Perinatale psychische Gesundheit

In diesem Fachkurs erlangen Sie ein erweitertes und spezialisiertes Wissen und praktische Kompetenzen für den Umgang mit psychisch erkrankten Frauen und ihren Familien.

Der Fachkurs konzentriert sich auf die Wissensvermittlung zu folgenden zentralen Themen:

  • Epidemiologie perinataler psychischer Erkrankungen
  • Psychopathologie
  • Therapeutische Ansätze: Pharmakologie und Psychotherapie 
  • Diagnostik, Prävention
  • Versorgungsangebote (Bern, Basel) 
CAS Maternale und Neonatale Gesundheit im humanitären Kontext

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkurs
  • Dauer 8 Kurstage
  • Unterrichtstage Do, Mi, Fr
  • Anmeldefrist 17. Februar 2020 - Sie können sich weiterhin anmelden.
  • Anzahl ECTS 3 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung März bis Juli 2020

Inhalt + Aufbau

Porträt

Perinatale psychische Erkrankungen (PPE) sind ein wichtiges, in der Schweiz bisher vernachlässigtes Problem der Gesundheitsversorgung von Frauen und ihren Familien. Hohe Prävalenzraten von PPE und schwerwiegende Folgen dieser Erkrankungen verlangen nach einer effizienten Betreuung. In der Schweiz werden psychische Erkrankungen im Rahmen der geburtshilflichen Versorgung in der Schwangerschaft und im ersten Jahr nach der Geburt nur marginal erkannt. Gesundheitsfachpersonen, wie z. B. Hebammen, Geburtshelfende, Pflegefachpersonen, Kinderärztinnen und -ärzte, sind in der perinatalen Betreuung wichtige Leistungserbringer und pflegen einen engen Kontakt zu Schwangeren, Gebärenden und Wöchnerinnen. Sie haben daher eine zentrale Funktion bei der Erkennung von Risiken und frühen Diagnosen von perinatalen psychischen Erkrankungen. Ausserdem sind sie wichtige Bezugspersonen für die Angehörigen der betroffenen Frauen sowie Ansprechpartnerinnen für andere Gesundheitsversorger und soziale Dienste. Deshalb benötigen Fachpersonen ein erweitertes und spezialisiertes Wissen und praktische Kompetenzen für den Umgang mit psychisch erkrankten Frauen und ihren Familien.

Ziel dieses Fachkurses ist es, Gesundheitsfachpersonen für die Betreuung von Frauen mit Risiken für PPE und psychisch erkrankter Frauen zu sensibilisieren. Fachpersonen können Frauen mit präventiven Massnahmen begleiten, Risiken erkennen, Screenings durchführen und gefährdete oder betroffene Frauen psychiatrischen Fachpersonen zuweisen. Dadurch beugen sie der Entstehung einer psychischen Erkrankung vor, verhindern eine Verschlimmerung der Erkrankung sowie negative Auswirkungen auf das Kind und das familiäre Umfeld.

Ausbildungsziel

  • Sie verstehen die individuelle, familiäre, gesellschaftliche und Public-Health-Relevanz der Thematik.
  • Sie können perinatale psychische Erkrankungen (PPE) definieren, kennen die Klassifikationssysteme und können die wichtigsten Symptome beschreiben.
  • Sie kennen Ursachen und Risikofaktoren sowie Folgen von PPE.
  • Sie kennen Instrumente für das Screening und die Diagnostik von PPE und können sie anwenden.
  • Sie kennen die wichtigsten pharmakologischen Therapien (Wirkstoffe, Nebenwirkungen und Kontraindikationen).
  • Sie kennen die wichtigsten psychotherapeutischen Ansätze sowie deren Vor- und Nachteile, auch im Vergleich zu pharmakologischen Behandlungen.
  • Sie erkennen eine akute Krise.

Der Fachkurs konzentriert sich auf die Wissensvermittlung zu folgenden zentralen Themen:

  • Epidemiologie perinataler psychischer Erkrankungen
  • Psychopathologie
  • Therapeutische Ansätze: Pharmakologie und Psychotherapie 
  • Diagnostik, Prävention
  • Versorgungsangebote (Bern, Basel) 

Der Fachkurs besteht aus Kontakt- und Selbststudium. Die Lernmethoden im Kontaktstudium schliessen interaktive Vorlesungen, Gruppenarbeit, Übungen und ein Seminar ein.

Schriftliche Prüfung mit Multiple-Choice Fragen und Kurzantwortfragen

Titel + Abschluss

Fachkurs in «Perinatale psychische Gesundheit»

Der Fachkurs wird als Segment des Moduls «Perinatale psychische Gesundheit» des Master-Studiums Hebamme angeboten.

Das Master-Modul PPG bildet die Master-Studierenden zusätzlich in der Analyse von Versorgungssystemen und der Entwicklung von optimierten interdisziplinären Versorgungsmodellen einschliesslich einer Advanced Midwifery Practice Rolle aus.

Dozentinnen + Dozenten

  • Dr. rer. nat. Anke Berger, Dozentin BFH Gesundheit

  • Prof., PD, PhD Eva Cignacco, Dozentin, Leiterin Angewandte Forschung & Entwicklung Geburtshilfe, BFH Gesundheit

  • Dr. med. Ankica Ging, Oberärztin, Leiterin gyno-psychiatrische Sprechstunde, Universitäre Psychiatrische Dienste (UPD) AG Bern, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Bern

  • Dr. med. Simone Göttler, FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, Spezialärztin Psychosomatik, Frauenklinik, Universitätsspital Basel

  • Prof. Dr. med. Thomas Müller, Ärztlicher Direktor, Privatklinik Meiringen

  • Dr. med. Wolfgang E. Paulus, Leiter Beratungsstelle für Reproduktionstoxikologie, Universitätsfrauenklinik Ulm

  • Prof. Dr. med. Anita Riecher-Rössler, Chefärztin und Ordinaria für Psychiatrie, Zentrum für Gender Research und Früherkennung, Universitäre Psychiatrische Kliniken (UPK) Basel

  • Dr. med. Werner Stadlmayr, Psychosomatische Medizin, FMH Gynäkologie und Geburtshilfe, Geburt und Familie – Praxis, Aarau

  • Dr. phil. Christoph Stucki, Psychologe, Fachpsychologe Psychotherapie FSP, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Bern

  • Prof. Dr. med. Sebastian Walther, Chefarzt, Stellvertretender Direktor, Universitäre psychiatrische Dienste (UPD) AG Bern, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Universität Bern

  • Bernd Kozel, Pflegeexperte, Universitäre psychiatrische Dienste (UPD) AG, Bern

Voraussetzungen + Zulassung

Gesundheitsfachpersonen mit Bachelor-Abschluss oder äquivalenter Ausbildung und mindestens einem Jahr Berufserfahrung

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Berufliche Voraussetzungen

Mindestens ein Jahr Berufserfahrung

Organisation + Anmeldung

8 Kurstage, März bis Juli 2020
Ca. 34 Stunden Selbststudium, total 90 Stunden studentischer Arbeitsaufwand

  • Mittwoch, 11. März 2020, 09:15-17.15 (ganzer Tag)

  • Donnerstag, 12. März 2020, 09:15-12.45 (Vormittag)

  • Mittwoch, 22. April 2020, 09:15-17.15 (ganzer Tag)

  • Donnerstag, 23. April 2020, 09:15-15.15 (ganzer Tag)

  • Mittwoch, 20. Mai 2020, 09.15-17.15 (ganzer Tag)

  • Donnerstag, 4. Juni 2020, 13.45-17.15 (Nachmittag)

  • Mittwoch, 1. Juli 2020, 09.15-17.15 (ganzer Tag)

  • Donnerstag, 2. Juli 2020, 09.15-17.15 (ganzer Tag)

  • Freitag, 10. Juli 2020, 09.15-15.15 (ganzer Tag)

Anmeldefrist

17. Februar 2020 - Sie können sich weiterhin anmelden.

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

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