Programmatic Assessment
Studieren ohne Noten? Mit Programmatic Assessment setzt das Departement Gesundheit auf einen Ansatz, der den kontinuierlichen Kompetenzaufbau ins Zentrum stellt. Statt einzelner Prüfungen zählt die Entwicklung über die gesamte Studiendauer hinweg.
«Programmatic Assessment» bezeichnet den Beurteilungsmodus in einem kompetenzorientierten Curriculum. Damit wird der Lernprozess der Studierenden kontinuierlich begleitet. Orientierungspunkt bietet dabei das Kompetenzprofil des Curriculums FLINC. Wie entwickeln sich Studierende? Sind die gewünschten Kompetenzen bereits erreicht? Wie schätzen sich die Studierenden selbst ein? Durch die systematische Sammlung von Beobachtungen und Selbsteinschätzungen (Datenpunkten) entsteht ein differenziertes Bild einer individuellen Kompetenzentwicklung. Auf Noten wird konsequent verzichtet. Regelmässiges, konstruktives Feedback/Feedforward unterstützt Studierende dabei, ihre Stärken und Entwicklungsfelder zu erkennen und gezielt an sich zu arbeiten. So wird die Überprüfung der Kompetenzentwicklung nicht als Prüfung mit einem abschliessenden Urteil (eine Note) verstanden, sondern als integraler Bestandteil des Lernprozesses. Durch die Kombination vieler Datenpunkte wird die Objektivität und Fairness der Gesamtbeurteilung erhöht.
Programmatic Assessment trägt dazu bei, die Qualität der Ausbildung in Gesundheitsberufen zu steigern, indem es die Studierenden nicht auf Prüfungssituationen, sondern auf die komplexen Anforderungen der beruflichen Praxis und das lebenslange Lernen vorbereitet.
Programmatic Assessment: Kompetenzentwicklung im Fokus
Studierende absolvieren pro Semester unterschiedliche Module, in denen sie verschiedenste Datenpunkte absolvieren. Diese liefern Informationen über das Erlangen und die Entwicklung von Kompetenzen der Studierenden. Die Konzeption der Datenpunkte und ihre Inhalte erfolgt gezielt und mit einer klaren pädagogischen Begründung, um sicherzustellen, dass die Beurteilung kompetenzorientiert und effektiv ist.
Am Ende des Semesters schreiben die Studierenden einen Lernbericht über ihre Kompetenzentwicklung in den belegten Modulen des vergangenen Semesters. Dieser Lernbericht entscheidet über das Bestehen bzw. das Nicht-Bestehen der Module.
FLINC-Curriculum
Was bedeutet FLINC?
FLINC ist ein Akronym für Flexibles Integriertes Curriculum. Die Bezeichnung widerspiegelt das strategische Ziel der Curriculumsrevision.
- Flexibel: Das Studium kann Vollzeit oder Teilzeit absolviert werden. Die Reihenfolge der Module ist weitgehend flexibel. Wahlmodule ermöglichen individuelle, fachliche Schwerpunkte
- Integriert: Die interprofessionellen Module besuchen die Studierenden aus allen Bachelor-Studiengänge gemeinsam. Module zur Persönlichkeitsentwicklung begleiten und stärken die Studierenden während des gesamten Studiums.