Physiotherapie

Als Physiotherapeutin, Physiotherapeut behandeln Sie Menschen mit einer körperlichen Beeinträchtigung und/oder Schmerzen. Sie fördern die Rehabilitation und nutzen Behandlung und Beratung, um Schmerzen vorzubeugen.

  • Wir bereiten Sie darauf vor, selbstständig oder in enger Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachpersonen physiotherapeutische Handlungen vorzunehmen und verantwortungsvolle Aufgaben in der Physiotherapie zu übernehmen.
  • Wir vermitteln Ihnen fundiertes anatomisches Wissen und lehren Sie Untersuchungs- und Behandlungstechniken, die Sie in Skills-Trainings üben und in Praxiseinsätzen umsetzen.
  • Sie lernen, den physiotherapeutischen Behandlungsprozess als Ganzes zu betrachten und anzuwenden: von der Untersuchung, deren Analyse und der daraus resultierenden gezielten Behandlung Ihrer Patientinnen und Patienten bis zur Evaluation des physiotherapeutischen Denkprozesses.
  • Sie lernen, den modernen, interdisziplinären Kontext im Gesundheitswesen wahrzunehmen und sich bei Fragestellungen und Diskussionen zum physiotherapeutischen Tätigkeitsgebiet kompetent einzubringen.
  • Sie lernen, selbstständig oder in einer interprofessionellen Gruppe Methoden zur Problemlösung zu entwickeln und anzuwenden.
  • Nach dem Bachelor-Studium haben Sie die Möglichkeit, sich in der Physiotherapie mittels gezielter Weiterbildung zu spezialisieren oder den konsekutiven Master-Studiengang bis zur Promotion (PhD) zu absolvieren.

     

Berufsporträt Bachelor of Science in Physiotherapie

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Bachelor of Science (BSc)
  • Vertiefungen Keine
  • Studienform Vollzeitstudium (6 Semester) mit anschliessendem, zehnmonatigem Zusatzmodul in der Praxis
  • Studienbeginn Kalenderwoche 38
  • Anmeldefrist Studienjahr 20/21: 15. Januar 2020
  • Anzahl ECTS 180 ECTS-Credits
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern und Basel
  • Departement Gesundheit
  • Studienführer

Bachelor of Science in Physiotherapie

Inhalt + Aufbau

Mit dem Bachelor-Studium Physiotherapie an der BFH bieten wir Ihnen eine wissenschaftlich fundierte Ausbildung. Sie vereint theoretische mit berufs- und praxisbezogenen Inhalten, die auf den Erwerb von wichtigen Handlungskompetenzen für den Beruf der Physiotherapie ausgerichtet ist.

Porträt

Das Bachelor-Studium Physiotherapie an der BFH befähigt Sie zur Ausübung eines Berufs mit viel Verantwortung. Physiotherapie ist Beruf und wissenschaftliche Disziplin zugleich. Eine professionelle Tätigkeit in der Physiotherapie setzt Wissen und Können, Theorie- und Praxiskompetenz voraus. Diese kann weder nur in der Berufspraxis erworben noch ausschliesslich im Hörsaal studiert werden. Darum setzen wir im Rahmen Ihrer Ausbildung auf die enge Zusammenarbeit von Theorie und Praxis. 
Durch ein aufeinander abgestimmtes Miteinander von Praxis- und Theoriestudium schaffen wir die Voraussetzungen, dass Sie mit dem Abschluss des Studiums sowohl den wissenschaftlichen Bachelor wie auch die Berufsbefähigung erreichen.

Ausbildungsziele

Um die Berufsbefähigung zu erreichen, erlangen Sie ein hohes Mass an Integrität, Ehrlichkeit und Respekt vor dem Mitmenschen. Sie sind fähig, Ihr emotionales Erleben und Ihr Handeln zu reflektieren und praktizieren Physiotherapie unter Berücksichtigung ethischer, medizinischer, legaler und berufsbestimmter Werte und Richtlinien. Sie kennen die WHO-Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) und wenden diese im Rahmen des physiotherapeutischen Denkprozesses (Clinical Reasoning-Prozess) gezielt an.

Am Ende Ihres Studiums können Sie unter anderem auf folgende Kompetenzen zugreifen:

  • Sie verfügen über fundiertes, biomedizinisches Wissen in Anatomie, Physiologie, Biomechanik, Neurologie und Pathologie des Bewegungsapparates. Dadurch sind Sie in der Lage, das motorische und neurologische Befinden Ihrer Patientinnen und Patienten wahrzunehmen, zu analysieren und zu beurteilen. Sie testen die Gelenksbeweglichkeit, die Muskelkraft und Koordination des sensomotorischen Systems, um die Funktionsfähigkeit zu erfassen. Dabei handeln Sie im Rahmen des physikalischen Denkprozesses und der ICF-Klassifikation.
  • Sie kennen die Grundlagen für die physiotherapeutische Behandlung sowie Prävention und Gesundheitsförderung im Allgemeinen. Dazu zählen die motorischen Hauptbeanspruchungsformen Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination. Sie setzen die hierzu nötigen physikalischen Massnahmen zur Beweglichkeitsverbesserung unter Berücksichtigung der Belastbarkeit verschiedener Gewebetypen ein.
  • Sie können eine Anamnese zielgerichtet und dem Kontext entsprechend aufnehmen: Sie kennen die Ziele, Inhalte und Struktur einer Anamnese und wenden dazu die verschiedenen Fragearten im Wissen um deren Vor- und Nachteile an. Erlernte und geübte Gesprächstechniken wenden Sie im weiteren Dialog mit Ihren Patientinnen und Patienten, deren sozialem Umfeld, im eigenen Team sowie mit weiteren Gesundheitsfachpersonen gezielt an. So führen Sie professionell und zielgerichtet Gespräche, die auf die Bedürfnisse und die Situation des Gegenübers bezogen sind.
  • Sie untersuchen zielgerichtet Patientinnen und Patienten mit einfachen Störungen und Einschränkungen in den Funktionssystemen der Lunge, des Herzens, der Venen und des Lymphgefäss-Systems. Daraus resultierende Befunde interpretieren Sie im Rahmen des physiotherapeutischen Denkprozesses und der ICF-Klassifikation. Auch bei komplexen Krankheitsbildern und körperlichen Einschränkungen sowie in Notfallsituationen unterscheiden und handeln Sie physiotherapeutisch adäquat. Sie vereinbaren mit Ihren Patientinnen und Patienten individuelle, auf das Krankheitsbild und Befinden abgestimmte Behandlungsziele und setzen diese um. Sie planen und evaluieren den gesamten Prozess und dokumentieren ihn.
  • Sie sind fähig, Probleme autonom oder innerhalb einer Gruppe situationsgerecht zu erfassen, zu analysieren, zu lösen sowie den Prozess und das Ergebnis zu evaluieren. Zur Lösung komplexer Probleme übernehmen Sie in einem (interprofessionellen) Team eine Ihrem Tätigkeitsgebiet entsprechende Rolle. Sie kennen die Tätigkeitsgebiete anderer Berufsgruppen im Gesundheitswesen, arbeiten mit ihnen zusammen und tragen so zu effektiven und nachhaltigen Lösungen bei.
  • Wissenschaftliche, physiotherapeutische und auf das Berufsbild bezogene Fragestellungen formulieren Sie adäquat. Zu deren evidenzbasierten Beantwortung setzen Sie die systematische Literaturrecherche ein. Sie sind in der Lage, die Ergebnisse zielgruppengerecht verständlich aufzubereiten, zu präsentieren und zu publizieren. Sie arbeiten an der Neu- und Weiterentwicklung der physiotherapeutischen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden sowie der allgemeinen Gesundheitsförderung mit.

Studienform + Dauer

Vollzeitstudium (6 Semester) mit anschliessendem, zehnmonatigem Zusatzmodul in der Praxis

Studienplan + Module

Rund zwei Drittel des Bachelor-Studiums absolvieren Sie an der BFH. Im restlichen Drittel leisten Sie studienbegleitende Praxisarbeit.
 

  • Grundlagen Untersuchung
  • Grundlagen Behandlung
  • Grundlagenwissen interprofessionell
  • Interprofessionelles Projekt
  • Kommunikation
  • Muskuloskelettales System 1
  • Wissenschaftliches Arbeiten – Basic
  • Wissenschaftliches Arbeiten – Evidence Based Practice
  • Fachenglisch
  • Innere Organe und Geriatrie
  • Kommunikation
  • Muskuloskelettales System 2 und 3
  • Neuromotorik und Sensorik
  • Praxismodul 1
  • Praxismodul 2
  • Wissenschaftliches Arbeiten – Statistik
  • Gesundheitsberufe im Dialog
  • Innere Organe und Gynäkologie
  • Management im Gesundheitswesen
  • Neuromotorik und Sensorik
  • Praxismodul 3
  • Spezialgebiete: Sport, Schmerz, Psychiatrie oder Pädiatrie
  • Transkulturelle Kommunikation und Diversity
  • Wissenschaftliches Arbeiten – Evidence Based Practice
  • Praxismodul 4
  • Bachelor-Thesis
Struktur Bachelor-Studium Physiotherapie Bild vergrössern
Struktur Bachelor-Studium Physiotherapie

Mobilität + Austausch

Wir legen grossen Wert auf den internationalen Studierendenaustausch. Verschiedene Partnerschaften mit ausländischen Hochschulen erleichtern einen Auslandsaufenthalt.

Der Aufbau des Bachelor-Studiums folgt dem Bologna-Modell, damit sind Transparenz und Mobilität unter den Fachhochschulen europaweit gewährleistet. Alle Studienleistungen werden konsequent nach dem europäischen Anrechnungs- und Anerkennungssystem ECTS erfasst, ausgewiesen und anerkannt.

Projekte + Abschlussarbeiten

Bachelor-Thesen

Partner

Die BFH und das BZG Bildungszentrum Gesundheit Basel-Stadt bieten in einer Verbundlösung zusätzlich zum Standort Bern einen Bachelor-Studiengang Physiotherapie in Basel an.
Der Bachelor-Studiengang in Basel wird unter der fachlichen Leitung der BFH durchgeführt. Die Studierenden in Basel werden bei der BFH immatrikuliert und absolvieren das gleiche Studienprogramm wie der Studiengang in Bern. Mehr Informationen zum Bachelor-Studiengang in Basel finden Sie auf der Website des BZG.

Links zu Institutionen und Organisationen
 

Praxispartner Standort Basel

Voraussetzungen + Zulassung

Die Anzahl der Studienplätze im Bachelor-Studium Physiotherapie ist an der BFH durch den Numerus clausus geregelt. Deshalb durchlaufen Sie eine schriftliche Eignungsabklärung, sofern Sie die formalen Zulassungsbedingungen erfüllen.

Formale Zulassungsbedingungen

Sie sind zum Studium zugelassen, wenn Sie die schulischen Voraussetzungen erfüllen und vor Studienbeginn das zweimonatige Pflegepraktikum in einer Institution des Gesundheits- oder Sozialwesens absolviert haben und dies nachweisen.

Schulische Voraussetzungen

Sie besitzen einen der folgenden schweizerischen Ausbildungsabschlüsse:

  • Berufsmaturität
  • Fachmaturität (vierjährig)
  • Gymnasiale Maturität
  • Spezifischer Abschluss in einem Gesundheitsberuf Stufe Höhere Fachschule und Höhere Fachprüfung gemäss Liste


Ausländische Bewerbende

Wenn Sie Ihre Ausbildung nicht in deutscher Sprache absolviert haben (während mindestens drei Jahren), müssen Sie genügend Kenntnisse der deutschen Sprache nachweisen. Wir verlangen das Deutschniveau C1 gemäss dem Profil des europäischen Referenzrahmens.

Ausländische Bildungsabschlüsse werden gemäss den Richtlinien von swissuniversities beurteilt.

Kenntnisse + Fähigkeiten

In der Physiotherapie sind Persönlichkeiten mit einer überdurchschnittlichen Sozial- und Selbstkompetenz sowie einer guten psychischen und physischen Belastbarkeit gefragt. Für das Bachelor-Studium Physiotherapie eignen sich Frauen und Männer gleichermassen.
Folgende Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten sollten Sie mitbringen:

  • Sie verfügen über ausgeprägte taktile und manuelle Fertigkeiten.
  • Sie bringen eine vielfältige Bewegungserfahrung mit und haben Interesse an der Bewegung.
  • Sie nehmen Anteil an Ihrem Gegenüber und haben gute kommunikative Fähigkeiten.
  • Sie verfügen über sehr gute Kenntnisse in naturwissenschaftlichen Fächern auf dem Niveau der gymnasialen Maturität: Anatomie und Physiologie, Biologie, Chemie und Physik.
  • Sie zeigen eine rasche Auffassungs- und Beobachtungsgabe und sind fähig, auch komplexe Zusammenhänge zu analysieren und zu verstehen.
  • Sie haben ein hohes Mass an Verantwortungsgefühl.
  • Sie sind fähig, mit anderen Menschen im Team sowie mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten.
  • Für das Studium benötigen Sie gute Englischkenntnisse: Level B2-C1 oder ein abgeschlossenes First-Certificate (Bewertung A).

Berufliche Voraussetzungen

Sie benötigen keine beruflichen Voraussetzungen, um das Bachelor-Studium in Physiotherapie zu beginnen.

Sie durchlaufen eine kostenpflichtige und verbindliche Eignungsabklärung. Diese entscheidet über die definitive Zulassung zum Bachelor-Studium in Physiotherapie an der BFH. Sie umfasst einen schriftlichen Teil sowie einen mündlichen/praktischen Teil.

Der erste Teil der Eignungsabklärung (schriftlicher Teil) zum Bachelor-Studium in Physiotherapie findet gleichzeitig an der Berner Fachhochschule (BFH) in Bern und an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur statt. Die Prüfungsinhalte sind dabei identisch.

Wichtige Information zur Eignungsabklärung

  • Mit der Anmeldung zum Bachelor-Studium in Physiotherapie an der BFH oder an der ZHAW definieren Sie Ihren Wunschstudienort (BFH: Studienorte Bern oder Basel; ZHAW: Studienort Winterthur). 
  • Die BFH und ZHAW erfassen alle Anmeldungen in einer Gesamtliste (Pool). Nach dem ersten Teil der Eignungsabklärung werden alle Kandidatinnen und Kandidaten nach Punktzahl in einer Gesamtrangliste geordnet. Basierend auf dieser Liste werden die Kandidatinnen und Kandidaten zum zweiten Teil der Eignungsabklärung (mündlicher/praktischer Teil) der gewünschten Fachhochschule zugewiesen, bis der entsprechende Pool (Anzahl Studienplätze) einer Fachhochschule gefüllt ist. Die verbleibenden Kandidatinnen und Kandidaten werden dann, ebenfalls auf der Grundlage der Gesamtrangliste, der mündlichen/praktischen Eignungsabklärung der anderen Fachhochschule zugewiesen, bis auch deren Pool gefüllt ist. 
  • Die BFH wiederholt diese Pool-Systematik in Bezug auf die beiden Studienorte Bern oder Basel nach Absolvierung des zweiten Teils der Eignungsabklärung.
  • Ohne Ihren Gegenbericht im ersten Teil der Eignungsabklärung (Beantwortung der Frage zum Pooling) gehen wir davon aus, dass Sie mit Ihrer Anmeldung von dieser Pooling-Systematik Kenntnis genommen haben und bei einer Berücksichtigung bereit sind, das Studium auch am anderen Studienort zu absolvieren.

Die zweistufige Eignungsabklärung ist im Jahr des geplanten Studienbeginns zu durchlaufen. 

Durchführungsdatum schriftliche Eignungsabklärung (Teil 1):

  • Samstag, 16. Februar 2019

(Pooling mit ZHAW und BZG Basel)

Durchführungsdaten mündliche/praktische Eignungsabklärung (Teil 2):

  • Samstag, 6. April 2019 

  • Montag, 8. April 2019 bis Freitag, 12. April 2019 

  • Montag, 15. April 2019 bis Donnerstag, 18. April 2019 

(Änderungen bleiben vorbehalten)
(Pooling mit BZG Basel)

Pflegepraktikum (Zusatzmodul A)

Vor Studienbeginn müssen Sie ein zweimonatiges Pflegepraktikum (Zusatzmodul A) in einer Institution des Gesundheits- oder Sozialwesens absolviert werden. Davon ausgenommen sind Fachmaturandinnen/Fachmaturanden Gesundheit und Personen mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis als Fachangestellte/r Gesundheit und absolvierter Berufsmaturität.

Ziel des Pflegepraktikums ist, dass Sie einen Einblick in die Aufgaben und das Umfeld der Gesundheitsberufe gewinnen. Sie müssen bewusst pflegerische Tätigkeiten wahrnehmen und damit die eigene Belastbarkeit erfahren. Dieses unstrukturierte Pflegepraktikum müssen Sie in zwei aufeinanderfolgenden Monaten absolvieren; 40 Arbeitstage à 8 Stunden netto (Fehl- und Krankheitstage müssen im Praktikum kompensiert / wiederholt werden). Sie sollen erfahren, wie gut oder schlecht Sie mit diesem Umfeld umgehen können, was Ihnen dabei Freude oder Mühe bereitet.

Für die Organisation des Praktikumsplatzes sind Sie selbst verantwortlich, die BFH gibt keine Empfehlungen ab. Bei Unsicherheit betreffend Praktikumsinhalt beachten Sie das folgende Merkblatt und setzen Sie sich im Vorfeld mit der Zulassung des Departements Gesundheit in Verbindung.

Das Pflegepraktikum (Zusatzmodul A) muss von allen Interessierten bis Woche 35 mittels folgendem Formular nachgewiesen werden.


Für bestimmte Berufsausbildungen im Gesundheitswesen kann das Pflegepraktikum anerkannt werden. Nachstehende Übersicht informiert über die Anrechnung des Zusatzmoduls A in den einzelnen Studiengängen des Departements Gesundheit.

Kontakt Zulassung

Abschluss + Perspektiven

Mit dem Bachelor Physiotherapie sind Sie eine gefragte Fachkraft im Gesundheitswesen. Sie untersuchen und behandeln Ihre Patientinnen und Patienten selbstverantwortlich, analytisch, problemorientiert und gezielt. Der physiotherapeutische Denkprozess aus Untersuchung, Analyse, Behandlung und Evaluation stellt das Grundgerüst Ihres physiotherapeutischen Handelns dar.

Titel + Abschluss

Wenn Sie das Bachelor-Studium erfolgreich absolviert haben, sind Sie berechtigt, den Titel «Bachelor of Science BFH in Physiotherapie» zu tragen. Das Bachelor-Diplom ist eidgenössisch anerkannt, europakompatibel und gilt international als Hochschulabschluss.

Berufsbild + Perspektiven

Als Physiotherapeutin, Physiotherapeut haben Sie die Möglichkeit, in Spitälern, Rehabilitationszentren und privaten Praxen zu arbeiten.

Die Komplexität des Fachgebietes und der grosse Umfang möglicher Tätigkeiten führen vermehrt zu einer Spezialisierung. Die wichtigsten Spezialgebiete sind:

  • Bewegungsapparat, mit Fachgebieten wie Orthopädie, Chirurgie, Rheumatologie
  • Innere Organe (v. a. Lunge sowie Herz-Kreislauf- und Gefässsystem)
  • Nervensystem (Neurologie)
  • Gynäkologie
  • Geriatrie
  • Pädiatrie

Typische Arbeitsstellen sind:

  • Kliniken (Akut- oder Rehabilitationsbereich)
  • Alters- und Pflegeheime
  • Private Physiotherapie-Praxen
  • Domizilbehandlungen
  • Gesundheitszentren/HMO-Praxen
  • Behinderteninstitutionen
  • Trainingszentren
  • Sportverbände und -vereine

Mit mehrjähriger Berufserfahrung können Sie sich auch selbstständig machen und eine eigene Physiotherapie-Praxis führen.

Organisation + Anmeldung

Wenn Sie die formalen Zulassungsbedingungen erfüllen, freuen wir uns, Sie kennenzulernen. Machen Sie mit dem Bachelor Physiotherapie den ersten Schritt in einem spannenden, verantwortungsvollen Arbeitsfeld.

Studienjahr 2019/2020

  • Die Anmeldefrist für das Studienjahr 2019/2020 ist abgelaufen.
  • Schriftliche Eignungsabklärung: 16. Februar 2019
  • Mündliche Eignungsabklärung: zwischen 6. und 18. April 2019 (Änderungen vorbehalten)
  • Studienbeginn: 16. September 2019

Anmeldungen für das Studienjahr 2020/2021 nehmen wir ab dem 1. Juli 2019 gerne entgegen.

  • Anmeldefrist: 15. Januar 2020
  • Schriftliche Eignungsabklärung: Samstag, 15. Februar 2020
  • Mündliche Eignungsabklärung: Daten folgen (Pooling mit BZG Basel)

Gebühren + Kosten

Die Studiengebühren für ein Semester betragen an der Berner Fachhochschule zurzeit einheitlich CHF 750. Hinzu kommen pro Semester Kosten für Lernmaterial (Fotokopien, Literatur, Internetzugang zu Hause etc.) und Prüfungsgebühren in etwa gleicher Höhe.

Eigenes Notebook nötig

Ein eigener Computer (idealerweise ein Notebook) mit einem leistungsfähigen Internetzugang wird vorausgesetzt. Die Berner Fachhochschule unterstützt Sie bei der Beschaffung.

Praktikumsentschädigung

Während der studienbegleitenden Praxisarbeit können Sie mit einer monatlichen Praktikumsentschädigung rechnen. Das Studium ist als Vollzeitausbildung konzipiert. Eine begleitende Erwerbstätigkeit ist deshalb nur in einem sehr eng begrenzten Rahmen möglich.

Stipendien, Darlehen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Ausbildungsbeiträge. Ausbildungsbeiträge werden in Form von Stipendien und Darlehen vergeben. Stipendien sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche bei normalem Verlauf der Ausbildung nicht zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden müssen.

Kantonale Stipendien

Für die Gewährung von Stipendien und Darlehen ist sowohl für Schweizer Studierende als auch für ausländische Studierende grundsätzlich derjenige Kanton zuständig, in dem die Eltern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben.

Studierende, die seit mindestens zwei Jahren im Kanton Bern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben, können sich um kantonale Stipendien und Darlehen bewerben. Anträge sind bei der Abteilung Ausbildungsbeiträge der Erziehungsdirektion einzureichen.

Weitere Informationen (inkl. Prognoserechner):

Auf den Websites ausbildungsbeiträge.ch, stipendium.ch bzw. European Funding Guide können die wichtigsten Informationen rund um das Stipendienwesen in der Schweiz bzw. im Ausland abgerufen werden.

Stiftungen und Fonds

Es gibt zudem zahlreiche private Stiftungen und Fonds, die Studierende finanziell unterstützen. Das elektronische Stiftungsverzeichnis des Eidgenössischen Departements des Innern bietet eine umfassende Übersicht mit Suchfunktion nach Stichworten (z. B. Student/innen, Forschung, Förderung etc.). Die verschiedenen kantonalen Stiftungsverzeichnisse bzw. private Stiftungen sind weitere mögliche Geldgeber.

Folgende Stiftungen richten sich spezifisch an BFH- bzw. Fachhochschulstudierende:

Die Berner Fachhochschule BFH fördert die Vereinbarkeit von Studium, Berufstätigkeit und Betreuung von Angehörigen.

Die BFH bietet ihren Angehörigen eine beschränkte Anzahl Kitaplätze an. Interessierte Studierende und Mitarbeitende finden die Unterlagen auf dem BFH Intranet. Die Preise sind einkommensabhängig und richten sich nach den kantonalen Tarifen gemäss der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) des Kantons Bern. Die Anmeldung für einen Kitaplatz erfolgt über das Webformular im BFH Intranet. Angehende Studierende und Mitarbeitende ohne Intranet-Zugriff wenden sich bitte an Frau Corinne Badertscher (Tel. 031 848 33 01, corinne.badertscher@bfh.ch). Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz.

Studierende müssen ihre Dienstpflicht auch während des Studiums wahrnehmen. Planen und koordinieren Sie Studium und Dienstpflicht frühzeitig.

Wir empfehlen Ihnen dringend, die Rekrutenschule und den Ersteinsatz im Zivildienst vor Beginn des Studiums vollständig zu absolvieren. Werden sie während des Studiums absolviert, hat dies Absenzen zur Folge und kann zur Verlängerung der Studiendauer führen.

Beratung

Informationen zur Koordination von Studium und Dienstpflicht erhalten Sie von den Ansprechpersonen.

Sie können sich über das Online-Anmeldeformular für unsere Bachelor-Studiengänge anmelden. Die Anmeldung kann speditiver abgewickelt werden, wenn Sie alle Ihre Anmeldeunterlagen in elektronischer Form bereithalten (bitte beachten Sie die Checkliste). Anmeldungen für das Bachelor-Studium sind ausschliesslich über das Online-Anmeldeformular möglich. Nach Anmeldeschluss sind keine Anmeldungen mehr möglich.

Die Gebühr von CHF 300 für Anmeldung und Eignungsabklärung enthält:

  • Anmeldegebühr für die Bearbeitung des elektronischen Dossiers CHF 100 (Kreditkarte) oder CHF 110 (Papierrechnung*). Diese Gebühr ist in jedem Fall zu entrichten.
  • Gebühr für die Eignungsabklärung CHF 200 (wird pauschal erhoben).

* Bitte begleichen Sie die Rechnung innert 10 Tagen. Wir bearbeiten Ihr Anmeldedossier erst nach dem Eingang der Zahlung.

Führt die Eignungsabklärung zur Zulassung zum Studium, bestätigen Sie schriftlich mit dem entsprechenden Formular die Annahme des Studienplatzes (20-tägige Bedenkfrist). Mit der Bestätigung der Annahme des Studienplatzes wird ebenfalls die erste Semestergebühr fällig.

Infoveranstaltungen + Beratung

Besuchen Sie unsere Infoveranstaltungen für weiterführende Informationen zum Bachelor-Studium Physiotherapie. Wir beraten Sie auch gerne individuell.

Studienort + Lern-Center

Zentral und gut vernetzt - Das Departement Gesundheit erreichen Sie in zehn Minuten zu Fuss oder in fünf Minuten mit dem öffentlichen Verkehr vom Hauptbahnhof Bern her.
Das BZG erreichen Sie mit dem öffentlichen Verkehr in circa 15 Minuten ab Hauptbahnhof Basel.

Das Lern-Center unterstützt mit den Bereichen E-Learning, Kommunikationstraining und Skills-Center eine moderne und realitätsnahe Lehr- und Lernumgebung am Departement Gesundheit.


E-Learning

Die digitalen Medien spielen in allen Studiengängen eine wichtige Rolle. Über die webbasierte Lernplattform Moodle stehen den Studierenden sämtliche relevante Lehr- und Lerninhalte zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung. Weitere Webapplikationen unterstützen die Studierenden im täglichen Studium.

Skills-Center

Das Skills-Center des Departements Gesundheit ist eine Lernumgebung, die ähnlich wie die Berufspraxis eingerichtet ist. Sie trainieren in einer geschützten Lernlandschaft jene Grundfähigkeiten und -fertigkeiten (Skills), die Sie für Ihre Berufsausbildung brauchen. Ausserdem üben Sie in Begleitung von Fachpersonen, diese Fähigkeiten und Fertigkeiten auf ähnliche Praxissituationen zu transferieren.

Kommunikationstraining

Das Kommunikationstraining ist eine neuartige Lernmethode: Professionelle Schauspielerinnen und Schauspieler simulieren herausfordernde Situationen aus der Berufspraxis – und Sie üben Ihre kommunikativen Fähigkeiten. Mobile Video-Aufnahmesysteme zeichnen das Geschehen auf und können es sofort wiedergeben. So lernen Sie im Kommunikationstraining, anspruchsvollen Aufgaben im Gesundheitswesen professionell zu begegnen.