Patientensicherheit, Beurteilung von Risiken und entsprechende, (präventive) Massnahmen

In diesem Kurs erlernen Sie die Grundlagen des Diskurses, um kritische Zwischenfälle, Fehler und deren Erfassung zu erkennen.

Im Kurs werden unter anderem thematisiert:

  • Qualitätsmanagement und der Ansatz des «Null Fehler Prinzips»
  • Entstehung sowie Ursachen der Entstehung von kritischen Zwischenfällen und Fehlern
  • Herkunft und Entwicklung des Critical-Incident-Managements im Gesundheitswesen
  • Sicherheitskultur
  • Systematische Bewertung und Auswertung von Zwischenfällen
Kurs Verständnis für Bedeutung und Ausweis von Qualitätsarbeit, stetige Qualitätsverbesserung im Alltag umsetzen

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kursbestätigung
  • Dauer 3 Kurstage
  • Unterrichtstage Mo, Di, Mi
  • Anmeldefrist 11. September 2020
  • Anzahl ECTS 2 ECTS-Credits, 3 SIWF-Credits
  • Kosten CHF 1'036
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung November 2020

Inhalt + Aufbau

Porträt

In diesem Kurs erlernen Sie die Grundlagen des Diskurses, um kritische Zwischenfälle, Fehler und deren Erfassung zu erkennen. Sie beherrschen den Umgang mit unerwünschten Zwischenfällen und Ereignissen. Sie lernen, kritische Zwischenfälle systematisch systemisch aufzuarbeiten und Massnahmen abzuleiten. Sie kennen die Ansätze der «second» und der «third victims». Sie sind in der Lage, (klinische) Risikoeinschätzungen vorzunehmen und entsprechende vorbeugenden Massnahmen zu initiieren. Sie haben sich mit dem Thema der Entwicklung einer Sicherheitskultur auseinandergesetzt. Darüber hinaus kennen Sie Ansätze eines Beschwerde- und Rückmeldemanagements und dessen Nutzung für die Verbesserung von Patientensicherheit und Qualität.

Die juristischen Implikationen und Konsequenzen und der Kommunikative Umgang mit diesen Themen sind Ihnen bekannt, sodass Sie eigene Konzepte entwickeln können.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die Grundlagen und die Herkunft von CIRS-Systemen.
  • Sie kennen die Ansätze zur Erfassung sowie «Critical Incident»-Erfassungssysteme.
  • Sie kennen Tools und Methoden, um mit Zwischenfällen konstruktiv umzugehen (inkl. den «second» und «third victims»).
  • Sie können Zwischenfälle systematisch anhand eines systemischen Verständnisses analysieren und interpretieren.
  • Sie kennen Ansätze des (klinischen) Risikomanagements.
  • Sie sind mit dem Umgang mit Fehlern und Haftpflichtfällen vertraut.
  • Sie kennen aktuelle Ansätze und Strategien zur Verbesserung der Patientensicherheit in der Schweiz.

Inhalte

  • Qualitätsmanagement und der Ansatz des «Null Fehler Prinzips»
  • Entstehung sowie Ursachen der Entstehung von kritischen Zwischenfällen und Fehlern
  • Herkunft und Entwicklung des Critical-Incident-Managements im Gesundheitswesen
  • Sicherheitskultur
  • Systematische Bewertung und Auswertung von Zwischenfällen
  • Konkreter, kurzfristiger Umgang mit unerwünschten Ereignissen und Zwischenfällen
  • Ableitung von Massnahmen zur organisationalen Gestaltung aus Zwischenfällen und die Umsetzung von «Change-Prozessen» in diesem Bereich
  • Generelle Ansätze zur Erhöhung der Patientensicherheit
  • Kommunikativer Umgang mit kritischen Zwischenfällen und Fehlern
  • Juristischer Blick auf das Thema der kritischen Zwischenfälle und Fehler in der Gesundheitsversorgung («juristischer Notfallkoffer»), sowie massgebliche Entwicklungen in diesem Bereich
  • Grundlagen des Krisen- und Disastermanagements
  • Beschwerde- und Rückmeldemanagement
  • Risikomanagement: Klinisch und der Bezug zur Gesamtorganisation inkl. Risikobewertung und -reduktion.
  • Bestehende Programme und «Best Practice» zur Entwicklung der Patientensicherheit, sowie deren Output und Nachhaltigkeit

Abschluss

Kursbestätigung «Patientensicherheit, Beurteilung von Risiken und entsprechende, (präventive) Massnahmen»

  • 2 ECTS-Credits (European Credit Transfer System)
  • 3 SIWF-Credits
Logo SIWF

Partner

Schweizerische Akademie für Qualität in der Medizin SAQM der FMH – Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte

Interessensgemeinschaft

Dozent

Dr. Christoph Gehrlach

Voraussetzungen + Zulassung

  • Führungskräfte
  • Personalentwicklerinnen und -entwickler
  • Qualitätsbeauftragte aus den Bereichen Medizin, Gesundheitswesen und Sozialarbeit die mit Projektmanagement, Qualitätsmanagement und Projektentwicklung konfrontiert sind und bereit sind, sich interprofessionell weiterzubilden
  • Ärztinnen und Ärzte sind zum CAS-Studiengang zugelassen.
  • Für Gesundheitsfachpersonen anderer Professionen gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen:


Um als Teilnehmerin oder Teilnehmer zum CAS-Studiengang zugelassen zu werden, verfügen Sie

  1. über einen Hochschulabschluss (Fachhochschule/Universität) oder
  2. eine Höhere Berufsbildung (Höhere Fachschule) plus einen zusätzlichen Nachweis über einen absolvierten Wissenschaftskurs.

Mit einem Berufsabschluss auf Sekundärniveau (EFZ) können Sie als Gasthörerin oder Gasthörer den CAS-Studiengang besuchen oder sich für eine Aufnahme «sur dossier» bewerben.

Organisation + Anmeldung

3 Kurstage, September 2020
24 Präsenzstunden und 36 Stunden Selbststudium, 60 Stunden Lernaufwand

  • Montag, 16. November 2020
  • Dienstag, 17. November 2020
  • Mittwoch, 18. November 2020

Anmeldefrist

11. September 2020

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Alle Weiterbildungsangebote am Departement Gesundheit

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