frequenz zum Thema Interprofessionalität

Das «frequenz» bewegt sich am Puls der Gesundheitslandschaft. So widmen wir uns in jeder Ausgabe einem Fokusthema, welches das Gesundheitswesen bewegt.

In jeder Ausgabe lesen Sie Aktuelles und Fachartikel aus Forschung, Lehre und Weiterbildung am Departement Gesundheit – in den Rubriken «Ernährung und Diätetik», «Geburtshilfe», «Pflege» und «Physiotherapie». 

Schwerpunkte: Gesundheitswesen, Ernährung und Diätetik, Geburtshilfe - Hebammenwesen, Pflege, Physiotherapie

Aktuelle Ausgabe

Interprofessionelle Zusammenarbeit – bereits 2016 haben wir diesem Thema eine frequenz-Ausgabe gewidmet. Seither ist viel geschehen: Die interprofessionelle Zusammenarbeit hat an Bedeutung gewonnen, sowohl in der Gesundheitsversorgung als auch am Departement Gesundheit der Berner Fachhochschule.

Mit der Akademisierung der Gesundheitsberufe einher geht deren Professionalisierung. Diese parallel laufenden Entwicklungsprozesse sind in der Schweiz seit 15 Jahren im Gange: Dazu gehört, dass die Gesundheitsberufe durch Forschung ihr eigenes, berufsspezifisches Wissen generieren. Dieses ist nicht nur relevant für die Praxis, sondern schlägt sich auch in der Ausbildung nieder. Eine starke professionelle Identität der Absolvent*innen ist – unter anderem – die Folge.

Eine erfolgreiche interprofessionelle Zusammenarbeit setzt genau diese starke Professionsidentität voraus. Und sie basiert darauf, dass sich die ursprünglich stark hierarchisch geprägte Zusammenarbeit zwischen nicht-medizinischen Gesundheitsberufen und ärztlichen Fachpersonen verändert. Ziel ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe – zwischen allen Gesundheitsberufen. Die Patient*innen stehen im Zentrum. Gelingt dies, sind wir der integrierten Versorgung einen grossen Schritt nähergekommen und besser gerüstet, den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft zu begegnen.

Am Departement Gesundheit fördern wir sowohl die Professionalisierung der Gesundheitsberufe als auch die interprofessionellen Kompetenzen unserer Absolvent*innen. Im Herbstsemester 2020 sind wir mit einem neuen Bachelor-Curriculum gestartet, in dem die interprofessionellen Kompetenzen gefördert werden (Seite 6). Auch in den Master-Studiengängen werden interprofessionelle Kompetenzen ausgebaut, beispielsweise mit dem Modul «Angewandte Ethik» (Seite 10). Und wie der Paradigmenwechsel von hierarchischer zu vernetzter Zusammenarbeit im Rahmen der Versorgung von Frühgeborenen und ihren Familien gelingt, lesen Sie auf Seite 13.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre.

Prof. Dr. Urs Brügger
Direktor Departement Gesundheit

Artikel in der aktuellen Ausgabe

In Zeiten von zunehmender Komplexität und knappen Ressourcen wird die Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen immer wichtiger. In der Gesundheitsversorgung sind interprofessionelle Kompetenzen gefragt, die das Fachwissen der Gesundheitsfachpersonen ergänzen. Der Erwerb solcher Skills ist seit September 2020 integraler Bestandteil des Bachelor-Studiums an der BFH Gesundheit.

Im Jahr 2019 startete im Departement Gesundheit eine enge Kollaboration der Master-Studiengänge aller vier Gesundheitsberufe. Diese bildete auch den Startschuss für die Entwicklung interprofessioneller Module, die von Student*innen der Pflege, der Physiotherapie, der Ernährung & Diätetik sowie der Geburtshilfe gemeinsam besucht werden. Eine Bilanz.

 

Dank interprofessioneller Zusammenarbeit sollen Frühgeborene und ihre Familien besser betreut werden. Dreh- und Angelpunkt in diesem neuen Versorgungsmodell ist die Advanced Practice Nurse. Die Evaluation des Pilotprojekts zeigt Herausforderungen auf – und wie diese überwunden werden können.

Essen Kinder gesunde Lebensmittel lieber, wenn sie sie selbst zubereitet haben? Dieser Frage ist das Projekt «Kids Cooking@Home» – eine Smartphone-basierte Kochintervention – der Angewandten Forschung und Entwicklung Ernährung und Diätetik nachgegangen.

An international collaboration addresses the family planning and reproductive health needs of women seeking asylum in Switzerland. The aim is to bring awareness to the experiences of migrant and asylum-seeking women accessing SRH and to improve access to care for female migrants as a fundamental reproductive justice and healthy equity concern.

Wie gut ist die Lebens- und Pflegequalität in Schweizer Pflegeheimen wirklich? Die Angewandte Forschung und Entwicklung Pflege hat die direkt Betroffenen, nämlich Bewohner*innen und Angehörige, dazu befragt. Es zeigen sich trotz der gut bewerteten Qualität der Pflegeheime erste Hinweise, dass die Pflegequalität zunehmend unter Druck gerät.

Was hat ein Kiefergelenk mit einer Kopfschmerzsymptomatik zu tun? Sollte ein*e unter Migräne leidende*r Patient*in ein vestibuläres Training absolvieren? Lässt sich ein Lagerungsschwindel mit einem einzigen Manöver erfolgreich behandeln? Ein Engagement für Menschen, die unter kraniozervikalen Symptomen leiden.

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Archiv

Im Archiv finden Sie alle bereits erschienen Ausgaben von «frequenz» als PDF.

Impressum

  • Herausgeberin: Berner Fachhochschule BFH, Departement Gesundheit
  • Erscheinungsweise: 3-mal jährlich
  • Auflage: 7’200 Ex.
  • Redaktion: Bettina Nägeli
  • Fotos: Alexandra Berger, Daniel Haid, Alexander Jaquemet, Nick Schneeberger, Adobe Stock, Fotolia und weitere 
  • Layout: BFH Gesundheit, Alexandra Berger
  • Lektorat: Barbara Suter Ammann
  • Druck: Merkur Druck AG, Langenthal
  • Copyright: Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion.