Neue Möglichkeiten der Armutsbeobachtung in der Schweiz Soziale Innovation am Mittag

Nutzung verknüpfter Administrativ- und Steuerdaten.

29.11.2022, 12.15–13.15 Uhr – Berner Fachhochschule BFH, Hallerstrasse 8, Bern (Raum 218) und Online

Die Armutsbeobachtung in der Schweiz ist heute lückenhaft. Dank technologischer Fortschritte in der Datenverarbeitung ergeben sich aber neue Möglichkeiten. Die BFH und Caritas Schweiz haben einen Modellvorschlag nach wissenschaftlichen und fachlichen Standards erarbeitet, der den Kantonen ein systematisches Armutsmonitoring ermöglicht.

Im Vortrag wird auf die aktuelle Entwicklung eingegangen, das Armutsmonitoring-Modell vorgestellt und ausgewählte Resultate aus zwei Kantonen präsentiert.

Sie können entweder vor Ort oder online an diesem Anlass teilnehmen.

lila Schreibtisch mit Utensilien und Kaffeetasse

Steckbrief

  • Startdatum 29.11.2022, 12.15–13.15 Uhr
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  • Ort Berner Fachhochschule BFH, Hallerstrasse 8, Bern (Raum 218) und Online
  • Anmeldefrist 22.11.2022
  • Kosten Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten. Ein kleiner Lunch wird vor Ort offeriert.

Laut offiziellen Statistiken leben in der Schweiz rund 722’000 Menschen in Armut. Diese erreichen das soziale Existenzminimum mit ihren Einkünften nicht. Damit armutsbetroffene Menschen passende Unterstützung erhalten, ist eine systematische Beobachtung der Armutssituation entscheidend. In der Armutspolitik spielen die Kantone eine wichtige Rolle, weshalb sich die Instrumente in der Armutsbekämpfung stark unterscheiden. Auf Ebene der Kantone besteht aber ein fragmentiertes Bild, das eine zielgerichtete Armutspolitik erschwert.

Die Möglichkeiten zur Armutsbeobachtung haben sich dank technologischer Fortschritte in der Datenverarbeitung erheblich verbessert. Administrativdaten können heute für die Armutsforschung genutzt werden. Eine wichtige Grundlage bilden Steuerdaten, die mit weiteren Administrativdaten zu bedarfsabhängigen Leistungen sowie mit Registerdaten zur Wohn- und Haushaltssituation verknüpft werden. Anhand dieser verknüpften Daten kann die finanzielle Situation der Bevölkerung detailliert beschrieben werden. Allerdings muss bestimmt werden, welche Methoden und Konzepte zur Berechnung von steuerungsrelevanten Indikatoren verwendet werden. Die BFH und Caritas Schweiz haben dazu einen Modellvorschlag nach wissenschaftlichen und fachlichen Standards erarbeitet, der den Kantonen ein systematisches Armutsmonitoring ermöglicht.

  • Mitarbeitende und Studierende der BFH, Departement Soziale Arbeit
  • Fachpersonen und weitere Interessierte

Soziale Innovation am Mittag

Der Forschungslunch des Departements Soziale Arbeit ermöglicht Fachpersonen, Mitarbeitenden, Studierenden und weiteren Interessierten einen Einblick in die Forschungstätigkeit der BFH. In kurzen Inputreferaten werden aktuelle Projekte und Ergebnisse präsentiert und mit dem Publikum diskutiert. Der Anlass bietet zudem Gelegenheit, Kontakte zu pflegen und zu knüpfen.