Praxisausbildung
Gemeinsam lernen, gemeinsam Verantwortung übernehmen: Im FLINC-Curriculum arbeiten Studierende verschiedener Gesundheitsberufe zusammen. Dabei entwickeln sie die interprofessionellen Kompetenzen, die für eine sichere und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung entscheidend sind.
Die Praxisausbildung umfasst in allen Studiengängen mehrere Praxismodule an unterschiedlichen Lernorten. Sie erfüllt oder übersteigt damit die gesetzlichen Vorgaben zur Praxistätigkeit. Wahlpflichtmodule in Theorie und Praxis bieten den Studierenden Möglichkeiten, individuelle fachliche Schwerpunkte zu setzen.
Flexibel und planbar durch die Praxisausbildung
Die Praxismodule finden innerhalb von zwei Semestern statt. Sie werden zu 100% oder zu 80% (ohne Verlängerung des Studiums) absolviert.
Für alle Fachbereiche beginnen die Praxismodule in den gleichen Kalenderwochen. Dadurch wird die Planung von Praxismodulen über alle Fachbereiche vereinheitlicht und Synergien bei der Einführung von Studierenden genutzt.
Kompetenzen gezielt in der Praxis entwickeln
Das Kompetenzprofil FLINC und das Beurteilungssystem Programmatic Assessment werden auch in den Praxismodulen umgesetzt. Kompetenzen, Learning Outcomes und Learning Activities wurden dafür überarbeitet, weiterentwickelt und wo sinnvoll über die Fachbereiche hinweg harmonisiert.
Datenpunkte (siehe Programmatic Assessment) werden auch in der Praxis gesammelt, reflektiert und lernspezifische Massnahmen daraus abgeleitet. Dazu gehören z. B. Beobachtungssequenzen durch Praxisbegleitende, Transfercoachings, Standortbestimmungen oder Fallanalysen.
Um einen möglichst guten Theorie-Praxis-Theorie-Transfer zu gewährleisten, werden Transfercoachings, wie sie in den Bachelor-Studiengängen Pflege und Hebamme seit Jahren etabliert sind, in allen Fachbereichen implementiert. Ein Pilotprojekt in den Bachelor-Studiengängen Physiotherapie und Ernährung und Diätetik hat eine hohe Akzeptanz und einen grossen Nutzen sowie die Umsetzbarkeit in kleineren und grösseren Betrieben gezeigt. Lernortkooperationen ermöglichen Peerlernen unter Studierenden und eine wirtschaftlich effiziente Umsetzung der Coachings.
Interprofessionelle Zusammenarbeit im Berufsalltag trainieren
Bereits heute nutzen Studierende interprofessionelle Angebote wie Fallbesprechungen oder Simulationstrainings sowie Hospitationen in verschiedenen Praxissettings. Damit sie ihre Kompetenzen zur interprofessionellen Zusammenarbeit vertiefen können, werden interprofessionelle Wahlmodule in der Praxis entwickelt, etwa auf den zunehmend entstehenden interprofessionellen Ausbildungsstationen.
Praxispartner auf dem Weg begleiten
Die vielen Veränderungen, die das neue Curriculum mit sich bringt, verlangen vertiefte Informationen für Praxisausbildende. Die bereits etablierten «Workshops Praxisausbildung» werden genutzt, um die Praxisausbildenden über das neue Curriculum zu informieren.
FLINC-Curriculum
Was bedeutet FLINC?
FLINC ist ein Akronym für Flexibles Integriertes Curriculum. Die Bezeichnung widerspiegelt das strategische Ziel der Curriculumsrevision.
- Flexibel: Das Studium kann Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden. Die Reihenfolge der Module ist weitgehend flexibel. Wahlmodule ermöglichen individuelle, fachliche Schwerpunkte
- Integriert: Die interprofessionellen Module besuchen die Studierenden aus allen Bachelor-Studiengänge gemeinsam. Module zur Persönlichkeitsentwicklung begleiten und stärken die Studierenden während des gesamten Studiums.