Lern-Center

Das Lern-Center unterstützt mit den Bereichen E-Learning, Kommunikationstraining und Skills-Center eine moderne und realitätsnahe Lehr- und Lernumgebung am Departement Gesundheit.

E-Learning

Die digitalen Medien spielen in allen Studiengängen eine wichtige Rolle. Über die webbasierte Lernplattform Moodle stehen den Studierenden sämtliche relevante Lehr- und Lerninhalte zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung. Weitere Webapplikationen unterstützen die Studierenden im täglichen Studium.

Die Mitarbeitenden des Lern-Centers stehen sowohl Lehrenden wie auch Lernenden beratend zur Seite und nehmen Bedürfnisse zu Produktion und Einsatz von digitalen Medien in der Lehre entgegen. Das Lern-Center bildet die Schnittstelle zwischen den didaktischen Anforderungen in der Lehre und den technologischen Möglichkeiten der BFH IT-Services.

Kommunikationstraining

Das Kommunikationstraining stellt eine innovative Lernmethode dar. Mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern üben die Studierenden kommunikative Kompetenzen ein, indem herausfordernde Situationen aus der Berufspraxis simuliert werden: Der Umgang mit einer Patientin, die kaum Deutsch spricht, mit einem Patienten, der gerade eine schwerwiegende Diagnose erhalten hat oder mit emotionalen Angehörigen. Mobile Video-Aufnahmesysteme ermöglichen das Aufzeichnen und unmittelbare Anschauen der Kommunikationssituation. So lernen die Studierenden im Kommunikationstraining, anspruchsvollen Aufgaben im Gesundheitswesen professionell zu begegnen.

Das Kommunikationstraining stellt eine innovative Lernmethode dar. Mit professionellen Schauspielerinnen und Schauspielern üben die Studierenden kommunikative Kompetenzen ein, indem herausfordernde Situationen aus der Berufspraxis simuliert werden: Der Umgang mit einer Patientin, die kaum Deutsch spricht, mit einem Patienten, der gerade eine schwerwiegende Diagnose erhalten hat oder mit emotionalen Angehörigen. Mobile Video-Aufnahmesysteme ermöglichen das Aufzeichnen und unmittelbare Anschauen der Kommunikationssituation. So lernen die Studierenden im Kommunikationstraining, anspruchsvollen Aufgaben im Gesundheitswesen professionell zu begegnen.

So sieht das Kommunikationstraining aus

Das Kommunikationstraining absolvieren jeweils zwei Studierende gemeinsam: Eine Studierende agiert als Gesundheitsfachperson und die andere beobachtet die Situation. In einem nächsten Training werden dann die Rollen getauscht. 

1. Vorbereitung des Trainings

Während der Trainingsvorbereitung lesen die Studierenden die Aufgabenstellung, die alle notwendigen Daten über die Situation enthält.

Vorbereitung des Kommunikationstrainings

2. Interaktion – Durchführen der Kommunikationssequenz

Anschliessend findet die Interaktion mit dem Schauspieler statt, was in der Regel zwischen 15 und 20 Minuten dauert.

Interaktion – Durchführen der Kommunikationssequenz
Interaktion – Durchführen der Kommunikationssequenz

3. / 4. Rollenwechsel und Videoanalyse

Alle Beteiligten machen einen Rollenwechsel und bereiten sich auf die Videoanalyse vor. Während dieser Analyse wird die aufgezeichnete Sequenz noch mal angeschaut und die kommunikativen Kompetenzen der Studierenden anhand einer Checkliste beobachtet.

Rollenwechsel und Videoanalyse

5. Feedbackrunde

Nach der Videoanalyse erhalten die Studierenden ein umfassendes Feedback von der Schauspielerin und der Beobachterin. Ziel der Rückmeldungen ist, die kommunikativen Kompetenzen der Pflegenden zu spiegeln.
Dafür werden zuerst die Beobachtungen so konkret wie möglich mit Beispielen belegt. So werden gemeinsam kommunikative Stärken und Schwächen in der Situation herausgearbeitet und Verhaltensvariationen in Bezug zu den vorhandenen Ressourcen diskutiert.

Feedbackrunde Kommunikationstraining

Die Studierenden trainieren dabei nicht nur ihre eigenen kommunikativen Fähigkeiten, sondern lernen auch andere Personen in ähnlichen Situationen zu beobachten, Situationen zu beurteilen und konstruktive Kritik zu geben wie auch zu verarbeiten.

  • Das Verhalten der Studierenden spiegeln
  • Die Selbstreflexion fördern
  • Neue kommunikative Verhaltensweisen kennenlernen
  • Feedbackfertigkeiten üben

Das Kommunikationstraining des Departements Gesundheit bietet den Studierenden die Möglichkeit, ihre kommunikativen Kompetenzen in einem geschützten Rahmen regelmässig zu reflektieren und zu erweitern. Zudem erleben sie kommunikativ anspruchsvolle Situationen, in denen sie ihre Verhaltensmuster ausprobieren und durch das Feedback reflektieren können.

Im Kommunikationstraining agieren professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler als Trainerinnen und Trainer in verschiedenen Rollen. Sie sind zum einen «Patientin» oder «Klient», die nach differenzierter Rollenbeschreibung die Situation simulieren. Zum anderen sind sie Beobachterinnen und Feedbackgeber, welche das Verhalten nach bestimmten Kriterien einschätzen und den Studierenden zurückmelden. Ausserdem kann aus der Rolle heraus das «inneren Erleben» der «Patientin» oder des «Klienten» beschrieben werden.

Das Departement Gesundheit setzt diese innovative Lernmethode ein, um die Studierenden bestmöglich auf die Praktikumseinsätze und die spätere Berufspraxis vorzubereiten. Das Kommunikationstraining bietet den Studierenden ein geschütztes Übungsfeld, in dem sie praktische Fähigkeiten ohne negative Folgen trainieren können.

Dank dieser Methode lernen die Studierenden, ihr theoretisch erworbenes Wissen mit Praxissituationen zu verbinden. Dabei festigen sie ihre Fach- und Methodenkompetenzen, lernen Probleme zu lösen und kommunikativ anspruchsvollen Situationen im Gesundheitswesen professionell zu begegnen.

Skills-Center

Das Skills-Center des Departements Gesundheit ist eine Lernumgebung, die ähnlich der Berufspraxis eingerichtet ist. Die Studierenden trainieren in einer geschützten Lernlandschaft die für ihre Berufsausbildung geforderten Grundfähigkeiten und -fertigkeiten (Skills) und erweitern in Begleitung von Fachpersonen ihre Kompetenz, die Fähigkeiten auf ähnliche Praxissituationen zu transferieren.

Die Literatur spricht dabei vom Skillslab, der Lernwerkstatt oder auch vom 3. Lernort. Dies deshalb, weil die Studierenden im Skills-Center Lerninhalte aus dem Lernort Schule (1. Lernort) mit dem Lernort Praxis (2. Lernort) und umgekehrt verbinden.

Während bestimmter Studiumstage trainieren die Studierenden systematisch anhand von adaptierten Lernmethoden grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Das Ziel der Lernmethoden ist das schrittweise Erlernen und Einüben einer Fertigkeit. Das eigentliche Standardisieren, das Verinnerlichen einer Fähigkeit geschieht durch Üben, Reflektieren, Beurteilen und Anpassen in einer positiven Lernumgebung. Dazu gehören die Hauptprinzipien der individuellen Verantwortlichkeit, das möglichst selbständige Aneignen von neuen Fertigkeiten und die beratende, unterstützende Funktion des Trainers, der Trainerin.

Die adaptierten Lernmethoden Skillslab und Cognitive Apprenticeship beschreiben folgende Phasen und Schritte des Lernens:

Phasen und Schritte des Lernens im Skills-Training

Die adaptierten Lernmethoden Skills-Lab und Cognitive Apprenticeship beschreiben folgende Phasen und Schritte des Lernens:

Vorbereitungsphase

Mittels Vorkenntnistest und zur Verfügung stehendem Lösungsblatt überprüfen die Studierenden vor dem Skills-Training im Selbststudium ihr aktuelles Vorwissen zum Thema.

Orientierungsphase

Die Skills-Trainerin oder der Skills-Trainer führt die Studierenden in den Vorbereitungsauftrag ein. Dabei werden verschiedene didaktische Mittel und Methoden wie Filme, das Lesen und Besprechen von einführenden Texten sowie der Austausch eingesetzt.
Inhaltlicher Schwerpunkt in der Orientierungsphase ist, dass sich die Studierenden mit der bevorstehenden Fähigkeit gezielt auseinander setzen, Prinzipien kennenlernen und eigene Gefühle und Erfahrungen reflektieren.

Demonstrations- und Übungsphase in vier Schritten

  1. Modeling: Die Fertigkeit wird durch die Skills-Trainer vorgezeigt und Gedanken werden ausgesprochen.
  2. Coaching: die Studierenden werden im Training unterstützt.
  3. Scaffolding: evt. Korrektur, ohne direkt in die Handlung einzugreifen.
  4. Fading: Die Unterstützung wird je nach Bedarf langsam abgebaut.

In dieser Phase werden Pflegepuppen, Modelle und Attrappen und verschiedenste Medizinalprodukte und Materialien verwendet. Die zurzeit vorhandenen gültigen Standards und aktuelle Fachliteratur bilden die wissenschaftliche Grundlage für die trainierte Fähigkeit.

Freie Übungsphase

Die Studierenden üben in den Trainingsgruppen, ohne Anwesenheit der Trainer, im Selbststudium. Der Schwerpunkt liegt hierbei nicht nur beim Üben der Fähigkeit, sondern auch beim Verbalisieren der Schrittabfolgen (Artikulation) sowie beim Verstehen und gegenseitigen Erklären der Prinzipien (Reflexion).
Anhand der entsprechenden Beobachtungscheckliste aus dem Skillsheft geben sich die Studierenden gegenseitig Feedback und reflektieren ihr eigenes Handeln.

Evaluationsphase

In der Skills-Prüfung oder dem OSCE (objective standardized clinical examination) werden einzelne Skills, Fähigkeiten und Fertigkeiten geprüft und anhand der bekannten Beobachtungschecklisten beurteilt

Beherrschungsphase

Das Vertiefen und Erweitern der trainierten Grundfähigkeit geschieht in der Berufspraxis und kann nicht im Skills-Training vermittelt werden. Dabei stehen die Begleitung und Unterstützung der Studierenden im selbstverantwortlichen Handeln und im eigenständigen Entwickeln von Lösungen im Vordergrund.

Clinical Assessment

Das Clinical Assessment (CA) bildet eine Schnittstelle zwischen ärztlicher und pflegerischer Tätigkeit. Es besteht aus der Aufnahme einer problemfokussierten oder vollständigen Anamnese und der Durchführung einer Körperuntersuchung (Körperstatus).

Schnittstelle zwischen ärztlicher und pflegerischer Tätigkeit

Damit lässt sich die klinische Situation von Patientinnen und Patienten systematisch einschätzen. Dies ist für Studierende des Bachelor-Studiengangs Pflege die Basis, um die Dringlichkeit von Interventionen beurteilen zu können. Das CA stellt deshalb eine der Kernkompetenzen von Bachelor-Absolvenierenden dar.

Fachwissen vertiefen und Untersuchungstechniken trainieren

Im CA-Modul wird das theoretische Fachwissen über Anatomie bzw. Physiologie und Pathologie bzw. Pathophysiologie vertieft, indem auf diesen Grundlagen das Aufnehmen einer vollständigen respektive einer problemfokussierten Anamnese sowie die zentralen Untersuchungstechniken des Körperstatus – Inspektion, Palpation, Perkussion und Auskultation – erlernt und trainiert werden.

Die Bachelor-Studierenden wenden die CA-Techniken ausschliesslich bei Gesunden an. Das Hauptgewicht liegt auf den physiologischen Funktionen. Um physiologische von pathologischen Befunden unterscheiden zu können, wird das Erkennen von häufigen Erkrankungen mit deren wichtigsten Abweichungen vom physiologischen Normalzustand geübt.

Das erfolgreiche Absolvieren dieses Moduls ist eine Vorbedingung für die Zulassung zum geplanten Master-Studium in Pflege.

Phasen und Schritte des Lernens im Skills-Training

Die adaptierten Lernmethoden Skills-Lab und Cognitive Apprenticeship beschreiben folgende Phasen und Schritte des Lernens:

Vorbereitungsphase

Mittels Vorkenntnistest und zur Verfügung stehendem Lösungsblatt überprüfen die Studierenden vor dem Skills-Training im Selbststudium ihr aktuelles Vorwissen zum Thema.

Orientierungsphase

Die Skills-Trainerin oder der Skills-Trainer führt die Studierenden in den Vorbereitungsauftrag ein. Dabei werden verschiedene didaktische Mittel und Methoden wie Filme, das Lesen und Besprechen von einführenden Texten sowie der Austausch eingesetzt.
Inhaltlicher Schwerpunkt in der Orientierungsphase ist, dass sich die Studierenden mit der bevorstehenden Fähigkeit gezielt auseinander setzen, Prinzipien kennenlernen und eigene Gefühle und Erfahrungen reflektieren.

Demonstrations- und Übungsphase in vier Schritten

  1. Modeling: Die Fertigkeit wird durch die Skills-Trainer vorgezeigt und Gedanken werden ausgesprochen.
  2. Coaching: die Studierenden werden im Training unterstützt.
  3. Scaffolding: evt. Korrektur, ohne direkt in die Handlung einzugreifen.
  4. Fading: Die Unterstützung wird je nach Bedarf langsam abgebaut.

In dieser Phase werden Pflegepuppen, Modelle und Attrappen und verschiedenste Medizinalprodukte und Materialien verwendet. Die zurzeit vorhandenen gültigen Standards und aktuelle Fachliteratur bilden die wissenschaftliche Grundlage für die trainierte Fähigkeit.

Freie Übungsphase

Die Studierenden üben in den Trainingsgruppen, ohne Anwesenheit der Trainer, im Selbststudium. Der Schwerpunkt liegt hierbei nicht nur beim Üben der Fähigkeit, sondern auch beim Verbalisieren der Schrittabfolgen (Artikulation) sowie beim Verstehen und gegenseitigen Erklären der Prinzipien (Reflexion).
Anhand der entsprechenden Beobachtungscheckliste aus dem Skillsheft geben sich die Studierenden gegenseitig Feedback und reflektieren ihr eigenes Handeln.

Evaluationsphase

In der Skills-Prüfung oder dem OSCE (objective standardized clinical examination) werden einzelne Skills, Fähigkeiten und Fertigkeiten geprüft und anhand der bekannten Beobachtungschecklisten beurteilt

Beherrschungsphase

Das Vertiefen und Erweitern der trainierten Grundfähigkeit geschieht in der Berufspraxis und kann nicht im Skills-Training vermittelt werden. Dabei stehen die Begleitung und Unterstützung der Studierenden im selbstverantwortlichen Handeln und im eigenständigen Entwickeln von Lösungen im Vordergrund.