Grundlagen der Mediation

Im CAS erwerben Sie Kompetenzen, um in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld Konflikte aktiv und konstruktiv anzugehen und zu bearbeiten.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Fach- und Führungspersonen aus verschiedenen Berufsfeldern, welche Ihre Kompetenz im Umgang mit Konflikten entwickeln möchten.
  • vermittelt Ihnen die Grundlagen, das Vorgehen sowie das Methodenrepertoire der Mediation. 
  • befähigt Sie, zur Situation passende Elemente aus dem Methodenrepertoire der Mediation entsprechend ihrer beruflichen Rolle und Funktion zu nutzen.
  • regt Sie zur Reflektion Ihrer eigenen Prägungen und Werte an und unterstützt Sie in der Weiterentwicklung einer mediativen Haltung.
  • ermöglicht Ihnen den Einstieg in die Mediationsausbildung, die Sie bis zum MAS Mediation und Konfliktmanagement ausbauen können.
Kursteilnehmende im Dialog

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist jeweils 2 Monate vor Beginn des CAS
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung November 2021 bis Mai 2022 (ausgebucht - wir führen eine Warteliste)
    Januar 2022 bis September 2022
    Mai 2022 bis Januar 2023

Inhaltliche Auskünfte

Administrative Auskünfte

  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement – Programm offene Kurse 2021

Inhalt + Aufbau

Portrait

Fachpersonen verschiedener Berufe können mithilfe mediativer Elemente Konflikte konstruktiv bearbeiten. Mediation bedeutet freiwillige Selbstregulierung von Konflikten mit Unterstützung allparteilicher Dritter ohne Entscheidungsgewalt. Dabei sollen die Beteiligten in ihrer Autonomie gestärkt und befähigt werden, nachhaltige und akzeptierte Lösungen für ihre spezifische Situation zu erarbeiten.

Im Studiengang lernen Sie, Konfliktsituationen in Ihrem beruflichen und privaten Umfeld zu erkennen und zu analysieren. Sie eignen sich Interventionsmöglichkeiten und eine Haltung an, die zu einem kompetenten Umgang mit Konfliktsituationen führen.

Ausbildungsziel

  • Sie können Konflikte erkennen, analysieren und geeignete Konfliktbearbeitungsstrategien daraus ableiten.
  • Sie kennen das Mediationsverfahren und können eine mediative Konfliktintervention in Ihrem Arbeitsfeld initiieren und moderieren.
  • Sie kennen das Menschenbild und das Wertesystem, welche die Mediation prägen und reflektieren Ihr Verhältnis dazu.
  • Sie kennen unterschiedliche Anwendungsbereiche der Mediation und sind sensibilisiert für kontextspezifische Unterschiede im Vorgehen.
  • Sie reflektieren die Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes mediativer Interventionen im angestammten Berufsfeld.

Lerneinheit 1:

Grundlagen der Mediation

  • Definition Sozialer Konflikt, Konfliktdynamik, -Verhalten und -Eskalation
  • Verschiedene Interventionsformen zur Konfliktregulierung
  • Grundprinzipien und Grundannahmen der Mediation
  • Überblick: Phasen der Mediation
  • Mediation als Dialog der Anerkennung
  • Basistechnik: Aktives Zuhören

Lerneinheit 2:

Einstieg in die Mediation

  • Indikationen für die Mediation
  • Pre-Mediation: Auftrags- und Kontextklärung
  • Phase 1: Einleitung der Mediation
  • Mediationsvertrag und Mediationsvereinbarung
  • Phase 2: Darlegung der Sichtweisen und Themensammlung
  • Gesprächsdynamiken und Deeskalation
  • Ausgewählte Grundlagen der Kommunikationstheorie
  • Basistechnik: Aussagen und Fragen

Lerneinheit 3:

Konflikthintergründe ergründen und bearbeiten

  • Phasenübergänge gestalten
  • Phase 3: Konflikterhellung und Vertiefung
  • Klären von Interessen und Bedürfnissen
  • Fördern des Perspektivenwechsels
  • Unterstützen von «Signale der Anerkennung»
  • Allparteilichkeit, Selbstregulation und Embodiment
  • Basistechnik: Spiegeln und systemische Fragetechniken

Exkurs: Umgang mit schwierigen Emotionen

  • Elemente der Klärungshilfe in der Mediation
  • Basistechniken: Doppeln und Dialogisieren

Lerneinheit 4:

Lösungssuche, Vereinbarung und Abschluss der Mediation

  • Phase 4: Optionen und Verhandlung
  • Lösungsoptionen generieren, konkretisieren und bewerten
  • Fairness und Gerechtigkeit in der Mediation
  • Phase 5: Vereinbarung und Abschluss
  • Verhandeln und Vereinbaren in der Mediation
  • Umgang mit Stolpersteinen und Hindernissen während der Umsetzung
  • Der Abschluss der Mediation und Sicherung deren Nachhaltigkeit
  • PostMediation: Überprüfung der Umsetzung und ggf. Nachverhandlung

Lerneinheit 5:

Supervisionstag in Kleingruppen

Intensive Auseinandersetzung mit eigenen Konfliktsituationen und Fragestellungen aus der eigenen Praxis in Kleingruppen unter Anleitung einer erfahrenen Supervisorin oder eines Supervisors

Lerneinheit 6:

Konflikt-Perspektiv-Analyse

  • Einsatz der Methode innerhalb der Mediation und in der kollegialen Beratung

Lerneinheit 7:

Mediative Haltung und Umgang mit eigenen Prägungen

  • Das Menschenbild in der Mediation
  • Entwicklung eines eigenen Rollenverständnisses als Mediatorin/Mediator
  • Stärkung der mediativen Haltung (Training)
  • Reflexion des persönlichen Umgangs mit Diversität und Differenzsensibilität in der Mediation

Lerneinheit 8:

Vertiefung Mediatives Denken und Handeln

  • Erweiterung und Vertiefung der methodischen Kompetenzen
  • Training der Mediationsphasen
  • Umgang mit schwierigen Situationen (Forumtheater)
  • Visualisierung und Gestaltung von Flipcharts
  • Abschluss und Würdigung des Erreichten
  • Training der Mediationsphasen
  • Umgang mit schwierigen Situationen (Forumtheater)

Interaktives Kontaktstudium 

  • Ein intensiver Lernprozess kommt durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Lernformen zustande. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen Didaktikmethoden wie Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, so dass praxisorientiertes Lernen möglich wird. 
  • In der Gruppensupervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis der Teilnehmenden unter Anleitung einer erfahrenen Supervisorin oder eines Supervisors analysiert und reflektiert bearbeitet. Sie erarbeiten sich somit konkrete Handlungsoptionen für Ihre Praxis. 

Transferorientiertes Selbststudium

  • Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen: 
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Diese Leistung wird insbesondere in der Abschlussarbeit zum CAS Grundlagen der Mediation erbracht. Es geht darum, den Praxistransfer schriftlich zu dokumentieren.
  • Selbstorganisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung ist eine effektive Beratungsform unter Gleichgestellten. Sie dient der Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte. Die Kursteilnehmenden treffen sich während dem CAS regelmässig nach Bedarf und Möglichkeiten in Kleingruppen (mindestens vier Treffen à 3.5 Stunden). Die wichtigsten Inhalte werden in Form eines Protokolls festgehalten.
  • Selbstreflexion: Um die Reflexion des eigenen Lernprozesses während des CAS zu fördern, erhalten Sie über unsere Moodle-Lernplattform verschiedene Aufgabenstellungen. Diese sollen Sie gezielt darin unterstützen, Ihre Kompetenzen in der Konfliktarbeit zu entwickeln.
  • Teilnahme an den Intervisionen
  • Schriftliche Abschlussarbeit

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

(Änderungen vorbehalten)

Voraussetzungen + Zulassung

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet und wendet sich an Fachpersonen aus den Bereichen Soziale Arbeit, Recht, Pädagogik, Gesundheit, Psychologie, Wirtschaft, Politik, Technik, Umwelt, Führung, Beratung und weiteren Berufsfeldern.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.


Studiengangspezifische Zulassungsbedingungen:
Zweijährige Berufserfahrung und ein Mindestalter von 25 Jahren, sowie die Möglichkeit, Elemente der Mediation in der Praxis anwenden zu können.

Organisation + Anmeldung

18 Studientage
nächste Durchführungen:
November 2021 bis Mai 2022 (ausgebucht - wir führen eine Warteliste)
Januar 2022 bis September 2022
Mai 2022 bis Januar 2023

jeweils 2 Monate vor Beginn des CAS

Damit wir Ihre Anmeldung schneller bearbeiten können, bitten wir Sie das untenstehende PDF-Formular auszufüllen. Sie können dieses unter «weitere Beilagen» während des Anmeldeprozesses hochladen.

Beratung + Infoveranstaltungen

Studienberatung

Infoveranstaltungen

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung. Die Anmeldemöglichkeit finden Sie unter der gewünschten Infoveranstaltung.

Studienort + Infrastruktur