutter und Vater haben auf Gesuch hin Anspruch auf unbezahlten Urlaub von bis zu 6 Monaten, sofern der ordentliche Dienstbetrieb sichergestellt ist.

Reduktion des Beschäftigungsgrads bei Geburt oder Adoption

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ab der Geburt oder Adoption eines Kindes auf Gesuch hin Anspruch auf eine Reduktion des Beschäftigungsgrads in ihrer Funktion um höchstens 20 Prozent, sofern keine erheblichen organisatorischen oder betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Der Beschäftigungsgrad darf dabei nicht unter 60 Prozent fallen.
Im Einverständnis mit der vorgesetzten Stelle können auch Reduktionen um mehr als 20 Prozent oder solche, die den im Art. 60c genannten Mindestbeschäftigungsgrad von 60 Prozent unterschreiten, vereinbart werden.

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass sich zunehmend mehr Berufstätige um pflegebedürftige Angehörige kümmern. Im Unterschied zur Kinderbetreuung stellt die Betreuung älterer und pflegebedürftiger Menschen für die Betroffenen häufig eine schlechter planbare Situation und eine höhere psychische Belastung dar.
 
Betroffene Mitarbeitende der Berner Fachhochschule können wegen plötzlicher Erkrankung eines nahen Familienangehörigen pro Jahr bis zu vier Arbeitstage bezahlten Kurzurlaub beantragen, um die erste Pflege zu gewährleisten oder zu organisieren (Art. 156 Abs. 1 Bst. a in Verbindung mit Abs. 3 PV).

Sexuelle Belästigung

Angehörige der BFH begegnen sich mit gegenseitigem Respekt. Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und im Studium wird an der BFH nicht geduldet. Gegen belästigende Personen werden interne Sanktionen ergriffen.

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz und im Studium verletzt die Persönlichkeit und Würde von Menschen. Sie behindert die Chancengleichheit am Arbeitsplatz und im Studium und kann die Arbeitsleistung der betroffenen Personen beeinträchtigen sowie ihre Anstellung oder ihren Studienabschluss gefährden. Von sexueller Belästigung betroffene Personen erhalten Beratung und Unterstützung durch Vertrauenspersonen.

Was tun bei sexueller Belästigung?

Fühlen Sie sich oder fühlt sich jemand in Ihrer Umgebung betroffen oder haben Sie Zweifel, ob eine sexuelle Belästigung vorliegt, helfen die von der BFH bestimmten Ansprechpersonen weiter.

Eine speziell ausgebildete externe Ansprechperson steht Betroffenen, aber auch Dritten, die von sexueller Belästigung wissen, für Beratung und Unterstützung zur Verfügung.

Sie können sich aber auch an eine Beratungsstelle wenden oder die Schlichtungskommission anrufen.

Weitere Informationen zu Sexuelle Belästigung sowie die Kontakte der BFH-internen Ansprechpersonen finden Angehörige der BFH auf dem Intranet.

Behinderung – Barrierefreiheit

Die Berner Fachhochschule fördert die Chancengleichheit von Menschen mit einer Behinderung oder chronischen Krankheit. Wir sind deshalb bestrebt, Studierenden und Mitarbeitenden mit Behinderung einen möglichst barrierefreien Alltag zu ermöglichen.

Da die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung je nach Anforderung völlig verschieden sein können, versuchen wir individuelle Lösungen und Hilfestellungen anzubieten. Dabei geht es - nebst der Beseitigung von Hindernissen bei Mobilitätseinschränkungen - auch um die Sensibilität im Umgang mit psychischen und chronischen Erkrankungen und um die Möglichkeit des Nachteilsausgleichs im Studium.

Kontakt

Bei Fragen zum Thema Studieren mit Behinderung an der BFH melden Sie sich bitte bei Marlis Zbinden. Sie vermittelt den Betroffenen den zuständigen Kontakt. Auf der Plattform swissuniability finden Sie zusätzliche Informationen zum hindernisfreien Studieren an der Hochschule.