Mind & Body Care

In diesem Fachkurs lernen Sie psychosomatische Störungsbilder kennen und Zusammenhänge zwischen Resilienz und Stressfaktoren zu verstehen. Sie entwickeln Möglichkeiten, Ressourcen sinnvoll zu erfassen und gewinnbringend zu nutzen.

Im Fachkurs lernen Sie

  • ein grundlegendes Verständnis der Psychosomatik und der darin genutzten multimodalen Behandlungsansätze kennen,
  • psychosomatische Störungsbilder, Zusammenhänge zwischen Resilienz und Stressfaktoren sowie Möglichkeiten, Ressourcen sinnvoll zu erfassen und gewinnbringend zu nutzen.
Fachkurs Mind & Body Care

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkurs
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage Fr
  • Anmeldefrist Durchführung 2022: 24. Juni 2022
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'300
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung September bis Oktober 2022
    Durchführung Herbst 2023

Inhalt + Aufbau

Porträt

Gesundheitsfachperson treffen häufig Menschen, die an funktionellen Körpersymptomstörungen leiden. Die Symptome dieser Patient*innen werden nicht durch eine Schädigung auf Organebene hervorgerufen, sondern sind in der Steuerung und Wahrnehmung der Organe begründet. Sie treten in jedem klinischen Fachgebiet auf.

Entsprechend setzt der multimodale Therapieansatz beim somatischen wie auch beim psychosomatischen Symptommanagement an. Sie benötigen dazu Fähigkeiten zur Behandlung von neurologischen, urologischen oder gastroenterologischen Funktionsstörungen, wie auch Kenntnisse zu stressassoziierten psychiatrischen Komorbiditäten wie Angst, Depression oder Traumatisierung.

Dieser Fachkurs führt Sie in die diese multimodale Behandlungsweise ein.

Ausbildungsziel

  • Sie lernen ein grundlegendes Verständnis der Psychosomatik und der darin genutzten multimodalen Behandlungsansätze kennen.
  • Sie können psychosomatische Störungsbilder, Zusammenhänge zwischen Resilienz und Stressfaktoren sowie Möglichkeiten, Ressourcen sinnvoll zu erfassen und gewinnbringend zu nutzen

Wissen und Verstehen

Sie erwerben Kompetenzen zum Verständnis psychosomatischer Erkrankungen. Nachdem Sie diesen Fachkurs absolviert haben, kennen Sie:

  • die Charakteristika der Lebensstadien (Entwicklungsmedizin),
  • die menschlichen Grundbedürfnisse, Resilienzfaktoren und Stressoren (medizinische Psychologie),
  • die Symptomatik und Klassifikation von Stress- und Schmerzerkrankungen (Krankheitslehre),
  • die Möglichkeiten zur Erfassung und Unterstützung von Ressourcen, 
  • die Bausteine der multimodalen Therapie.

Anwendung von Wissen und Verstehen

Mit diesen Kenntnissen können Sie auch angesichts der Zunahme von Stress- und Schmerzerkrankungen eine neue Haltung gegenüber der Phänomenologie dieser Erkrankungen entwickeln. Sie sind fähig,

  • Ressourcen zu erfassen und deren Entwicklung zu unterstützen,
  • Methoden zur Stärkung und zum Aufbau konkreter Alltags- und Handlungskompetenzen anzuwenden,
  • Patient*innen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, d. h. sie im Umgang mit chronischen Zuständen wie z. B. Schmerzen, Angst und Panik, Schlaf- oder Essstörungen zu unterstützen.

Urteilen

  • Sie können Ihren berufsspezifischen Beitrag im Rahmen der multimodalen Therapieversorgung definieren.

Kommunikative Fertigkeiten

  • Sie können eine angepasste Patientenedukation bei funktionellen Störungen durchführen,
  • Sie können eine angepasste Angehörigenedukation im Umgang mit funktionellen Störungen durchführen,
  • Sie können psychosomatischen Situationen im Kontext der Patientenversorgung (Mental Equilibrium) angemessen begegnen.

Sie erarbeiten Grundlagen der psychosomatischen Medizin. Der Fokus liegt im Erkennen der Zusammenhänge, zum Beispiel bei der Stress- und Schmerzsymptomatik:

  • Verhaltensmedizin: Menschliche Grundbedürfnisse, Resilienzfaktoren und Stressoren
  • Entstehung von Stress- und Schmerzerkrankungen. Umgang mit komorbiden Angst-, Depression- und Trauma-Erkrankungen
  • Erfassung und Unterstützung von Ressourcen
  • Stärkung und Aufbau konkreter Alltags- und Handlungskompetenzen
  • Charakteristika der Lebensstadien (Entwicklungsmedizin)
  • Bausteine der multimodalen Therapie
  • Patientenedukation bei funktionellen Störungen
  • Grundregeln, Fallstricke und Chancen im interprofessionellen Patientenumgang
  • Patientenzentrierte Pflege- und Behandlungsansätze in psychosomatischen Situationen
  • Fallbesprechungen
  • Vorträge
  • Gruppenarbeiten
  • Selbststudium: Theoretische Grundlagen werden im Selbststudium erarbeitet. Dazu stellen wir Ihnen die dazu nötige Literatur zur Verfügung. Deren Bearbeitung gelingt ausgehend von leitenden Fragestellungen.

In einem Kurzvortrag stellen Sie Ihre individuelle Fallanalyse mit dem Ziel eines vollumfänglichen Transfers der erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse in eine Realsituation vor. Vorbereitend darauf erstellen Sie eine schriftliche Arbeit: Die biographische Kontextualisierung der Krankheitsentwicklung ist eine wichtige Grundlage für das Verständnis von funktionellen Körpersymptomstörungen. Sie erstellen auf Basis Ihres erworbenen entwicklungsmedizinischen Grundlagenwissens eine Biographie-Reportage über eine Patientin oder einen Patienten. Diese reflektiert die biographischen Daten und Fakten in Bezug auf Gefährdungsrisiken, Resilienzfaktoren, Bewältigungsstrategien, Symptomatologie und des professionellen Hilfebedarfs (Therapieplanung).

Titel + Abschluss

Fachkurs  in «Mind & Body Care»

e-log-Label

Partner

Kompetenzbereich Psychosomatische Medizin, Universitätsklinik für Neurologie

Voraussetzungen + Zulassung

  • Pflegefachpersonen HF, FH
  • Hebammen
  • Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten
  • Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater
  • Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten
  • Logopädinnen und Logopäden

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Sprachkenntnisse

Deutsch und Englisch: Die Präsenzveranstaltungen werden auf Deutsch gehalten. Mitunter werden schriftliche Lehrmaterialien in englischer Sprache verwendet.

Organisation + Anmeldung

6 Kurstage, September bis Oktober 2022
Für 4 ECTS-Credits rechnen wir mit einem Workload von 120 Stunden (inkl. der Kurstage)
Unterrichtszeiten: in der Regel von 09.00 - 16.30 Uhr

Durchführung 2022:

  • Freitag, 2. September 2022
  • Freitag, 9. September 2022
  • Freitag, 16. September 2022
  • Freitag, 23. September 2022
  • Freitag, 21. Oktober 2022
  • Freitag, 28. Oktober 2022

Anmeldefrist

  • Durchführung 2022: 24. Juni 2022

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.

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