Soziale Arbeit

Eine Ausbildung für alle Berufsfelder der Sozialen Arbeit: Setzen Sie Erlerntes direkt in der Praxis um und entwickeln Sie Ihre Selbst- und Sozialkompetenzen.

Der Studiengang:

  • bildet Sie für alle Berufsfelder der Sozialen Arbeit aus, namentlich für Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Soziokulturelle Animation,

  • bietet Ihnen durch eine grosse Anzahl an Wahlmodulen die Möglichkeit, ein eigenes Berufsprofil zu entwickeln,

  • umfasst zwei Praxismodule, in denen Sie das Erlernte in Organisationen der Sozialen Arbeit einüben können,

  • fördert Ihre Selbst- und Sozialkompetenzen mittels persönlicher Coachings,

  • bietet Raum für internationalen Austausch auf Studienreisen, in International Weeks und Auslandsemestern,

  • verfügt über vielfältige Lernformate – analog und digital,

  • ermöglicht Ihnen eine flexible Studienplanung bei gleichzeitig hoher Planungssicherheit.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Bachelor of Science (BSc)
  • Vertiefungen generalistisch: Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Soziokulturelle Animation
  • Studienform Vollzeit (6 Semester)
    Teilzeit (bis 10 Semester)
  • Studienbeginn Herbstsemester: KW 38
    Frühlingssemester: KW 8
  • Anmeldefrist Herbstsemester 2020: 2.3.2020
    Frühlingssemester 2021: 31.7.2020
  • Anzahl ECTS 180 ECTS-Credits
  • Unterrichtssprache Deutsch (einzelne Module in verschiedenen Fremdsprachen)
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Studienführer

Bachelor in Sozialer Arbeit 2019 | 2020

  • Fachpublikation

Handbuch Sozialwesen Schweiz

Inhalt + Aufbau

Sind Sie gerne mit Menschen in Kontakt und an allen Facetten des Lebens interessiert? Möchten Sie erfahren, wie soziale Probleme entstehen? Wollen Sie mit Ihren Klientinnen und Klienten gemeinsam Lösungen finden, ihnen Ressourcen erschliessen und neue Perspektiven eröffnen? Dann ist der Beruf der Sozialen Arbeit ideal für Sie.

Im Aufbau und in der Strukturierung Ihres Studiums haben Sie einen grossen Gestaltungsspielraum. Sie können Ihre eigenen beruflichen Interessen verfolgen und sich Ihr individuelles Profil erarbeiten.

Portrait

Als generalistische Ausbildung bereitet Sie das Bachelor-Studium auf alle Berufsfelder der Sozialen Arbeit vor: Sozialarbeit, Sozialpädagogik und Soziokulturelle Animation. Sie werden befähigt, das Instrumentarium der Sozialen Arbeit in allen Handlungsfeldern zu nutzen. Sie erhalten eine breite Basisausbildung und werden in Ihren Selbst- und Sozialkompetenzen gefördert. In zwei Praktika können Sie Ihr Wissen einbringen und erlernte Fähigkeiten, Fertigkeiten und Haltungen in einem realen Kontext einüben und reflektieren. Durch verschiedene Module, Studienarbeiten und Ihre Bachelor-Thesis erarbeiten Sie sich ein eigenes Profil.

Ausbildungsziele

Es geht um mehr, als den «Rucksack» mit Wissen zu füllen: Während Ihres Studiums sollen Sie auch Fertigkeiten entwickeln und Haltungen erarbeiten, die im Berufsalltag der Sozialen Arbeit nötig sind. Das Studium orientiert sich an Kompetenzen; damit werden die Lerninhalte «Mittel zum Zweck»: An ihnen können Sie Fertigkeiten und Haltungen erwerben und erproben. Untenstehend finden Sie ausgewählte Kompetenzen, die Sie in Ihrem Studium erwerben. Die ausführliche Übersicht finden Sie im Studienführer.

Bachelor Soziale Arbeit an der BFH

Praxisausbildung im Bachelor

Absolventinnen und Absolventen:

  • verfügen über vertiefte Kenntnisse der Organisationen und Institutionen der Sozialen Arbeit,
  • kennen Handlungstheorien und daraus abgeleitete Methoden und Techniken
  • und sind in der Lage, Positionen der Sozialen Arbeit zu begründen und unterschiedliche disziplinäre Zugänge mit einzubeziehen.

Absolventinnen und Absolventen:

  • sind in der Lage, soziale und individuelle Problemlagen sowie deren Auswirkungen zu analysieren und zu verstehen,
  • können Interventionen begründet einleiten und in Zusammenarbeit mit den Adressatinnen und Adressaten zielführend umsetzen
  • und haben die Fähigkeit, vernetzend zu arbeiten.

Absolventinnen und Absolventen:

  • zeichnen sich auch in schwierigen Situationen durch emotionale und kognitive Präsenz sowie Rollenflexibilität aus,
  • nehmen Konflikte wahr und tragen in ihrer professionellen Rolle dazu bei, dass diese zielführend bearbeitet werden,
  • können Beziehungen und Kommunikation auch über nationale und kulturelle Grenzen hinweg mitgestalten.

Absolventinnen und Absolventen:

  • erkennen Handlungsbedarf, treffen Entscheidungen und übernehmen Verantwortung,
  • sind fähig zu Selbstreflexion und persönlicher Weiterentwicklung,
  • sind belastbar und in der Lage, eine Balance zwischen Engagement und Abgrenzung herzustellen.

Studienform + Dauer

In der Strukturierung Ihres Studiums haben Sie einen grossen Gestaltungsspielraum. 

Der Start ins Studium ist zweimal im Jahr möglich: im Herbst (Kalenderwoche 38) und im Frühling (Kalenderwoche 8). In Woche 37 bzw. 7 finden für Neustudierende an einzelnen Tagen Einführungsveranstaltungen statt.

Herbst- und Frühlingssemester dauern jeweils 18 Wochen und sind in Form und Inhalt identisch aufgebaut. Auf 12 Wochen mit wöchentlich wiederkehrendem Modulangebot folgen 4 Wochen Blockunterricht und 2 Prüfungswochen. 
Studienreisen, Summer & Winter Schools sowie International Weeks finden in der Regel in der vorlesungsfreien Zeit statt.

Fachunterricht, Blockunterricht, Prüfungszeit und vorlesungsfreie Zeit dargestellt in Kalenderwochen.

Flexibilität für Studierende dank fixer Angebotsstruktur

Das Modulprogramm in den Herbst- und Frühlingssemestern ist identisch aufgebaut und wird jährlich wiederholt. Die Pflichtmodule werden dabei zeitlich gespiegelt: Was zum Beispiel im Herbstsemester am Montagvormittag stattfindet, steht im Frühlingssemester am Freitagnachmittag auf dem Programm. Die Lehrveranstaltungen finden so zu verschiedenen Wochentagen und Tageszeiten statt. Zusätzlich bieten wir am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag auch Abendmodule an. So können Sie Ihr Studium flexibel und vorausschauend planen.

Wochenstruktur

Verschiedene Studienmodi zur Wahl

Bei einem Vollzeitstudium mit einer Studiendauer von 6 Semestern werden an allen Wochentagen Module belegt. Fordert Ihre Lebenssituation eine geringere Studienbelastung, können Sie den wöchentlichen Studienaufwand verringern. Dann verlängert sich die gesamte Studiendauer auf maximal 10 Semester. Sie können Ihren Teilzeitmodus während des Studiums wechseln.

Dargestellt ist die Wochenstruktur des Angebots: Kontaktstudium entweder Montag und Dienstag oder Donnerstag und Freitag, oder an jeweils Vormittags oder jeweils Nachmittags

Studienplan + Module

Das Studium der Sozialen Arbeit ist in drei Modulbereiche gegliedert:

  • Modulbereich Soziale Arbeit
  • Modulbereich Bezugswissenschaften
  • Modulbereich Integration und Querschnittsthemen

Innerhalb dieser Modulbereiche können Sie in hohem Masse Ihren eigenen Interessen folgen und sich ein individuelles Profil erarbeiten.


Um zu den Modulbeschreibungen zu gelangen, kopieren Sie untenstehenden Link und fügen ihn in ein neues Browserfenster ein, wählen Sie dann die akademische Periode und den Studiengang BSc Soziale Arbeit aus und klicken anschliessend auf den generierten Link. Mit dem orangen Punkt hinter den Modulen lassen sich die Beschreibungen öffnen.

https://is-a.bfh.ch/studienplaene.htm


 

Drei Modulbereiche gliedern das Studium: Soziale Arbeit, Bezugswissenschaft und in der Schnittmenge "Integration und Querschnittthemen"

Hier geht es um Theorien und Methoden der Sozialen Arbeit. Sie erlernen das Handwerk der Sozialen Arbeit von Grund auf. Wichtige Bestandteile des Modulbereichs sind zudem Ihre Persönlichkeitsentwicklung sowie die Praxisausbildung mit zwei Praxiseinsätzen.

Module

  • Soziale Arbeit – Systematische und historische Einführung
  • Interaktion und Kommunikation
  • Theorien der Sozialen Arbeit
  • Methoden der Sozialen Arbeit
  • Studienarbeiten und Bachelor-Thesis

Persönlichkeitsentwicklung

Um im Beruf bestehen zu können, sollen Sie einst nicht nur fachlich und methodisch sattelfest sein. Sie müssen auch Beziehungen zu sehr unterschiedlichen Menschen eingehen, gestalten und aufrechterhalten können: zu andern Fachpersonen, mit denen Sie zusammenarbeiten werden, und vor allem zu den Adressatinnen und Adressaten der Sozialen Arbeit. 

Im Sinne einer Standortbestimmung durchlaufen Sie zu Beginn des Studiums ein eigens entwickeltes «Development Center (DC)». Hier lösen Sie verschiedene Aufgaben einzeln oder in Gruppen. Speziell trainierte Personen beobachten Sie und führen dann mit Ihnen ein individuelles Feedbackgespräch. Das DC dient Ihnen unter anderem dazu, persönliche Lernziele für die selbstgesteuerte Entwicklung Ihrer Sozial- und Selbstkompetenzen zu formulieren. Sie verfolgen Ihre Lernziele in den Modulen Selbst- und Sozialkompetenz I bis III, in den weiteren Unterrichts- und Praxismodulen sowie im beruflichen und privaten Alltag. 

Um den persönlichen Lern- und Entwicklungsprozess festzuhalten, führen Sie ein persönliches, elektronisches Portfolio. Die Verschriftlichung dient der prüfenden Selbstbetrachtung und damit einem nachhaltigen, weil reflektierten Kompetenzerwerb.

 

Praxisausbildung

Die Praxisausbildung umfasst zwei Praxismodule in verschiedenen Organisationen und in unterschiedlichen Feldern der Sozialen Arbeit. Hier handelt es sich in der Regel um entschädigte Arbeitsverhältnisse von 5 bis 12 Monaten, je nach Anstellungsgrad (50–100 %; inkl. praxisbegleitende Module). Dabei koordinieren, unterstützen, kontrollieren und beurteilen wir vonseiten der Fachhochschule den Lernprozess.

Während der Praxismodule steht Ihnen ein Fünftel Ihres Anstellungsgrads (ein halber bzw. ein ganzer Tag/Woche) für Selbststudium und praxisbegleitende Lehrveranstaltungen zur Verfügung.

Auf unserer Departementsseite finden Sie weitere Informationen zu den Modulen. Ebenfalls sind dort Informationen für Praxisorganisationen und Praxisausbildner zu finden.

Als Fachperson der Sozialen Arbeit arbeiten Sie mit Vertreterinnen und Vertretern anderer Disziplinen zusammen. Die Kenntnis dieser Fachrichtungen fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Daher gehört die Einführung und wahlweise Vertiefung folgender Disziplinen zum Studium:

  • Erziehungswissenschaft
  • Ökonomie und Verwaltungswissenschaft
  • Philosophie und Ethik
  • Psychologie
  • Recht
  • Soziologie

In diesen Modulen setzen Sie sich mit sozialen Problemen und Institutionen aus der theoretischen und methodischen Perspektive der Sozialen Arbeit und deren Bezugswissenschaften auseinander.

Module

  • Sozialpolitik
  • Schweizerisches Sozialwesen
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Institutionelle Felder (z. B. Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz, Behinderung und Gleichstellung, Kinder- und Jugendarbeit, Strafrecht – Strafvollzug – Bewährungshilfe, Sozialpsychiatrie)
  • Thematische Felder (z. B. Religion und Religionen, Gewalt, Migration, Sterben, Tod und Trauer, Sucht, psychische Störungen und therapeutische Ansätze)
  • Internationale Studienreisen (z. B. Armenien, Kosovo, Belgien)
  • International Week, Summer & Winter School: In der International Week setzen Sie sich mit der Sozialen Arbeit aus einer internationalen Perspektive auseinander und im Rahmen der Summer & Winter School vertiefen Sie ein aktuelles Thema der Sozialen Arbeit während einer Woche.

Praxisausbildung

Die Praxisausbildung ist zentraler und qualifizierender Bestandteil des Studiums in Sozialer Arbeit. Hier verknüpfen Sie Theorie und Praxis. Dank Kooperationen mit 500 Praxisorganisationen im In- und Ausland und 850 erfahrenen Fachkräften können Sie die erlernten Methoden und Techniken der Sozialen Arbeit in einem realen Kontext einüben und reflektieren. So entwickeln Sie eine professionelle Identität und Handlungskompetenz.

Didaktik

Sie kommen in den Genuss von verschiedenen innovativen didaktischen Formen und Settings.

Verschiedene Formen

Wir unterscheiden zwischen Kontaktstudium, angeleitetem und individuellem Selbststudium. Alle Formen sind bedeutsame Bestandteile des Lernens.

  • Im Kontaktstudium steuern die Lehrpersonen die Lehr‐ und Lernzeit.
  • Im angeleiteten Selbststudium unterstützen die Lehrpersonen die Studierenden mit Aufträgen beim Erarbeiten von Inhalten.
  • Das individuelle Selbststudium gestalten die Studierenden selbst.

Verschiedene Lernsettings
 

  • Vorlesungen dienen vor allem der Theorie- und Wissensvermittlung.
  • Seminare ermöglichen eine aktive Teilnahme am Unterricht und fördern mit besonderen Eigenleistungen (Diskussionsbeiträge, Kurzreferate, Übungen, schriftliche Arbeiten) das selbständige Arbeiten.
  • Blockunterricht ermöglicht vertiefende und aktivierende didaktische Formen (Projektarbeit, Lernwerkstatt).
  • Im Coaching arbeiten Sie an Ihren Selbst‐ und Sozialkompetenzen – begleitet und unterstützt von Ihrem Coach.
  • Im Tutoriat können Sie als Tutorin oder Tutor Ihr Wissen an andere Studierende weitergeben (eigene Wissensvertiefung, Persönlichkeitsentwicklung, didaktisch‐methodische Kompetenzen).

Das Digitale Lehren und Lernen erweitert die traditionellen Lehr- und Lernformen. Es ermöglicht ein erwachsenengerechtes, zeit- und ortsunabhängiges Lernen. Die Bandbreite erstreckt sich von der Unterstützung des Kontakt- und Selbststudiums mit digitalen Medien über den Ersatz einzelner Kontaktstudiumsstunden durch Online-Sequenzen bis zu Blended-Learning-Arrangements.


Digitale Medien und Technologien sowie virtuelle Lernszenarien schaffen neue Möglichkeiten für Unterricht und Selbststudium. Dank der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien können Sie:

  • sich mit anderen Studierenden und Lehrpersonen austauschen, vernetzen und kooperieren,
  • sich gezielt auf den Unterricht vorbereiten. Damit bleibt mehr Zeit für vertiefende Diskussionen und Übungen im Kontaktstudium,
  • auch dann mit der Hochschule und Ihren Mitstudierenden in Kontakt bleiben, wenn Sie ein Praktikum machen oder ein Semester lang im Ausland studieren,
  • sich zeitlich und örtlich flexibel sowie intensiver und länger mit dem Lernstoff auseinandersetzen. 

Die Digitalisierung von Lehre und Lernen unterstützt somit auch die Vereinbarkeit von Studium mit Beruf und Familie. 

Einige der Module werden als Blended-Learning-Module angeboten. Das heisst, die Lehrpersonen dieser Module kombinieren Präsenzunterricht mit Online-Sequenzen.

Wie dies beispielsweise in den Modulen «Schweizerisches Sozialwesen» und «Sozialpolitik» – beide Gewinner des CS Awards for Best Teaching 2017 – umgesetzt wird, zeigt das Kurzvideo.

Ihnen und Ihren Lehrpersonen steht seit dem Frühjahr 2017 ein Virtual-Reality-Lab zur Verfügung. Sie können dort in verschiedenen Settings an Ihren Kompetenzen arbeiten. Damit ist die BFH eine der ersten Schweizer Hochschulen, die Virtual Reality in der Lehre sowie in der Förderung der Mitarbeitenden anwendet.

Wie wird das VR-Lab konkret eingesetzt?

Dozierende und Wissenschaftliche Mitarbeitende des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit haben verschiedene virtuelle Szenarien entwickelt. Durch das Aufsetzen der Virtual-Reality-Brille tauchen Sie in eines dieser dreidimensionalen Szenarien ein.

Beispielsweise betreten Sie im Modul Interaktion und Kommunikation II einen virtuellen Beratungsraum und treffen dort auf eine virtuelle Klientin (Avatar). Anhand anspruchsvoller Beratungssettings üben Sie dabei ausgewählte Beratungsskills oder -techniken.  

Ein weiteres virtuelles Szenarium dient der Weiterentwicklung Ihrer Auftrittskompetenz, z. B dem Üben von Referaten vor einem virtuellen Publikum.

Virtual Reality als didaktische Methode

Virtual Reality ist als Ergänzung zu den herkömmlichen didaktischen Methoden konzipiert worden und bietet zahlreiche Vorteile, z. B. das aktive Üben interpersonaler Kompetenzen, das Erproben von sozialen Fertigkeiten sowie das Trainieren von immer wieder gleichen Situationen.

Virtual Reality wird als didaktische Methode in der Lehre eingesetzt: eine Studentin zieht mit Hilfe eines Dozenten die VR-Brille an, im Vordergrund ein Bildschirm, der das virtuelle Setting abbildet.

Forschendes Lernen ist ein von Ihnen gesteuerter und von Lehrpersonen begleiteter Prozess, in welchem Sie eine eigene Fragestellung erarbeiten, deren Beantwortung nach wissenschaftlichen Kriterien und Methoden planen, Ihren Plan ausführen und über den Prozess in geeigneter Weise Rechenschaft ablegen, zum Beispiel in den Modulen Sozialfotografie, Philosophie & Ethik Einführung und Migration.  

Mobilität + Austausch

In einem Studien- oder Praxissemester im Ausland können Sie Erfahrungen in anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen sammeln und Ihre fremdsprachlichen und transkulturellen Kompetenzen stärken.

Studiensemester im Ausland

Was lernen Sie als Studierende der Sozialen Arbeit in anderen Ländern? Worauf legen diese besonderen Wert? Wir unterhalten ein grosses Netz an Partnerschaften mit anderen europäischen Hochschulen, um einen Austausch unter Studierenden und Dozierenden zu fördern.

Praxissemester im Ausland

Unsere interne Stellenbörse vermittelt Kontakte zu Praxisorganisationen auf allen fünf Kontinenten. Während Ihres Aufenthaltes arbeiten Sie an einem Projekt oder in einer Organisation der Sozialen Arbeit. Ein spezifisches Begleitmodul ermöglicht Ihnen den Austausch und Kontakt.

Certificate of Global Competence

Mit dem Certificate of Global Competence der Berner Fachhochschule können Sie sich während des Studiums zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Inter- und Transkulturalität aneignen – und sich gegenüber künftigen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern mit einem Zertifikat ausweisen.

Gaststudierende

Als Studierende anderer Hochschulen können Sie sich für die Dauer eines Semesters oder eines Jahres um einen Studienplatz oder ein Praxismodul als Gaststudierende an der BFH bewerben. Priorität bei der Vergabe der Studienplätze und Praxisstellen haben Studierende von Hochschulen, mit denen ein Kooperationsvertrag besteht.

Bachelor-Thesen

Bachelor-Thesen mit Endnote 5,5 und 6 können Sie in der Bibliothek Soziale Arbeit einsehen.

Ausgewählte Bachelor-Thesen werden in der Edition Soziothek veröffentlicht.

Voraussetzungen + Zulassung

Hier finden Sie die formellen Zulassungsvoraussetzungen und Informationen zu der anschliessenden Eignungsabklärung.

Schulische Voraussetzungen
 

  • Gymnasiale Maturität
  • Berufsmaturität
  • Fachmaturität (Soziale Arbeit/Gesundheit/Pädagogik)
  • Anerkannte ausländische Reifezeugnisse gemäss swiss.universities.ch
  • Aufnahme sur Dossier (ASD SASSA)

Berufliche Voraussetzungen
 

  • Vor der Anmeldung zum Studium mindestens 3 Monate Arbeitserfahrung (zu 100 %, in begründeten Ausnahmefällen zu 80 %, am Stück absolviert) im Sozial-, Gesundheits-, Erziehungs- oder Bildungsbereich
  • Bei Studienbeginn mindestens 1 Jahr Arbeitserfahrung im Erwerbsleben

Mit der Berufsmaturität Gesundheit und Soziales oder der Fachmaturität Soziale Arbeit erfüllen Sie diese Bedingungen.

Mit der Fachmaturität Pädagogik oder Gesundheit müssen Sie eine soziale Arbeitserfahrung ausserhalb der Gebiete Pädagogik oder Gesundheit leisten.

Sprachkenntnisse

Unterrichtssprache ist in der Regel Deutsch. Im Rahmen Ihres Studiums belegen Sie mindestens zwei fremdsprachige Module. Als Fremdsprachige müssen Sie für die Anmeldung Ihre Deutschkenntnisse (Stufe C2) mittels anerkannten Diploms nachweisen. 

Fachkräfte der Sozialen Arbeit üben einen anspruchsvollen Beruf aus. In der Eignungsabklärung stellen wir fest, ob Sie das Potenzial mitbringen, diejenigen Fähigkeiten zu entwickeln, die Sie für Studium und Beruf brauchen.

Die Abklärung umfasst:

  • Schriftliche Arbeit (systematische Erörterung) von 90 Minuten
  • Einzelinterview von 30 bis 45 Minuten

Bei der Eignungsabklärung überprüfen wir, ob Sie in folgenden Bereichen die nötigen Voraussetzungen mitbringen:

  • Psychische Stabilität
  • Offenheit
  • Rollenflexibilität und Konfliktverhalten
  • Gewissenhaftigkeit
  • Bewältigung von biografischen Übergängen
  • Abstrakt-formales Denkvermögen

Lesen Sie dazu auch den folgenden Artikel:

Auf ein schriftliches Gesuch hin können Sie gleichwertige Studienleistungen anrechnen lassen, die Sie an anderen Bildungsinstitutionen des Tertiärbereichs erbracht haben. Nach erfolgreicher Eignungsabklärung informieren wir Sie über das weitere Vorgehen.

Die BFH fördert die Chancengleichheit von Menschen mit einer Behinderung. Deshalb wollen wir Studierenden mit einer Behinderung einen möglichst barrierefreien Alltag ermöglichen. Da die Bedarfe und Bedürfnisse von Menschen mit einer Behinderung verschieden sind, versuchen wir, individuelle Lösungen und Hilfestellungen anzubieten. Als Studierende mit einer Behinderung haben Sie einen Dozenten oder eine Dozentin als Ansprechperson, die Fragen klärt und bei Bedarf koordiniert – etwa im Zusammenhang mit der Moduleinschreibung, der Prüfungsanmeldung, dem Coaching, der Lernplattform «Moodle», der Studierendenmobilität oder den Kompetenznachweisen.

Sie sind weder an der BFH noch an einer anderen Schweizer Fachhochschule immatrikuliert, interessieren sich aber für die angebotenen Module? Dann können Sie als Fachhörerin oder Fachhörer im Rahmen der verfügbaren Plätze und gegen eine Gebühr teilnehmen.

Nähere Angaben zum Stundenplan, den Modulbeschreibungen und Fachhörergebühren lassen wir Ihnen auf Anfrage gerne zukommen.

Abschluss + Perspektiven

Mit dem generalistischen Studium an der Berner Fachhochschule erlangen Sie die Berufsbefähigung für die unterschiedlichsten Berufsfelder der Sozialen Arbeit.

Titel + Abschluss

Berufsbild + Perspektiven

Soziale Arbeit ist eine vergleichsweise junge Profession und umfasst die Berufsfelder der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik und der Soziokulturellen Animation. Die Einsatzfelder Sozialer Arbeit haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark erweitert. Diese Entwicklung dauert an.

Die unmittelbare Arbeit mit Klientinnen und Klienten ist eine wichtige Aufgabe der Sozialen Arbeit. Es geht darum, gemeinsam mit der hilfesuchenden Person die Situation zu analysieren, Ziele zu formulieren und den Hilfeprozess als Fachperson zu begleiten. Sozialarbeitende agieren auch in Gruppen oder Teams, indem sie Zieldefinitionen erarbeiten sowie Prozesse steuern und begleiten. Hinzu kommen Projekt- und Netzwerkarbeit im Gemeinwesen, im Quartier oder in der Sozialplanung sowie Managementaufgaben wie Finanzplanung, Personalführung oder Ausbildung.

Es gibt viele unterschiedliche Stellen für Fachpersonen der Sozialen Arbeit in den folgenden Handlungsfeldern:

  • Sozialhilfe
  • Sozialberatung
  • Betriebssozialarbeit
  • Sozial- und sonderpädagogische Betreuung in Wohnheimen oder Werkstätten
  • Kinder- und Jugendarbeit
  • Gemeinwesenarbeit
  • Altenarbeit
  • Schulsozialarbeit
  • Suchthilfe
  • Kindes- und Erwachsenenschutz

Vielfältige Soziale Arbeit

Mentoring-Programm

Um Sie beim Übergang vom Studium in den Beruf zu unterstützen, bieten wir Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Verein Alumni BFH Soziale Arbeit ein Mentoring-Programm an. Sie profitieren dabei von den Berufserfahrungen und den Netzwerken von unseren Absolventinnen und Absolventen. Das Mentoring-Programm dauert ein Jahr. Vorgesehen sind mindestens sechs persönliche Treffen mit Ihrem Mentor oder Ihrer Mentorin. Gerahmt wird das Mentoring-Programm von einer Kick-Off-Veranstaltung, einem Halbzeittreffen und einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung. Die Themen (z.B. Erfahrungsaustausch, Laufbahnplanung, Kennenlernen eines Berufsfeldes) können Sie selbst festlegen. Ihre Mentorin oder Ihr Mentor wird entsprechend ausgewählt. 

Organisation + Anmeldung

Hier finden Sie sämtliche Informationen zu Terminen, Kosten und Vereinbarkeit mit Job/Familie.

Der Start ins Studium ist in jedem Semester möglich:

Herbstsemester:

Start in der Kalenderwoche 38 (Einführungsveranstaltungen KW 37), Bewerbungsfrist 2. März

Frühlingssemester:

Start in der Kalenderwoche 8 (Einführungsveranstaltungen KW 7), Bewerbungsfrist 31. Juli

Hier finden Sie die nötigen Informationen zur Finanzierung Ihres Studiums an der BFH. Nicht berücksichtigt sind die Kosten für die individuellen Lebenshaltungskosten.

Die Kosten für das Studium setzen sich aus Studien- und Prüfungsgebühren sowie aus Beiträgen u. a. für Lehrmittel und Exkursionen zusammen.

Kosten

Für Studium und Prüfungen an der BFH werden verschiedene Gebühren fällig. 

Anmeldung (pro Anmeldung)*

CHF 100.–

Immatrikulation**

CHF 100.–

Studiengebühr (pro Semester)

CHF 750.–

Studiengebühr für Bildungsausländer/innen*** (pro Semester)

CHF 950.–

Prüfungsgebühr (pro Semester)

CHF 80.–

Gebühr für soziale und kulturelle Einrichtungen sowie für Sport (pro Semester)             

CHF 24.–

Mitgliederbeitrag Verband Studierendenschaft der BFH (VSBFH) (pro Semester) 

CHF 15.–

* zuzüglich CHF 10.– Bearbeitungsgebühr bei Bezahlung via Einzahlungsschein / Papierrechnung.
** Führt die Anmeldung zur Immatrikulation, wird die Anmeldegebühr als Immatrikulationsgebühr angerechnet.
***Als Bildungsausländer/innen gelten alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die zum Zeitpunkt des Erlangens des Hochschulzulassungsausweises ihren zivilrechtlichen Wohnsitz weder in der Schweiz noch im Fürstentum Liechtenstein hatten. Diese Regelung gilt ab Herbstsemester 2018/19.

Hinzu kommt ein Pauschalbetrag für Material, der je nach Studiengang unterschiedlich hoch ausfallen kann, sowie weitere Kosten für Lehrmittel, Fachliteratur, Verbrauchsmaterial, etc.

Die Anmeldegebühr wird nach der Online-Anmeldung zu gegebener Zeit in Rechnung gestellt und ist innert 10 Tagen zu begleichen. Bei Bezahlung via Einzahlungsschein / Papierrechnung wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 10.– erhoben. Erlass oder Rückerstattung, etwa im Fall einer Abmeldung oder Nichtteilnahme am Verfahren, ist ausgeschlossen.
 
Das Dossier wird erst nach Zahlungseingang bearbeitet.

Die Materialpauschale für den Bachelor Soziale Arbeit beträgt pro Semester Fr. 100.–.
Für den Studienbetrieb benötigen Sie ein privates Notebook oder einen Tablet-Computer sowie einen Breitband-Internetanschluss.
Während der Praxisausbildung kann mit einer monatlichen Praktikumsentschädigung gerechnet werden.

Stipendien, Darlehen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Ausbildungsbeiträge. Ausbildungsbeiträge werden in Form von Stipendien und Darlehen vergeben. Stipendien sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche bei normalem Verlauf der Ausbildung nicht zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden müssen.

Kantonale Stipendien

Für die Gewährung von Stipendien und Darlehen ist sowohl für Schweizer Studierende als auch für ausländische Studierende grundsätzlich derjenige Kanton zuständig, in dem die Eltern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben.

Studierende, die seit mindestens zwei Jahren im Kanton Bern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben, können sich um kantonale Stipendien und Darlehen bewerben. Anträge sind bei der Abteilung Ausbildungsbeiträge der Erziehungsdirektion einzureichen.

Weitere Informationen (inkl. Prognoserechner):

Auf den Websites ausbildungsbeiträge.ch, stipendium.ch bzw. European Funding Guide können die wichtigsten Informationen rund um das Stipendienwesen in der Schweiz bzw. im Ausland abgerufen werden.

Stiftungen und Fonds

Es gibt zudem zahlreiche private Stiftungen und Fonds, die Studierende finanziell unterstützen. Das elektronische Stiftungsverzeichnis des Eidgenössischen Departements des Innern bietet eine umfassende Übersicht mit Suchfunktion nach Stichworten (z. B. Student/innen, Forschung, Förderung etc.). Die verschiedenen kantonalen Stiftungsverzeichnisse bzw. private Stiftungen sind weitere mögliche Geldgeber.

Folgende Stiftungen richten sich spezifisch an BFH- bzw. Fachhochschulstudierende:

Job/Familie

Vereinbarkeit wird bei uns gross geschrieben.
Das modularisierte Studium lässt grossen Spielraum in der Wahl der Inhalte. Sie können familiäre Pflichten wahrnehmen und im Teilzeitstudium einer Erwerbstätigkeit mit einem Pensum bis 50 % nachgehen. Während der Praxisausbildung können Sie mit einer monatlichen Praktikumsentschädigung rechnen.

Bitte gehen Sie wie folgt vor:

  1. Informieren Sie sich bei unseren regelmässigen Infoveranstaltungen über Studium, Zulassung und Anmeldung. Beachten Sie unseren Leitfaden zur Bewerbung.
  2. Melden Sie sich über untenstehenden Anmeldelink an.
  3. Beachten Sie die Anmeldefristen vom 28. Februar (Herbstsemester) und 31. Juli (Frühlingssemester).
  4. Sobald die Anmeldegebühr bezahlt und Ihr Dossier vollständig ist, leiten wir es an das Departement weiter.

Bewerbungen nehmen wir laufend entgegen. Wir bearbeiten die Anmeldungen in der Reihenfolge ihrer Übergabe an das Departement und laden die Bewerbenden zur Eignungsabklärung ein.

Infoveranstaltungen + Beratung

Sind Sie am Bachelor-Studium in Sozialer Arbeit interessiert? Dann begrüssen wir Sie gerne an einer unserer Infoveranstaltungen oder beraten Sie persönlich.

Studienort + Infrastruktur

Das Departement Soziale Arbeit befindet sich in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs, der Universität und der PH Bern im lebendigen Länggassquartier.

Virtual Reality Lab

Den Studierenden und Lehrpersonen des Bachelor-Studiengangs steht seit Frühjahr 2017 ein Virtual-Reality-Lab zur Weiterentwicklung ihrer Kompetenzen zur Verfügung. Damit ist die BFH eine der ersten Schweizer Hochschulen, die Virtual Reality in der Lehre sowie in der persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeitenden einsetzt.

DigiLab

Das DigiLab ist ein mit moderner Multimedia-Technik ausgestatteter Raum, in dem sich digitale Lehr- und Lern-Materialien in unterschiedlichsten Formaten produzieren lassen, z. B. Podcast, Legetechnik-Videos. 

Ruheraum

Studierenden und Mitarbeitenden steht ein Ruheraum zur Verfügung. Der Ruheraum bietet eine angenehme Atmosphäre und dient der Entspannung und Erholung. Im Vordergrund steht die Stille.