Erfolgsstories

So begegneten Unternehmen und Institutionen erfolgreich den Herausforderungen des demographischen Wandels.

Das Berufsleben aktiv gestalten bei Swiss Life

Älter werden ist mit vielen Herausforderungen und Chancen verbunden. Als Arbeitgeberin engagiert sich Swiss Life deshalb unter dem Motto «Berufsleben aktiv gestalten» für den Erhalt sowie die Förderung und Forderung der Arbeitsmarktfähigkeit ihrer Mitarbeitenden in allen Lebensphasen. Voraussetzung dafür ist die Bereitschaft der Mitarbeitenden zur Weiterentwicklung und zu lebenslangem Lernen. So haben Mitarbeitende unter anderem die Möglichkeit, mithilfe eines E-Coaching-Tools ihre berufliche und private Zukunft eigenverantwortlich und nachhaltig zu gestalten oder ihre Kompetenzen mit einem Inhouse-CAS formell zu validieren.

Swiss Life sieht die Vielfalt ihrer Mitarbeitenden als Chance und fördert darum den Dialog und die Zusammenarbeit. So zum Beispiel mit einem Lunch-Roulette, das Mitarbeitende innerhalb von Swiss Life zufällig an einen Tisch bringt – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Funktion. Mit «Working out Loud»-Circles ermutigt Swiss Life ihre Mitarbeitenden, informelle Netzwerke für gemeinsames Lernen zu bilden und sich gegenseitig bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen. 

Zudem setzt sich Swiss Life für flexible Arbeits- und Entwicklungsmodelle ein, damit Mitarbeitende in jeder Lebensphase arbeitsfähig, motiviert und gesund bleiben. Mit dem Arbeitsmodell 58+ können Mitarbeitende beispielsweise ihr Arbeitspensum bis zum ordentlichen Pensionsalter reduzieren oder in eine andere Funktion wechseln, ohne dass sich ihre künftige Rente reduziert. Dank verschiedenen Time-Out-Modellen haben Mitarbeitende die Möglichkeit, die individuellen Lebensbedürfnisse besser zu integrieren und dadurch beispielsweise auch einen flexibleren Eintritt in die Pension in Betracht zu ziehen.

Bei der SBB einen Boxenstopp einlegen

Die Digitalisierung, sich wandelnde Berufsbilder und Tätigkeiten machen auch vor der SBB nicht halt. Deshalb bietet sie ihren Mitarbeitenden regelmässige Standortbestimmungen an. Dieser Boxenstopp basiert auf dem Prinzip von Lebensphasen und fördert die persönliche und berufliche Weiterentwicklung. Er trägt dazu bei, dass die Belegschaft arbeitsmarktfähig und gesund bleibt.

«Das war für mich extrem wertvoll, hat dann auch wirklich Knoten gelöst und geholfen zu schauen, wo Stärken und wo Themen sind, auf die ich aufbauen kann und was mich in dieser Situation daran gehindert hat, das anzuschauen. Ich bin dann wirklich mit konkreten Schritten und Sachen herausgegangen, bei denen ich plötzlich wieder eine Perspektive gesehen habe.» 

Dies die Aussage einer Teilnehmerin eines Boxenstopps. Im Rahmen eines Boxenstopps erhalten die Mitarbeitenden die Gelegenheit, sich mit ihrer persönlichen und beruflichen Situation auseinanderzusetzen und konkrete nächste Schritte zu erarbeiten. Dazu stehen vier verschiedene Settings zur Auswahl: ein bis zwei Einzelgespräche drinnen oder draussen, ein ganztägiger Workshop oder ein erlebnisorientierter Tag draussen in der Gruppe.

Bei der Evaluation des Pilotprojekts gaben 90 Prozent der befragten Teilnehmenden an, dass sie den Boxenstopp weiterempfehlen würden. Die Zufriedenheit mit der Beratungsperson lag sogar bei 99 Prozent. Den Nutzen dieses präventiven Angebots sahen die Teilnehmenden vor allem auf der persönlichen Ebene. Der Boxenstopp motivierte sie zu einer aktiven Auseinandersetzung mit ihrer Zukunft, stärkte das Bewusstsein über eigene Stärken und Schwächen und machte vielen bewusster, dass sie selbst einen Beitrag zur Verbesserung ihrer Situation leisten können. 

Dass der Boxenstopp Mitarbeitende aus unterschiedlichsten Berufskategorien, mit verschiedensten Qualifikationsniveaus und Dienstjahren erreicht, ist aus Sicht der SBB sehr erfreulich. Ebenfalls zeigte sich, dass der Boxenstopp die Eigenverantwortung und Veränderungsbereitschaft der Mitarbeitenden fördert. Gerade diese Kompetenzen sind im Zeitalter der Digitalisierung besonders gefragt. Das neue Angebot Boxenstopp wird im Jahr 2021 schrittweise bei der SBB eingeführt. 

Laufbahnberatung der Stadt Bern: Vom Problem- zum Hoffnungsträger

Über ältere Mitarbeitende wird oft nur dann gesprochen, wenn es um Probleme geht: zu geringe Weiterbildungsbemühungen, langanhaltende Arbeitslosigkeit oder gesundheitsbedingtes Ausscheiden aus dem Arbeitsleben. Mit der Laufbahnberatung 45+ rückt die Stadt Bern nun die Qualitäten der älteren Mitarbeitenden in den Vordergrund.

Mit dem demografischen Wandel und dem vorherrschenden Fachkräftemangel werden ältere Mitarbeitende in allen Branchen zu einer zentralen Ressource. Daher unterstützt die Direktion für Bildung, Soziales und Sport der Stadt Bern ihre Mitarbeitenden zwischen 40 und 50 Jahren mit der Laufbahnberatung 45+ bei ihrer beruflichen Orientierung und Weiterentwicklung. Die Beratung besteht aus ein bis drei Terminen, wird über eine telefonische Vorabklärung und mit standardisierten Instrumenten sorgfältig vorbereitet und durch die Festlegung konkreter weiterer Schritte abgeschlossen. Dabei steht die Stärkung der persönlichen Lösungs- und Klärungsfähigkeit stets im Vordergrund. 

Mit diesem zielgruppengerechten Angebot erfahren ältere Mitarbeitende gezielte Wertschätzung, ihnen wird gezeigt, dass man auf sie setzt und dass ihre Zufriedenheit dem Arbeitgeber ein Anliegen ist. Gleichzeitig profitiert die Stadt als Arbeitgeberin von noch motivierteren, überzeugten Mitarbeitenden, die sich mit ihrer Tätigkeit und ihrer Arbeitgeberin identifizieren. 

Die Evaluation des Angebots zeigt, dass die Ratsuchenden das Angebot sehr schätzen und ihm eine hohe Qualität attestieren. Dabei nannten die Mitarbeitenden drei Hauptgründe, weshalb sie sich für eine Beratung entscheiden:

  • Sie möchten sich beruflich verändern und suchen nach Bestätigung für ihre Vorentscheide.
  • Sie hinterfragen ihre aktuelle berufliche Situation, erhoffen sich neue Anregungen und ein vertieftes Verständnis der eigenen Lage. 
  • Sie suchen Unterstützung im Umgang mit in einer konkreten Konfliktsituation am Arbeitsplatz.